Teil 2: Petrus, Jün­ger und Apostel

Themenbereiche: Das Papsttum

Der Papst bezeich­net sich selbst als Nach­fol­ger des Apos­tels Petrus. Was wis­sen wir eigent­lich über die­sen berühm­ten Jün­ger Jesu? Wor­auf bezie­hen sich Jesu Ver­hei­ßun­gen an Petrus?

Die Silhouette eines Fischers im Meer bei Sonnenuntergang, gerade als er sein Fischernetz aus dem Wasser zieht.

2.1 Simon Petrus, der Fischer von Galiläa

Simon – so sein ursprüng­li­cher Name[1] – war ein Fischer aus Beth­sai­da,[2] am Nord­ufer des Sees Gene­za­reth gele­gen. Ver­mut­lich im Zusam­men­hang mit sei­ner Ver­ehe­li­chung zog er in das nahe­ge­le­ge­ne Kaphar­na­um um.[3]

Als Johan­nes der Täu­fer auf­trat, wur­de Simon gemein­sam mit sei­nem Bru­der Andre­as einer der Jün­ger des Täu­fers. Andre­as war dabei, als Johan­nes der Täu­fer Jesus als das Lamm Got­tes bezeich­ne­te, und schloss sich Jesus an. Tags dar­auf sag­te Andre­as zu sei­nem Bru­der Simon: „Wir haben den Mes­si­as[4] gefun­den.“ und führ­te ihn zu Jesus. Jesus gab Simon den neu­en Namen Kefa[5].[6]

Seit damals folg­te Petrus sei­nem Herrn Jesus nach. Lukas berich­tet von einem wun­der­ba­ren Fisch­fang, durch den sich Petrus sei­ner Sünd­haf­tig­keit bewusst wur­de. Von Jesus erhielt er den Auf­trag, nicht mehr Fische, son­dern Men­schen zu fan­gen.[7]

Als Jesus unter sei­nen Jün­gern zwölf aus­wähl­te, „die er bei sich haben und die er dann aus­sen­den woll­te, damit sie pre­dig­ten“,[8] war Simon einer von ihnen. Er wird in allen Auf­lis­tun­gen der Namen der Zwölf, die auch Apos­tel („Gesand­te“) genannt wur­den, an ers­ter Stel­le genannt.[9]

In eini­gen Situa­tio­nen des öffent­li­chen Wir­kens Jesu war Simon einer von drei Jün­gern, mit denen Jesus zusam­men war. Hier ist die Ver­klä­rung Jesu[10] zu nen­nen, auf die auch Petrus selbst in sei­nem 2. Brief hin­wies.[11] Er wur­de gemein­sam mit Johan­nes und Jako­bus gewür­digt, die künf­ti­ge Herr­lich­keit des Mes­si­as in einer Visi­on zu schauen.

Als Jesus ver­haf­tet wur­de, war Simon wil­lens, sei­nen Meis­ter mit dem Schwert zu ver­tei­di­gen. Jesus ließ das nicht zu und heil­te das Ohr des von Simon ver­letz­ten Knechts des Hohe­pries­ters.[12]

Anders als die meis­ten ande­ren Jün­ger woll­te er Jesus auch in der Zeit der Bedräng­nis nahe sein, ver­leug­ne­te aber, als er befragt wur­de, Jesus als sei­nen Herrn. Unmit­tel­bar danach wur­de er sich der Trag­wei­te sei­nes Tuns unter Trä­nen bewusst und bereu­te sei­ne Sün­de tief.[13]

Jesus wur­de gekreu­zigt, blieb aber nicht im Tod. Petrus war der ers­te der Apos­tel, dem Jesus nach sei­ner Auf­er­ste­hung erschien.[14]

Petrus hat­te gelernt, sich nicht auf sei­ne eige­ne Kraft, son­dern nur auf Gott zu ver­las­sen. Durch die Aus­gie­ßung des Hei­li­gen Geis­tes zu Pfings­ten wur­de auch er in sei­nem Mut gestärkt und rief die Juden zur Umkehr zu Jesus auf.[15] So ent­stand die Kir­che,[16] in der Petrus gemein­sam mit Johan­nes[17] eine füh­ren­de Stel­lung ein­nahm. In Ver­fol­gung war Petrus bereit, ins Gefäng­nis zu gehen.[18]

