War­um Jesus?

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Da sprach Pila­tus zu Jesus: Also bist du doch ein König? Jesus ant­wor­te­te: Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu gebo­ren und dazu in die Welt gekom­men, dass ich für die Wahr­heit Zeug­nis gebe. Jeder, der aus der Wahr­heit ist, hört mei­ne Stim­me. Pila­tus spricht zu ihm: Was ist Wahr­heit? Und als er dies gesagt hat­te, ging er wie­der zu den Juden hin­aus und spricht zu ihnen: Ich fin­de kei­ner­lei Schuld an ihm. (Johan­nes 18,37–38)

… trotz­dem woll­ten die jüdi­schen Füh­rer, dass Jesus umge­bracht wird. Pila­tus gab nach, obwohl er wuss­te, dass in die­sem Moment gro­ßes Unrecht geschieht …

Wer war die­ser Jesus? Was war sei­ne Bot­schaft? Wie hat er gelebt? War­um wur­de er getö­tet? War­um glau­ben wir, dass er nicht in eine Rei­he mit bekann­ten Per­sön­lich­kei­ten der Mensch­heits­ge­schich­te gestellt wer­den kann?

Verschiedene Symbole, Gesten und Objekte unterschiedlicher Glaubensrichtungen. In der Mitte befindet sich das frühchristliche Fisch-Symbol.

Ein­lei­tung

Die blo­ße his­to­ri­sche Tat­sa­che des Lebens und Ster­bens Jesu ist durch bekann­te Geschichts­schrei­ber belegt (Taci­tus[1], Fla­vi­us Jose­phus[2], Sue­to­ni­us[3]).

Was wir aber eigent­lich über Jesus wis­sen, wis­sen wir aus der Bibel. Wir glau­ben, dass das, was wir aus die­sem Buch über Jesus erfah­ren, der Wahr­heit ent­spricht. War­um? Unse­re Grün­de dafür kannst du im Arti­kel über die Glaub­wür­dig­keit der Bibel erfahren.

Jesus war Jude und wirk­te vor­wie­gend unter den Juden in Palästina.

Der Glau­be an den einen und ein­zi­gen Gott (Mono­the­is­mus) war in den meis­ten Men­schen, mit denen es Jesus zu tun hat­te, fest ver­wur­zelt. So wie er das bei sei­nen Zuhö­rern vor­aus­ge­setzt hat, wer­den auch wir den Glau­ben an Gott im fol­gen­den Text vor­aus­set­zen. Ganz grund­sätz­li­che Argu­men­te für die Exis­tenz Got­tes fin­dest du eben­falls in einer sepa­ra­ten Serie.

Jesu Wir­ken und Reden sind in sich selbst ein gro­ßes Zeug­nis für sei­ne Glaub­wür­dig­keit. (Dar­um geht es wei­ter unten im Text.) Dar­über hin­aus wird die­ses Zeug­nis durch die Ankün­di­gun­gen in den Schrif­ten der Juden, die lan­ge vor­her geschrie­ben wur­den, bestätigt.

Wie wur­de Jesus angekündigt?

Das Alte Tes­ta­ment, die Hei­li­ge Schrift der Juden, beschreibt, wie Gott schon lan­ge Zeit vor Jesus den Men­schen auf­rich­ti­gen Her­zens half, ihn als den einen Gott zu erken­nen. Dar­aus ent­stand ein Volk, die Israe­li­ten, spä­ter Juden genannt. Gott offen­bar­te inmit­ten die­ses Vol­kes wesent­li­che Aspek­te sei­nes Wesens und sei­nes Willens.

In vie­len Büchern des Alten Tes­ta­men­tes wird jedoch deut­lich, dass die Erfah­run­gen und Erkennt­nis­se, die die Israe­li­ten durch Got­tes Han­deln in ihrer Geschich­te gemacht hat­ten, Grund­la­ge wer­den soll­ten für eine noch tief­grei­fen­de­re Offen­ba­rung Gottes.

Gott woll­te einen neu­en Bund mit sei­nem Volk schlie­ßen. Mit sei­ner Hil­fe soll­ten sie fähig wer­den, aus Dank­bar­keit und Lie­be für ihn zu leben und auch ein­an­der von Her­zen zu lie­ben und zu hel­fen (Jere­mia 31,31–34).

Von Gott geführ­te Men­schen des Juden­tums, die Pro­phe­ten, kün­dig­ten an, dass Gott einen Men­schen befä­hi­gen wird, Got­tes Wil­len in aller Klar­heit zu ver­kün­den (5. Mose 18,15–19). So wie ein guter Hir­te zer­streu­te Scha­fe zusam­men­sam­melt, sich um die Schwa­chen und Kran­ken der Her­de küm­mert, so wird er die­je­ni­gen aus dem Volk ver­sam­meln und lei­ten, die ehr­li­chen Her­zens Got­tes Wil­len ver­ste­hen und tun wol­len (Eze­chi­el 34,11–31).

