Wo soll ich anfan­gen, die Bibel zu lesen?

Schlagwörter: Bibel

Nor­ma­ler­wei­se begin­nen wir jedes Buch von Anfang an zu lesen. Aber die Bibel ist anders. Denn sie ist nicht ein ein­zi­ges Buch, son­dern eine Samm­lung von vie­len Büchern. Die­se Samm­lung ist in zwei gro­ße Grup­pen unter­teilt – das Alte Tes­ta­ment und das Neue Tes­ta­ment. In den Büchern des Neu­en Tes­ta­ments geht es um das Leben von Jesus Chris­tus und dar­um, wie sich durch ihn das Leben von vie­len Men­schen ganz grund­sätz­lich ver­än­dert hat. Doch nicht nur damals, son­dern auch heu­te haben sein Bei­spiel und sei­ne Wor­te gro­ße Kraft. Des­halb emp­feh­len wir jedem, der anfan­gen möch­te, die Bibel zu lesen, im hin­te­ren Teil, also im Neu­en Tes­ta­ment, zu begin­nen. Wei­te­re Gedan­ken dazu fin­dest du in dem fol­gen­den Text.

Jemand blättert in einer aufgeschlagenen Bibel.

Wovon han­delt die Bibel?

Die Bibel ist die Geschich­te von Got­tes Lie­be zu den Men­schen. Durch jedes ihrer Bücher kannst du viel über Got­tes Wesen und sei­nen Cha­rak­ter erfah­ren, aber auch über sei­nen Plan für die Mensch­heit und ins­be­son­de­re über sei­nen Plan für dich und dein Leben.

Pau­lus, einer von den Men­schen, denen Jesus per­sön­lich begeg­net ist, beschreibt die Bibel in einem Brief an einen jün­ge­ren Chris­ten namens Timo­theus so:

Alle Schrift ist von Gott ein­ge­ge­ben und nütz­lich zur Leh­re, zur Über­füh­rung, zur Zurecht­wei­sung, zur Unter­wei­sung in der Gerech­tig­keit, damit der Mensch Got­tes rich­tig sei, für jedes gute Werk aus­ge­rüs­tet. (2. Timo­theus 3,16–17)

Durch die Bibel möch­te Gott zu unse­rem Her­zen spre­chen und uns hel­fen, die Wahr­heit über uns und ihn zu erken­nen. Dafür hat Gott im Lau­fe der Geschich­te Schritt für Schritt immer mehr von sich offen­bart. In der Bibel erstreckt sich die­ser Pro­zess über einen Zeit­raum von fast zwei­tau­send Jahren.

Gott offen­bart sich im Lau­fe der Geschichte

Das ist auch ein Grund, war­um die Bibel aus so vie­len unter­schied­li­chen Büchern besteht. Vie­le von ihnen sind zu ganz unter­schied­li­chen Zei­ten von unter­schied­li­chen Men­schen geschrie­ben wor­den. Die­se Men­schen beschrei­ben, wel­che Erfah­run­gen sie mit Gott gemacht haben und wie er sich ihnen und ande­ren Men­schen gezeigt bzw. wie er in ihrem Leben gewirkt hat.

Im Alten Tes­ta­ment liegt dabei der Fokus dar­auf, wie sich Gott dem Volk Isra­el gezeigt hat. Zwar ist Gott auch zur Zeit des Alten Tes­ta­ments – unge­fähr um die Zeit von 1.700 vor Chris­tus bis etwa zum Jahr 7 vor Chris­tus – bereits Men­schen begeg­net, die nicht zum Volk Isra­el gehört haben. Doch weil er allen Men­schen nahe sein möch­te, woll­te sich Gott noch viel deut­li­cher in einer Wei­se offen­ba­ren, die für alle Men­schen ver­ständ­lich und fass­bar ist. Die Zeit des Alten Tes­ta­ments war dafür eine Vor­be­rei­tung. Denn das Volk Isra­el hat­te bereits auf das Kom­men eines von Gott ange­kün­dig­ten Ret­ters gewar­tet, der den Men­schen Gerech­tig­keit brin­gen und durch den sie alles über Gott erfah­ren würden.

Im ers­ten Jahr­hun­dert nach Chris­tus – also zu Beginn unse­rer Zeit­rech­nung – war die Zeit für das Kom­men die­ses Ret­ters da. Doch Gott hat nicht ein­fach einen Boten oder Pro­phe­ten zu uns gesandt, son­dern ist in Jesus Chris­tus, dem Sohn, selbst zu uns gekom­men. Davon han­delt das Neue Testament.

In der Ver­gan­gen­heit hat Gott immer wie­der und auf viel­fäl­ti­ge Wei­se durch die Pro­phe­ten zu unse­ren Vor­fah­ren gespro­chen. Doch jetzt, in die­ser letz­ten Zeit, sprach Gott durch sei­nen Sohn zu uns. Durch ihn schuf Gott Him­mel und Erde, und ihn hat er auch zum Erben über alles ein­ge­setzt. In dem Sohn zeigt sich die gött­li­che Herr­lich­keit sei­nes Vaters, denn er ist ganz und gar Got­tes Eben­bild. (Hebrä­er­brief 1,1–3 – Hoff­nung für alle)

In den ers­ten 4 Büchern – auch Evan­ge­li­en genannt – wird über das Leben von Jesus berich­tet. Es sind Berich­te von vier Chris­ten. Drei davon haben Jesus selbst erlebt. Sie haben ihn in der Zeit sei­nes öffent­li­chen Wir­kens beglei­tet. Durch ihn haben sie Gott tief ken­nen­ge­lernt und ver­stan­den, wie wir Men­schen nach Got­tes Wil­len leben sol­len. Wenn du gera­de anfängst, dich mit der Bibel zu beschäf­ti­gen bzw. in ihr zu lesen, emp­feh­len wir dir, mit die­sen Berich­ten anzufangen.

Das 3. Evan­ge­li­um wur­de von Lukas ver­fasst. Er war Grie­che und hat sei­nen Bericht beson­ders für Men­schen geschrie­ben, die einen nicht‐jüdischen Hin­ter­grund haben. Das Lukas‐Evangelium könn­te daher für dich am leich­tes­ten ver­ständ­lich sein. Doch auch hier wirst du auf Din­ge sto­ßen, die du nicht ver­ste­hen wirst. Das ging uns allen so.

Wenn du Fra­gen und viel­leicht auch Zwei­fel hast oder ein­fach über das nach­den­ken möch­test, was du gele­sen hast, kannst du uns ger­ne schrei­ben. Wir haben erfah­ren, dass der Aus­tausch von Erfah­run­gen und das gemein­sa­me Nach­den­ken hel­fen, die Lie­be und den Ruf Got­tes bes­ser zu ver­ste­hen. Wir freu­en uns auf dei­ne Nachricht.