Infol­ge einer durch Sau­lus (Pau­lus) initi­ier­ten Ver­fol­gung ver­kün­de­te Phil­ip­pus das Evan­ge­li­um erst­mals auch Nicht­ju­den, den Sama­ri­tern. Erst als Petrus und Johan­nes den bekehr­ten Sama­ri­tern die Hän­de auf­leg­ten, emp­fin­gen die­se den Hei­li­gen Geist.[19]

Durch Petrus nahm Kor­ne­li­us als ers­ter Hei­de das Evan­ge­li­um an.[20] Petrus war auch an der Ent­schei­dung, dass die Hei­den­chris­ten das Gesetz nicht zu hal­ten haben, wesent­lich betei­ligt.[21] Er war aber auch bereit, die Ermah­nung von Pau­lus wegen Inkon­se­quenz in die­sem Punkt anzu­neh­men.[22]

Aus spä­te­rer Zeit erfah­ren wir nur noch wenig über ihn. Die zen­tra­le Posi­ti­on, die Petrus in den Anfangs­jah­ren der Kir­che hat­te, gab es spä­ter offen­sicht­lich nicht mehr. Aus dem ers­ten Petrus­brief dür­fen wir ver­mu­ten, dass er in ver­schie­de­nen Pro­vin­zen Klein­asi­ens mis­sio­nier­te.[23]

Ver­mut­lich kam er nach dem Jahr 62 nach Rom, wo er wäh­rend der Ver­fol­gung durch Nero den Mär­ty­rer­tod starb.[24]

2.2 Jesu Ver­hei­ßun­gen an Simon Petrus

2.2.1 Mat­thä­us 16,13–23

Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Phil­ip­pi kam, frag­te er sei­ne Jün­ger: Für wen hal­ten die Leu­te den Men­schen­sohn? Sie sag­ten: Die einen für Johan­nes den Täu­fer, ande­re für Eli­ja, wie­der ande­re für Jere­mia oder sonst einen Pro­phe­ten. Da sag­te er zu ihnen: Ihr aber, für wen hal­tet ihr mich? Simon Petrus ant­wor­te­te: Du bist der Mes­si­as, der Sohn des leben­di­gen Got­tes! Jesus sag­te zu ihm: Selig bist du, Simon Bar­jo­na; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offen­bart, son­dern mein Vater im Him­mel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus (pétros) und auf die­sen Fel­sen (pétra) wer­de ich mei­ne Kir­che bau­en und die Mäch­te der Unter­welt wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen. Ich wer­de dir die Schlüs­sel des Him­mel­reichs geben; was du auf Erden bin­den wirst, das wird auch im Him­mel gebun­den sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Him­mel gelöst sein. Dann befahl er den Jün­gern, nie­mand zu sagen, dass er der Mes­si­as sei. Von da an begann Jesus, sei­nen Jün­gern zu erklä­ren, er müs­se nach Jeru­sa­lem gehen und von den Ältes­ten, den Hohe­pries­tern und den Schrift­ge­lehr­ten vie­les erlei­den; er wer­de getö­tet wer­den, aber am drit­ten Tag wer­de er auf­er­ste­hen. Da nahm ihn Petrus bei­sei­te und mach­te ihm Vor­wür­fe; er sag­te: Das soll Gott ver­hü­ten, Herr! Das darf nicht mit dir gesche­hen! Jesus aber wand­te sich um und sag­te zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall brin­gen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, son­dern was die Men­schen wollen.