Die Pro­phe­ten ver­stan­den auch, dass die Aus­wahl nur eines von Gott beson­ders geführ­ten Vol­kes ledig­lich ein vor­über­ge­hen­der Zustand sein konn­te. Es war eine Vor­be­rei­tung dar­auf, allen Men­schen aus allen Völ­kern in glei­cher Wei­se die Bezie­hung mit Gott anzu­bie­ten. Der Pro­phet Jesa­ja kün­dig­te an, dass dies durch den „Knecht Got­tes“, wie er ihn bezeich­ne­te, gesche­hen wer­de (Jesa­ja 42,6; 49,5–6).

Jesus hat im Lau­fe sei­nes Wir­kens deut­lich gemacht, dass die ver­schie­de­nen alt­tes­ta­ment­li­chen Hin­wei­se auf die­sen Hir­ten oder Knecht Got­tes von ihm spre­chen und in ihm ihre Ver­wirk­li­chung fin­den (Lukas 4,14–22; Johan­nes 5,37–47; 10,1–30). Vie­le Juden haben Jesus abge­lehnt, weil sie sich einen poli­ti­schen Befrei­er erhoff­ten. Jesus dage­gen sprach von der inne­ren Frei­heit, der Frei­heit zu lie­ben und aus der Ver­bun­den­heit mit Gott das Gute zu tun, unab­hän­gig von äuße­ren Umständen.

Jesus und sei­ne Botschaft

Jesus wuchs im Paläs­ti­na der Zei­ten­wen­de auf. Über die ers­ten drei­ßig Jah­re sei­nes Lebens wis­sen wir nur sehr wenig. In einer kur­zen Bege­ben­heit erzählt uns Lukas (ein Arzt, der eines der vier Evan­ge­li­en geschrie­ben hat, nach­dem er genau recher­chiert hat­te, was gesche­hen war) von dem zwölf­jäh­ri­gen Jesus. Schon damals ver­setz­te Jesus die reli­giö­sen Leh­rer der Juden in Erstau­nen, da er ein auf­fal­len­des und tie­fes Ver­ständ­nis hat­te für Fra­gen, die den Glau­ben und das Leben mit Gott betref­fen. Wir wis­sen von dem­sel­ben Autor, dass Jesus unge­fähr drei­ßig Jah­re alt war, als er in die Öffent­lich­keit ging.[4]

Wie er selbst sag­te, ist er gekom­men, Sün­der zur Buße zu rufen.[5] Was bedeu­tet das?

Jeder Mensch sieht, dass es viel Leid und Unge­rech­tig­keit durch Lieb­lo­sig­keit, Lüge, Heu­che­lei, Neid, Hab­gier und Ego­is­mus in der Welt gibt. Jeder auf­rich­ti­ge Mensch lei­det dar­un­ter und sucht einen Aus­weg zumin­dest für sich selbst und für sein unmit­tel­ba­res Umfeld, um nicht in die­sem Strom mit­ge­trie­ben zu werden.

Die­sen Aus­weg zeigt Jesus sehr klar: Jeder von uns muss sich prü­fen. Gott, der Schöp­fer, hat in den Men­schen sei­nen Maß­stab (das Gewis­sen) gelegt. Die­ses macht dem Men­schen deut­lich – wenn er bereit ist, danach zu fra­gen – , was gut und was schlecht ist in sei­nem Leben. Weil der Mensch gegen die­sen in ihn geleg­ten Maß­stab han­delt, ver­schiebt sich die­ser oft­mals so weit, dass Gutes böse und Böses gut genannt wird. Die­se Tat­sa­che betrifft jeden Men­schen. Nie­mand kann von sich behaup­ten, dass er immer gerecht, auf­rich­tig, wahr­haf­tig oder selbst­los gehan­delt hat, nie­mals schlech­te Gedan­ken gegen ande­re hat­te oder nie gleich­gül­tig war – also immer nach sei­nem ursprüng­li­chen Gewis­sen gelebt hät­te. Bei Jesus war das anders. Er sag­te über sich, dass er immer nach dem gehan­delt hat, was der Lie­be, dem Wil­len Got­tes, entspricht:

Und der mich gesandt hat (Gott), ist mit mir; er hat mich nicht allein gelas­sen, weil ich alle­zeit das ihm Wohl­ge­fäl­li­ge tue. (Johan­nes 8,29)

Das bedeu­te­te auch, dass er „den Fin­ger in die Wun­den gelegt hat“ und klar beim Namen genannt hat, wo Men­schen gegen die Grund­sät­ze gehan­delt haben, die von Gott, dem Schöp­fer, gege­ben wur­den, damit sei­ne Geschöp­fe in Lie­be, Ein­heit und Frie­den mit­ein­an­der leben kön­nen. Beson­ders die reli­giö­sen Füh­rer der Juden wur­den dadurch sei­ne Fein­de. Aber selbst sie konn­ten ihm nicht wirk­lich etwas nach­wei­sen, wo er gegen das gehan­delt hät­te, was er selbst als den ursprüng­li­chen Wil­len Got­tes für die Men­schen ver­kün­det hat:

Weil ich aber die Wahr­heit sage, glaubt ihr mir nicht. Wer von euch über­führt mich einer Sün­de? Wenn ich die Wahr­heit sage, war­um glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört die Wor­te Got­tes. (Johan­nes 8,45–47)

Jesus kann den ver­scho­be­nen Maß­stab der Men­schen kor­ri­gie­ren, weil er ganz dem Maß­stab Got­tes ent­spre­chend gelebt hat.

Jesu Ziel war es, uns zu tie­fer Dank­bar­keit und Lie­be Gott gegen­über zu füh­ren und uns dadurch an Wer­te und Tugen­den zu erin­nern, die im Men­schen unter den Trüm­mern der Sün­de ver­gra­ben lie­gen. Sün­de bedeu­tet, gegen die Grund­sät­ze des Schöp­fers zu han­deln. Damit muss der Mensch auf­räu­men. Wenn er dazu bereit ist, wird er sehen, dass sich mit der Sün­de Scha­den und Schuld ver­bin­det. Scha­den und Schuld zum einen in Bezug auf den geschä­dig­ten Men­schen, was – soweit es mög­lich ist – wie­der gut gemacht wer­den soll, Schuld aber auch in Bezug auf Gott, indem sich der Mensch gegen sei­nen Schöp­fer auf­ge­lehnt, ihn miss­ach­tet hat. Die­se kann der Mensch nicht wie­der gut machen. Er hat nichts, was er dafür geben könn­te, denn er hat ja alles von Gott.

Im Gegen­satz zu den Leh­ren ande­rer Reli­gio­nen, wie Islam oder Bud­dhis­mus, wis­sen wir von Jesus, dass es nicht mög­lich ist, schlech­te Taten durch gute auf­zu­wie­gen, da wir aus Lie­be zu Gott ohne­hin immer das Gute tun sol­len. Was wir tun kön­nen: uns unse­re Schuld ein­ge­ste­hen, bereu­en, um Ver­ge­bung bit­ten und alles dar­an set­zen, ab sofort anders zu han­deln. Das ist es, was hin­ter dem Auf­ruf Jesu zur Umkehr steckt.

Jesus ruft zur Umkehr auf

Gleich­zei­tig ver­bin­det sich damit der Auf­ruf, an das Evan­ge­li­um zu glau­ben. Evan­ge­li­um heißt über­setzt „Gute Bot­schaft“. Sie ist die Bot­schaft der Lie­be Got­tes zu den Men­schen. Gott möch­te gern die Bezie­hung mit dem Men­schen wie­der her­stel­len und die Schuld ver­ge­ben, die den Men­schen von ihm trennt. Das ist Gna­de, die Gott frei schenkt, wenn der Mensch die Rebel­li­on gegen Gott auf­gibt und bereut.

Als Geschöp­fe brau­chen wir die Bezie­hung mit Gott, weil wir nur in der Bezie­hung mit unse­rem Schöp­fer ein wirk­lich sinn­erfüll­tes Leben fin­den kön­nen. Nur durch ihn kön­nen wir Ver­ge­bung unse­rer Schuld und tie­fen Frie­den erfah­ren. Wir brau­chen Got­tes Hil­fe, um aus­dau­ernd Kraft zu haben zu lie­ben und das Gute zu tun. Jesus ver­gleicht das mit dem Bild eines Wein­stocks und des­sen Reben – nur in der Ver­bin­dung mit dem Wein­stock kön­nen die Reben Frucht brin­gen, sonst ver­dor­ren sie (Johan­nes 15,1–8). Gott kennt alle Schwä­chen der Men­schen. Er nimmt dem Men­schen die Schrit­te der Ver­än­de­rung nicht ab, möch­te aber alle erdenk­li­che Hil­fe schen­ken, um die­se Schrit­te zu gehen.

