Teil 8: Got­tes Exis­tenz – was bedeu­tet das für mein Leben?

Themenbereiche: Die Existenz Gottes

Wie bereits erwähnt, sind alle auf­ge­führ­ten Argu­men­te kei­ne abso­lu­ten Bewei­se für Got­tes Exis­tenz. Unse­re Absicht ist es den­noch zu zei­gen, dass die­se Fra­ge nicht mit den übli­chen Ein­wän­den ver­drängt wer­den soll­te. Denen, die ehr­lich und ernst­haft suchen, wol­len wir hel­fen zu erken­nen, dass die Fra­ge nach der Exis­tenz Got­tes und der Wunsch nach sei­ner Nähe unse­rer Natur eigent­lich sehr naheliegt.

Bild eines Puzzles, bei dem nur noch das letzte Teil an seinen Platz gelegt werden muss, um es zu vervollständigen. Das Bild ist ein Hinweis auf das Ziel des letzten, abschließenden Abschnitts des großen Themas über die Existenz Gottes.

Argu­men­te kön­nen hel­fen, Got­tes Exis­tenz anzu­neh­men. Wor­auf es jedoch ankommt: dass wir Ehr­furcht und Respekt vor Gott haben/aufbringen, die­ser Rea­li­tät zuzu­stim­men. Das kann nicht durch Argu­men­te erzeugt wer­den, son­dern hängt allein von der Offen­heit und der Her­zen­s­ein­stel­lung jedes Men­schen ab. Vie­le glau­ben des­halb nicht, dass es Gott gibt, weil sie ihr Leben nicht ändern wollen.

Das Beja­hen der Exis­tenz Got­tes berührt uns in unse­rem tiefs­ten Inne­ren. Es führt uns zu dem Wunsch, unser ego­is­ti­sches, ungläu­bi­ges Leben zu hin­ter­fra­gen und auf­ge­ben zu wol­len – das kann z. B. auch der Stolz sein und die Wich­tig­keit, die man in die­ser Welt haben möch­te. Eigent­lich sind wir Men­schen sehr klein und schwach. Die­se Schwä­che anzu­neh­men erfor­dert aber Demut.

Gott sehnt sich nach Bezie­hung mit uns. Sind auch wir bereit, ihn an unse­rem Leben teil­ha­ben zu las­sen und ihm zuzu­hö­ren? Die Din­ge, die uns scha­den und uns dar­an hin­tern, Gott zu fin­den, müs­sen wir für die­ses höhe­re Ziel loslassen.

Wie­der­um gleicht das Him­mel­reich einem Kauf­mann, der gute Per­len such­te, und da er eine kost­ba­re Per­le fand, ging er hin und ver­kauf­te alles, was er hat­te, und kauf­te sie. (Mt 13,45–46)

Erst dann kann Gott uns ein erfüll­tes Leben in tie­fem Frie­den mit ihm schenken.

Denn wer sein Leben ret­ten will, wird es ver­lie­ren, wer aber sein Leben ver­liert um mei­net­wil­len, wird es fin­den. Denn was wird es einem Men­schen nüt­zen, wenn er die gan­ze Welt gewön­ne, aber sein Leben ein­büß­te? Oder was wird ein Mensch als Löse­geld geben für sein Leben? (Mat­thä­us 16,25–26)

Unter­werft euch nun Gott! Wider­steht aber dem Teu­fel! Und er wird von euch flie­hen. Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen. Säu­bert die Hän­de, ihr Sün­der, und rei­nigt die Her­zen, ihr Wan­kel­mü­ti­gen. (Jako­bus 4, 7–8)

Sein Wil­le ist „… dass sie Gott suchen, ob sie ihn viel­leicht tas­tend füh­len und fin­den möch­ten, obwohl er ja nicht fern ist von jedem von uns. Denn in ihm leben und weben und sind wir wie auch eini­ge eurer Dich­ter gesagt haben: Denn wir sind auch sein Geschlecht.“ (Apos­tel­ge­schich­te 17,27–28)

… ja, wenn du den Ver­stand anrufst, zum Ver­ständ­nis erhebst dei­ne Stim­me, wenn du es suchst wie Sil­ber und wie Schät­zen ihm nach­spürst, dann wirst du ver­ste­hen die Furcht des Herrn und die Erkennt­nis Got­tes gewin­nen. Denn der Herr gibt Weis­heit. Aus sei­nem Mund kom­men Erkennt­nis und Ver­ständ­nis. (Sprich­wör­ter 2,3–6)

Bit­tet und es wird euch gege­ben wer­den; sucht, und ihr wer­det fin­den; klopft an, und es wird euch geöff­net wer­den. Denn jeder Bit­ten­de emp­fängt, und der Suchen­de fin­det, und dem Anklop­fen­den wird geöff­net wer­den. (Mat­thä­us 7, 7–8)

Kommt her zu mir, alle ihr Müh­se­li­gen und Bela­de­nen! Und ich wer­de euch Ruhe geben. (Mat­thä­us 11,28)

Sie­he, ich ste­he an der Tür und klop­fe an; wenn jemand mei­ne Stim­me hört und die Tür öff­net, zu dem wer­de ich hin­ein­ge­hen und mit ihm essen, und er mit mir. (Offen­ba­rung 3,20)