Im Gegen­satz zu ande­ren Men­schen, die Jesus für „Johan­nes den Täu­fer, Eli­ja, Jere­mia oder sonst einen Pro­phe­ten“ hiel­ten, bekann­te Simon: „Du bist der Mes­si­as, der Sohn des leben­di­gen Got­tes!“ Das war kei­ne grund­sätz­lich neue Erkennt­nis. Bereits Andre­as hat­te sei­nem Bru­der Simon ganz am Anfang gesagt: „Wir haben den Mes­si­as gefun­den.“[25] Wäh­rend die­ses ers­te Bekennt­nis des Andre­as auf­grund des Zeug­nis­ses Johan­nes‘ des Täu­fers geschah, bekann­te Simon Jesus als Mes­si­as, nach­dem er bereits mehr als ein Jahr mit ihm zusam­men war und erken­nen muss­te, dass Jesus nicht dem poli­ti­schen Mes­si­as­bild ent­sprach, das er wie die meis­ten Juden hat­te. Aber alles, was er von Jesus hör­te, und alles, was er von sei­nem Leben sah, schenk­te ihm mit Got­tes Hil­fe die Gewiss­heit der Mes­sia­ni­tät Jesu. Jesus sag­te, dass Petrus das nicht von Fleisch und Blut wuss­te, son­dern vom Vater im Himmel.

Die anschlie­ßend berich­te­te Bege­ben­heit, als Simon es ablehn­te, dass Jesus lei­den und ster­ben müs­se, und des­we­gen von Jesus streng ermahnt wur­de,[26] zeigt, wie stark er auch damals noch der jüdi­schen Mes­si­as­er­war­tung ver­haf­tet war, die einen sieg­rei­chen Mes­si­as ersehn­te, aber nichts von des­sen Lei­den und Tod wis­sen wollte.

2.2.1.1 Der Fels

Ich aber sage dir: Du bist Petrus (pétros) und auf die­sen Fel­sen (pétra) wer­de ich mei­ne Kir­che bau­en und die Mäch­te der Unter­welt wer­den sie nicht überwältigen.

Jesus ant­wor­te­te auf das Bekennt­nis Simons mit einer Aus­sa­ge über ihn. Simon hat­te gesagt: „Du bist der Mes­si­as.“ Jesus ant­wor­te­te: „Du bist Petrus.“ Er erin­ner­te ihn an den Namen, den er ihm bereits bei der ers­ten Begeg­nung gege­ben hat­te. Das ara­mäi­sche Wort Kefa, das Jesus in sei­ner Mut­ter­spra­che ver­wen­det hat,[27] hat die­sel­be Bedeu­tung wie das grie­chi­sche Wort Petros: Stein.

Der katho­li­sche Neu­tes­ta­ment­ler Rudolf Pesch[28] schreibt dazu:

Dass Kefas‐Petros vom ara­mäi­schen Wort kefa, einer Sach­be­zeich­nung her­kommt, ist unbe­strit­ten. Die Sach­be­zeich­nung ist eben­so wenig wie das grie­chi­sche Wort pétros in vor­christ­li­cher Zeit als Per­so­nen­na­me, Eigen­na­me oder Bei­na­me nach­ge­wie­sen. kefa bedeu­tet vor­züg­lich „Stein, Kugel, Klum­pen, Knäu­el“; „Fels“ ist als Neben­be­deu­tung nur in den Tar­gu­mim bei Über­set­zung des hebräi­schen sela‘ belegt. „Dass ein Ara­mä­er vor Ostern nicht Fels/pétra, son­dern ‚Stein, Bal­len, Klum­pen, Klotz‘ asso­zi­ier­te, wenn er den Bei­na­men Kefa hör­te“,[29] lehrt ins­be­son­de­re die grie­chi­sche Wie­der­ga­be des Bei­na­mens durch pétros statt pétra. Wäh­rend pétra „den gewach­se­nen Fel­sen, fel­si­ge Gebirgs­zü­ge, Klip­pen, ein­zeln ste­hen­de Fels­häup­ter, auch Grot­ten“ bezeich­net, bedeu­tet pétros „von Homer über LXX und Jose­phus bis in neu­tes­ta­ment­li­che Zeit hin­ein Stein […]; vom klei­nen Stein, Feuer‐ und Schleu­der­stein, bis zum grö­ße­ren, los­ge­ris­se­nen Fels­bro­cken.“[30]

Simon ist ein Stein, ein wich­ti­ger Stein im Bau­werk der Kir­che. Aber er ist nicht der Fels, auf dem die Kir­che auf­baut. Das von Petrus abge­leg­te Bekennt­nis zu Jesus als dem Mes­si­as, den Sohn des leben­di­gen Got­tes, ist die blei­ben­de Grund­la­ge der Gemein­de der Jün­ger Jesu.