Jesus hat die Lie­be Got­tes ver­kör­pert. Durch sei­ne Wor­te und durch sein Han­deln gibt er denen Hoff­nung und Mut zur Umkehr, die von der dama­li­gen reli­giö­sen Gesell­schaft als hoff­nungs­lo­se Fäl­le betrach­tet wur­den, ohne dass ihnen eine Chan­ce und Hil­fe zur Ände­rung gege­ben wur­de. Er deckt die Heu­che­lei, Lieb­lo­sig­keit und Über­heb­lich­keit der reli­giö­sen Füh­rer auf. Damit gab er auch ihnen die Chan­ce zur Umkehr, d. h. Ände­rung ihrer Hal­tung und ihres Lebens. Er stellt das von jeher zen­tra­le Gebot Got­tes wie­der in die Mitte:

Jesus ant­wor­te­te ihm: Das ers­te ist: „Höre, Isra­el: Der Herr, unser Gott, ist ein Herr; und du sollst den Herrn, dei­nen Gott, lie­ben aus dei­nem gan­zen Her­zen und aus dei­ner gan­zen See­le und aus dei­nem gan­zen Ver­stand und aus dei­ner gan­zen Kraft!“ Das zwei­te ist dies: „Du sollst dei­nen Nächs­ten lie­ben wie dich selbst!“ Grö­ßer als die­se ist kein ande­res Gebot. (Mar­kus 12,29–31)

Got­tes Wesen ist Lie­be[6]. Er hat uns dazu geschaf­fen, sei­ne voll­kom­me­ne Lie­be zu erwi­dern, zur Dank­bar­keit und Freu­de am Leben sowie am Mit­ein­an­der mit unse­rem Nächs­ten, d. h. mit jedem Men­schen. Wer sich für die­se Lie­be ent­schei­det, ver­steht, dass es nicht um das Han­deln nach Vor­schrif­ten geht. Er wird aus der Ver­bun­den­heit mit Gott und durch das Vor­bild Jesu wis­sen, was das Gute ist, was ande­ren Men­schen und ihm selbst zum Bes­ten dient. Das ist die gute Bot­schaft Jesu und das ist der Aus­weg für die gan­ze Mensch­heit aus dem Sumpf des Lei­dens, der Hoffnungs‐ und Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, des Has­ses und des Todes.

Die Wun­der Jesu

An die­ser Stel­le wol­len wir dar­auf zu spre­chen kom­men, dass Jesus Din­ge getan hat, die mit mensch­li­chen Fähig­kei­ten nicht zu erklä­ren sind. Er sagt: „Die Wer­ke zeu­gen von mir“ (Johan­nes 10,25). Die Men­schen damals hör­ten die­se Wor­te in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang mit den uner­klär­li­chen Taten Jesu, die sie mit eige­nen Augen sahen. Als Juden konn­ten sie Got­tes Wir­ken dar­in erken­nen, dass er Blin­den das Augen­licht und Gelähm­ten Kraft zum Gehen geschenkt hat. Tau­be Men­schen konn­ten durch ihn wie­der hören und selbst Tote hat er ins Leben zurück­ge­ru­fen. Das war auch ein wich­ti­ger Grund, wes­halb sie Jesus nicht ein­fach so abtun konn­ten, wie es Men­schen heu­te oft tun. Sei­ne Außer­ge­wöhn­lich­keit war all­zu offen­sicht­lich, als dass man an dem Anspruch, den er gestellt hat, vor­bei konn­te. Die­ser Anspruch war nicht der eines Sit­ten­leh­rers der Mensch­heit. War­um sich an Jesus die Geis­ter schei­den wie an kei­ner ande­ren Per­son, hängt eben damit zusam­men, dass er Aus­sa­gen über sich selbst gemacht hat, die von sonst kei­nem ernst zu neh­men­den Men­schen bekannt sind. Wenn heu­te ein Mensch von sich behaup­ten wür­de, er sei das Licht der Welt (Johan­nes 8,12Johan­nes 12,44–46), er sei die Wahr­heit, die Auf­er­ste­hung und das Leben (Johan­nes 14,6; Johan­nes 11,25–26), wür­de er wohl aus­ge­lacht und nicht ernst genom­men werden.

Bei Jesus fin­den wir eine ein­zig­ar­ti­ge Kom­bi­na­ti­on: Auf der einen Sei­te ist in sei­nen Leh­ren mora­li­sche Wahr­heit in unver­gleich­li­cher Voll­kom­men­heit dar­ge­legt. Auch heu­te erken­nen das Men­schen an, die sich damit aus­ein­an­der­set­zen. Sei­ne Wor­te und sein Han­deln spie­geln eine sehr anspre­chen­de Weis­heit und Klug­heit wider, sind nüch­tern und wirk­lich­keits­nah. Auf der ande­ren Sei­te schreibt er sich selbst eine unver­gleich­li­che Auto­ri­tät zu: Er stellt den Anspruch, das Licht der Welt, ganz in Ein­heit mit Gott zu sein.

In Jesus ist für die Men­schen ein unüber­seh­ba­res Zei­chen der Gna­de und Lie­be Got­tes auf­ge­rich­tet wor­den, da in ihm Gott Mensch gewor­den ist, um uns ganz nah zu kom­men (aus­führ­li­cher schrei­ben wir dar­über in unse­rem Arti­kel über die Gott­heit Jesu).