Pau­lus schreibt in 1. Korin­ther 3,11:

Denn einen ande­ren Grund kann nie­mand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.

In 1. Petrus 2,4 nennt Petrus Jesus den

[…] leben­di­gen Stein, der von den Men­schen ver­wor­fen, aber von Gott aus­er­wählt und geehrt wor­den ist.

Auf ihm sol­len sich die Chris­ten als leben­di­ge Stei­ne auf­bau­en lassen.

Im wei­te­ren Zusam­men­hang zitiert Petrus in Kom­bi­na­ti­on meh­re­re alt­tes­ta­ment­li­che Stel­len zum The­ma Stein/Felsen (Jesa­ja 28,16; Psalm 118,22 und Jesa­ja 8,14) und wen­det sie auf Jesus an. In Vers 8 nennt er Jesus den

[…] Stein, an den man anstößt, und zum Fel­sen, an dem man zu Fall kommt.

Hier ver­wen­det Petrus für den Fel­sen das grie­chi­sche Wort pétra, das wir auch in Mat­thä­us 16,18 für den Fel­sen fin­den, auf dem die Kir­che auf­ge­baut ist. Petrus nennt Jesus den Fels. Da die­ser Wort­ge­brauch sich auch aus dem zitier­ten alt­tes­ta­ment­li­chen Vers ergibt, ist die­ses Argu­ment gewiss nicht all­zu stark. Aber es ist doch inter­es­sant, dass Petrus in die­sem Zusam­men­hang mit kei­nem Wort erwähnt, dass er selbst der Fels sei, auf dem die Kir­che erbaut ist. Das spricht dafür, dass Petrus sich selbst nicht so gese­hen hat.

Das Alte Tes­ta­ment spricht an zahl­rei­chen Stel­len von Jah­we als dem Fels. Wir brin­gen hier nur eine Auswahl:

Ver­lasst euch stets auf den Herrn; denn der Herr ist ein ewi­ger Fels. (Jesa­ja 26,4)

Denn wer ist Gott als allein der Herr, wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott? (Psalm 18,32 – im sel­ben Psalm auch noch in den Ver­sen 3 und 46)

Ihr seid mei­ne Zeu­gen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt kei­nen Fels außer mir, ich ken­ne kei­nen. (Jesa­ja 44,8b)

Wei­te­re Stel­len: Deu­te­ro­no­mi­um 32,4.18.30; Psalm 19,14; 28,1; 42,9; 78,35; 144;1; Jesa­ja 17,10 …

Es gibt aller­dings eine Stel­le, in der nicht Gott, son­dern ein Mensch sym­bo­lisch als “Fels” bezeich­net wird:

Hört auf mich, die ihr der Gerech­tig­keit nach­jagt und die ihr den Herrn sucht. Blickt auf den Fel­sen, aus dem ihr gehau­en seid, auf den Schacht, aus dem ihr her­aus­ge­bohrt wur­det. Blickt auf Abra­ham, euren Vater, und auf Sara, die euch gebar. Er war allein, als ich ihn rief; doch ich habe ihn geseg­net und ihm vie­le Nach­kom­men geschenkt. (Jesa­ja 51,1–2)

Hier ist Abra­ham „der Fels, aus dem ihr gehau­en seid.“ Hier hat der Fels nicht die Funk­ti­on des Fun­da­ments, auf dem ein Haus gebaut wird, son­dern des „Mate­ri­als“, aus dem das Volk Isra­el ent­stand. Man kann daher die­se Stel­le nicht als Par­al­le­le zum Wort Jesu an Petrus sehen. Über­dies gab es im Volk Isra­el nie die Vor­stel­lung von einem „Abra­hams­amt“ ähn­lich dem „Petru­s­amt“ bei den Katholiken.

Zur Begrün­dung, dass mit dem „Fel­sen“ in Mat­thä­us 16,18 Petrus gemeint sei, könn­te man Ephe­ser 2,20 und Offen­ba­rung 21,14 anführen.