Des­halb waren die Reak­tio­nen der meis­ten Men­schen sehr stark und unter­schied­lich. Man­che folg­ten ihm nach, ande­re lehn­ten ihn erbit­tert ab. Wer Jesus gegen­über gleich­gül­tig bleibt, hat ihn nicht ver­stan­den und lehnt ihn damit auch ab,[7] weil er ihn nicht ernst nimmt.

Die jüdi­schen Füh­rer, die sich sei­nem Anspruch nicht stel­len woll­ten, mein­ten das Pro­blem damit lösen zu kön­nen, dass sie ihn ermor­de­ten. Jesus ist die­sem gewalt­sa­men Tod nicht aus­ge­wi­chen. Viel­mehr erwies er gera­de in der Annah­me die­ses unge­recht zuge­füg­ten Lei­dens die Grö­ße der Lie­be Got­tes zu uns Men­schen. Im Ertra­gen der Schuld sei­ner Anklä­ger und Mör­der hat Jesus gezeigt, dass auch die­ses Opfer ihm nicht zu groß ist, um sei­nen Dienst auf Erden treu zu voll­enden und uns Men­schen dadurch in die Bezie­hung mit Gott zu führen.

Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herr­scher gel­ten, hal­ten ihre Völ­ker nie­der, und ihre Mäch­ti­gen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; son­dern wer groß sein will unter euch, der soll euer Die­ner sein; und wer unter euch der Ers­te sein will, der soll aller Knecht sein. Denn auch der Men­schen­sohn[8] ist nicht gekom­men, dass er sich die­nen las­se, son­dern dass er die­ne und sein Leben gebe als Löse­geld für vie­le. (Mar­kus 10,42–45)

Gott aber erweist sei­ne Lie­be zu uns dar­in, dass Chris­tus für uns gestor­ben ist, als wir noch Sün­der waren. (Römer 5,8)

Sei­ne Lie­be und auf­rich­ti­ge Hin­ga­be haben den Boden für die Men­schen berei­tet, die ihm dar­in fol­gen wol­len und die die Wahr­heit, d. h. die Wirk­lich­keit über Gott und uns Men­schen, anneh­men wollen.

Und er ist dar­um für alle gestor­ben, damit die, die da leben, hin­fort nicht sich selbst leben, son­dern dem, der für sie gestor­ben und auf­er­stan­den ist. (2. Korin­ther 5,15)

Die Bibel berich­tet uns unter Beru­fung auf vie­le Augen­zeu­gen, dass Jesus vom Tod auf­er­stan­den ist (z. B. 1. Korin­ther 15,3–9). Vie­le von denen, die vor sei­nem Tod mit ihm zusam­men waren, haben ihn danach für eine begrenz­te Zeit wie­der gese­hen, mit ihm gespro­chen, ihn ange­fasst, mit ihm geges­sen … Auch wir glau­ben den Berich­ten der Augen­zeu­gen, dass er lebt. Wir erfah­ren sei­ne Hil­fe im All­tag. Wenn wir uns an ihn wen­den, ver­än­dert er uns, gibt uns Klar­heit und Kraft für unser Han­deln. Sei­ne Auf­er­ste­hung zeigt uns, dass Unge­rech­tig­keit nicht siegt. Damit hat Gott der gan­zen Welt gezeigt, dass ein Gerech­ter nicht ein­fach stirbt und ver­geht. Jesus hat­te dar­auf ver­traut, er wuss­te, dass Gott gerecht ist. So wie für ihn, ist auch für alle, die durch ihn an Gott glau­ben, der Tod nicht die End­sta­ti­on oder das furcht­ba­re Erwa­chen. Wer Jesu Weg geht, wird mit Gott leben, auch wenn er stirbt.[9]

Mit Jesus wer­den oft Moham­med und der Islam, Bud­dha und der Bud­dhis­mus oder der Hin­du­is­mus in eine Rei­he gestellt …

Ver­gleich mit dem Islam

Was den Islam betrifft, wol­len wir hier ein paar wesent­li­che Gedan­ken zusammenfassen:

Moham­meds Ziel war ein poli­ti­sches Reich von Mono­the­is­ten. Dafür setz­te er auch Gewalt ein. Jesus dage­gen ver­mit­telt eine ande­re Welt­sicht. Vor sei­nem Kreu­zes­tod mach­te er Pila­tus deut­lich, dass sein Reich nicht den Rei­chen gleicht, die mit irdi­schen Mit­teln und Gewalt errich­tet wer­den. Er sag­te: „Mein Reich ist nicht von die­ser Welt“ (Johan­nes 18,36). Zum „Reich Got­tes“ gehört man auf­grund einer frei­en Ent­schei­dung und nicht per Geburt oder durch Zwang.

Im Koran sind vie­le for­ma­le Hand­lun­gen beschrie­ben, in denen sich der Respekt vor Gott äußern soll oder die dazu füh­ren sol­len. Jesus macht deut­lich, dass Lie­be und auf­rich­ti­ger Glau­be das Wesent­li­che sind, was sich nicht im Ein­hal­ten von For­men aus­drückt. Im Chris­ten­tum geht es dar­um, als Fol­ge der von Gott emp­fan­ge­nen Lie­be den Blick auf den Mit­men­schen zu rich­ten und ihn lie­ben zu lernen.

Jesus hat ganz sei­ner Leh­re ent­spre­chend gelebt. Er sag­te: „Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben“ (Johan­nes 14,6). Moham­med hät­te so etwas nie von sich behaup­tet, son­dern es als Got­tes­läs­te­rung ver­ur­teilt. Dass Gott Jesus von den Toten auf­er­weckt hat, beweist, dass die Wor­te Jesu der Wahr­heit ent­spre­chen. Gott unter­stützt kei­ne Lüg­ner und Lästerer.

Moham­med hat nicht den Anspruch erho­ben, unfehl­bar gewe­sen zu sein. Er sah sich als Pro­phet, der die Men­schen zum Mono­the­is­mus auf­for­der­te. In Jesus kam Gott selbst zu uns und zeigt uns die Grö­ße sei­ner Lie­be und sei­nen guten Wil­len für uns.

Moham­med blieb selbst unsi­cher, ob er nach dem Tod in das im Koran ver­hei­ße­ne Para­dies kommt.[10] Jesus dage­gen schenkt die Gewiss­heit: Wer mit ihm lebt, lebt mit Gott in Ewigkeit.

Dies sind für uns eini­ge wesent­li­che Grün­de, nicht Moham­med, son­dern Jesus zu folgen.

Ver­gleich mit dem Buddhismus

In den öst­li­chen Reli­gio­nen fin­den wir an Stel­le einer Erlö­sungs­leh­re eine Erlö­schungs­leh­re. Bud­dha lehr­te, das Leben sei nichts als Lei­den. Ursa­che hier­für sei die Begier­de, die das Kar­ma nährt. Das Kar­ma wie­der­um hält den Kreis­lauf der Reinkar­na­ti­on auf­recht. Die­ser wird – nicht wie heut­zu­ta­ge in der west­li­chen Welt als neue Chan­ce (ein süßlich‐verführerischer Gedan­ke, der dem Wunsch­den­ken sei­ner Ver­fech­ter, nicht aber der Kennt­nis der Leh­re Bud­dhas ent­springt), son­dern als etwas Qual­vol­les gese­hen. Ziel allen Den­kens und Han­delns ist es, die Lebens­flam­me der Wie­der­ge­burt aus­zu­lö­schen.[11] Der Weg dahin sei, kei­nen Anspruch mehr an sich, an ande­re, an das Leben zu stel­len, nichts mehr zu wol­len, son­dern durch Medi­ta­ti­on in soge­nann­ten gött­li­chen Gleich­mut zu ver­sin­ken.[12] Prak­tisch ist das Gleich­gül­tig­keit. Das war die Erleuch­tung Bud­dhas, zu der er auf dem Weg des Try‐and‐error‐Prinzips (Versuch‐und‐Irrtum‐Prinzips) gelangte.

Die fol­gen­de Erzäh­lung soll das bei­spiel­haft ver­deut­li­chen. Wir zitie­ren aus der Buddha‐Legende San­gá­ma­ji The­ra.[13] Bud­dha for­dert hier für die Erlö­sung vom Lei­den die Auf­ga­be des Lebenswillens:

„Als der ehr­wür­di­ge San­gá­ma­ji im Gar­ten des Jet­a­va weil­te, nahm sei­ne von ihm ver­las­se­ne Frau ihren gemein­sa­men Sohn und setz­te ihn dem Vater vor die Füße. Drei­mal for­der­te sie ihn auf, sie zu erhö­ren. Doch der ver­harr­te regungs­los. Dann ließ sie den Kna­ben zurück mit den Wor­ten: ‚Dies ist dein Sohn, Asket; ernäh­re ihn!‘ und ging weg. Der Asket rühr­te sich nicht, blick­te den Kna­ben nicht an. Als die Mut­ter dies im Umdre­hen sah, brach­te sie es nicht übers Herz, das Kind zurück zu las­sen, kehr­te um und nahm es mit. Bud­dha sah mit sei­nem himm­li­schen Auge die Unge­bühr der Frau und rief bewun­dernd aus: Ihr Kom­men weckt ihm nicht Freu­de, ihr Fort­ge­hen bringt ihm kei­nen Schmerz. Brah­ma­ne (Pries­ter, Gelehr­ter) mag er wohl hei­ßen, San­gá­ma­ji, von Fes­seln frei.“

Die­ser Grund­ge­dan­ke wohnt dem klas­si­schen Bud­dhis­mus inne, auch wenn man bei uns im Wes­ten meist spä­te­re For­men des Bud­dhis­mus fin­det (z. B. den Tibe­ti­schen Bud­dhis­mus), die den sozia­len Ein­satz wich­tig sehen oder auch an Göt­ter glau­ben. Den­noch steht die ursprüng­li­che bud­dhis­ti­sche Phi­lo­so­phie als Basis dahin­ter, wenn auch versteckt.

Der Leh­re Jesu eben­falls ent­ge­gen­ge­setzt ist, dass Bud­dha den Ursprung mensch­li­chen Lebens in der eige­nen Begier­de sieht; sie ist der „Haus­bau­er“ und brach­te das leib­li­che und in Bud­dhas Augen leid­vol­le Leben her­vor.[14]

Als Chris­ten sind wir über­zeugt, dass die Auf­fas­sung, das Leben sei nichts als Lei­den, nicht dem Wesen des Lebens und damit nicht der Wirk­lich­keit ent­spricht, auch wenn es viel Leid in der Welt gibt. Wir erfah­ren Lie­be, Freu­de und Frie­den, wovon Jesus spricht, als etwas Rea­les in unse­rem Leben. Die Sehn­sucht nach die­sen Din­gen gilt es nicht etwa abzu­schaf­fen. Wir sol­len viel­mehr nach deren Quel­le suchen. Des­halb hat Gott selbst uns die­se Sehn­sucht unaus­lösch­lich in unse­re Her­zen ein­ge­brannt. Wir möch­ten unse­ren Wil­len und all unse­re Kraft dafür ein­set­zen, dass auch ande­re Men­schen das Glück der Bezie­hung mit Gott erfah­ren mögen. Wir haben nur die­ses eine Leben hier auf Erden, nicht um zu lei­den oder dem Leben zu ent­rin­nen, son­dern um „Ja“ zu sagen zu Got­tes Lie­be zu uns.

Gott lädt uns ein

Die Wahr­heit, für die Jesus Zeug­nis ablegt, ist die Wirk­lich­keit, wie sie von Gott her gese­hen besteht: Es gibt einen Gott, einen ursprungs­lo­sen Ursprung und Schöp­fer aller Din­ge. Wir Men­schen ver­dan­ken ihm unser Dasein. Da unse­re Exis­tenz von dem abhängt, der ein voll­kom­men gutes Wesen hat, kann das Gute nicht außer­halb oder los­ge­löst von ihm gefun­den wer­den. Unser Glück hängt von der Bezie­hung mit ihm ab. Da er Lie­be ist, will er auch eine Bezie­hung mit uns, die auf Lie­be beruht. Wir sind frei, „Ja“ zu sagen zu der Bezie­hung mit ihm.

Die­se Bezie­hung ein­zu­ge­hen bedeu­tet, dass wir die Rea­li­tät aner­ken­nen: Nur wenn wir ihn fra­gen und nach sei­nen Ant­wor­ten han­deln, wer­den wir in die­ser Bezie­hung mit ihm blei­ben, auch über den Tod hin­aus. Die­sen Weg hat Jesus nicht nur gezeigt, son­dern ist ihn auch selbst gegan­gen und bie­tet all denen Hil­fe an, die ihn auch gehen wollen.

Auch die Frucht unse­res Lebens, wie du es in dem Text Wer sind wir? lesen kannst, wächst auf dem Boden der Lie­be, die Jesus zu den Men­schen hat­te. Durch ihn haben wir ver­stan­den, wer Gott ist. Wir haben uns auf die Suche nach sei­nem Wil­len gemacht und haben ein neu­es Leben geschenkt bekom­men. Sei­ne Lie­be hat unser Leben und uns selbst ver­än­dert. Wie ein Vater dar­um besorgt ist, dass aus sei­nen Kin­dern erwach­se­ne, rei­fe Men­schen wer­den, formt Gott auch uns. So tre­ten an die Stel­le von Sinn‐ und Hoff­nungs­lo­sig­keit, Ego­is­mus, Hass und Lüge ein Leben in Lie­be, Ein­heit und Auf­rich­tig­keit sowie das Erfah­ren der ver­än­dern­den Kraft Got­tes. Die Bezie­hung mit ihm gibt unse­rem Leben einen Sinn, der mit dem Tod nicht endet, so wie das Leben Jesu nicht mit dem Tod ende­te. Wir sind Gott sehr dank­bar dafür und wol­len das dadurch zum Aus­druck brin­gen, dass wir ihm Tag für Tag unser Leben anvertrauen.

Wenn du auf der Suche nach der Wahr­heit bist, dann lass dich nicht ver­wir­ren durch die unzäh­li­gen ver­schie­de­nen Rich­tun­gen, die es unter dem Namen Chris­ten­tum gibt und die die­sen teil­wei­se stark ver­fälscht haben. Nimm dir die Zeit, dich mit Jesus aus­ein­an­der­zu­set­zen. Nimm dir die Bibel und lies ein­mal ein Evangelium.

Wir laden dich ein, mit uns in Kon­takt zu tre­ten. Jeder von uns hat es als gro­ße Hil­fe erfah­ren, gemein­sam nach dem authen­ti­schen Ver­ständ­nis der Wor­te Jesu zu suchen, Hin­ter­grün­de zu erfor­schen, Zeit­be­zo­ge­nes rich­tig ein­zu­ord­nen und vor allem mit­ein­an­der das Ver­stan­de­ne in unse­rem Leben umzusetzen.


Fußnoten

  1. Taci­tus, Römi­sche Anna­len (115–117 n. Chr.) Ann 15,44,3.
  2. Jose­phus Fla­vi­us (*37 n. Chr.), Anti­qui­ta­tes XVIII 63 f/3,3.
  3. Sue­to­ni­us, Vita Clau­dii 25,4 (120 n. Chr.).
  4. Die Bibel, Lukas 3,23.
  5. Die Bibel, Lukas 5,32.
  6. Sie­he hier­zu auch unse­ren Arti­kel Gott ist Lie­be.
  7. Die Bibel, Mat­thä­us 12,30.
  8. Jesus bezeich­ne­te sich selbst im Lauf sei­nes Wir­kens sehr oft als „der Menschensohn“.
  9. Die Bibel, Johan­nes 11,25 f.; Johan­nes 3,36.
  10. Sahih al‐Bukhari 5.266 (Hadith — nach dem Koran zwei­te auto­ri­ta­ti­ve Quel­le des Islam).
  11. Sie­he Aus­sa­gen des Bud­dha, z. B. Dhammapa­da 153,154.
  12. Sie­he Aus­sa­gen des Bud­dha, z. B. Samma‐samádhi (Die rech­te Sammlung).
  13. Die Buddha‐Legende San­gá­ma­ji The­ra gehört den Udá­na an. Die­se sind ein Teil des Pali‐Kanons, einer Samm­lung von alten bud­dhis­ti­schen Schrif­ten, die im 1. Jh. v. Chr. schrift­lich nie­der­ge­legt wurden.
  14. Sie­he wie­der­um Dhammapa­da 153,154.


Taci­tus, Römi­sche Anna­len (115–117 n. Chr.) Ann 15,44,3.

Jose­phus Fla­vi­us (*37 n. Chr.), Anti­qui­ta­tes XVIII 63 f/3,3.

Sue­to­ni­us, Vita Clau­dii 25,4 (120 n. Chr.).

Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund: nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen — diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war, spricht der HERR. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Dann wird nicht mehr einer seinen Nächsten oder einer seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt den HERRN! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht der HERR. Denn ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken. (Jeremia 31,31–34)

Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören nach allem, was du vom HERRN, deinem Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem du sagtest: Ich möchte die Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht länger hören, und dieses große Feuer möchte ich nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe! Da sprach der HERR zu mir: Sie haben recht getan ‹mit dem›, was sie geredet haben. Einen Propheten wie dich will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm befehlen werde. Und es wird geschehen, der Mann, der nicht auf meine Worte hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich Rechenschaft fordern. — (5. Mose 18,15–19)

Die Bibel, Lukas 3,23.

Die Bibel, Lukas 5,32.

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch! Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock, so auch ihr nicht, ihr bleibt denn in mir. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet. (Johannes 15,1–8)

Sie­he hier­zu auch unse­ren Arti­kel Gott ist Lie­be.

Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir (Johannes 10,25)

... Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12)

Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; (Johannes 12,44–46)

... Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Johannes 14,6)

... Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das? (Johannes 11,25–26)

Die Bibel, Mat­thä­us 12,30.

Jesus bezeich­ne­te sich selbst im Lauf sei­nes Wir­kens sehr oft als „der Menschensohn“.

Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften; und dass er Kephas erschienen ist, dann den Zwölfen. Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt übrig geblieben, einige aber auch entschlafen sind. Danach erschien er Jakobus, dann den Aposteln allen; zuletzt aber von allen, gleichsam der unzeitigen Geburt, erschien er auch mir. Denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht würdig bin, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. (1. Korinther 15,3–9)

Die Bibel, Johan­nes 11,25 f.; Johan­nes 3,36.

Sahih al‐Bukhari 5.266 (Hadith — nach dem Koran zwei­te auto­ri­ta­ti­ve Quel­le des Islam).

Sie­he Aus­sa­gen des Bud­dha, z. B. Dhammapa­da 153,154.

Sie­he Aus­sa­gen des Bud­dha, z. B. Samma‐samádhi (Die rech­te Sammlung).

Die Buddha‐Legende San­gá­ma­ji The­ra gehört den Udá­na an. Die­se sind ein Teil des Pali‐Kanons, einer Samm­lung von alten bud­dhis­ti­schen Schrif­ten, die im 1. Jh. v. Chr. schrift­lich nie­der­ge­legt wurden.

Sie­he wie­der­um Dhammapa­da 153,154.