Ihr seid auf das Fun­da­ment der Apos­tel und Pro­phe­ten gebaut; der Schluss­stein ist Chris­tus Jesus selbst. Durch ihn wird der gan­ze Bau zusam­men­ge­hal­ten und wächst zu einem hei­li­gen Tem­pel im Herrn. Durch ihn wer­det auch ihr im Geist zu einer Woh­nung Got­tes erbaut. (Ephe­ser 2,20–22)

Die Mau­er der Stadt[31] hat zwölf Grund­stei­ne; auf ihnen ste­hen die zwölf Namen der zwölf Apos­tel des Lam­mes. (Offen­ba­rung 21,14)

In Ephe­ser 2,20 schreibt Pau­lus über die ein­ma­li­ge Stel­lung der Apos­tel in der Kir­che. Sie waren es, die gemein­sam mit den Pro­phe­ten die Leh­re der Gemein­de grund­ge­legt haben, die auf Jesus auf­baut und in ihm ihren Schluss­stein fin­det, der alles zusam­men­hält. Die­se Leh­re fin­den wir in den Schrif­ten des Neu­en Tes­ta­ments. Mehr dazu unter Punkt 5.2. Von einer blei­ben­den Insti­tu­ti­on eines Petrus‐ oder Apos­tel­am­tes ist hier kei­ne Rede.

Offen­ba­rung 21,14 geht in die­sel­be Rich­tung. Auch die­se Stel­le spricht über die blei­ben­de ein­ma­li­ge Bedeu­tung der Apos­tel, nicht dar­über, dass die Apos­tel Nach­fol­ger haben müs­sen, die spä­ter dann die Funk­ti­on des Fun­da­ments über­neh­men soll­ten. Weder im Ephe­ser­brief noch in der Offen­ba­rung ist Petrus beson­ders hervorgehoben.

Exkurs: Zur Deu­tung von Mat­thä­us 16,18 im Lau­fe der Geschichte

Im „Evangelisch‐katholischen Kom­men­tar zum Neu­en Tes­ta­ment“ unter­schei­det Ulrich Luz drei ver­schie­de­ne Deu­tun­gen die­ser Stel­le:[32]

A) Die „öst­li­che“ Deu­tung: Das Bekennt­nis bzw. der Glau­be des Petrus ist Fun­da­ment­fels der Kirche.

Die­se Deu­tung ist laut Luz

[…] schon bei Orig­e­nes vor­han­den und prägt dann die gan­ze grie­chi­sche Exege­se. Das Bekennt­nis des Petrus „ist nicht dem Petrus allein eigen, son­dern geschah für alle Men­schen: Indem er (Jesus) sein Bekennt­nis einen Fel­sen nann­te, mach­te er deut­lich, dass er dar­auf die Kir­che bau­en wer­de“ (Theo­dor von Mop­sues­tia, ähn­lich Euse­bi­us, Johan­nes Chry­sosto­mos und ande­re). Die Deu­tung stützt sich auf den Kon­text von V 18: Als Ant­wort auf das Glau­bens­be­kennt­nis des Petrus hat­te Jesus ihn selig­ge­prie­sen und ihm die Ver­hei­ßung von V 18 zuge­spro­chen. […] Durch Ambro­si­us, Hila­ri­us und den Ambro­si­as­ter wur­de sie auch im Wes­ten bekannt und dann in der west­li­chen Aus­le­gung durch das gan­ze Mit­tel­al­ter hin­durch neben der augus­ti­ni­schen Deu­tung vertreten. […]

B) Die augus­ti­ni­sche Deu­tung: Chris­tus ist der Fun­da­ment­fels der Kirche.

Auch die­se Deu­tung hat ihre Wur­zeln bei Orig­e­nes, der zum ers­ten Mal auf 1Kor 10,4 als Par­al­lel­stel­le hin­wies, bei Ter­tul­li­an und bei Euseb. Ihr eigent­li­cher Vater aber ist Augus­tin, der sie immer und immer wie­der ver­tre­ten hat: „Denn nicht von Petrus hat die Petra, son­dern Petrus von der Petra … den Namen“. Den Fels, der Chris­tus ist (1Kor 10,4), hat Petrus bekannt. „Auf die­sem Fun­da­ment ist auch Petrus selbst erbaut. Denn ein ande­res Fun­da­ment kann nie­mand legen als das, wel­ches gelegt ist, wel­ches ist Jesus Chris­tus“ (1Kor 3,11)[33] […] Die augus­ti­ni­sche Deu­tung ist im Mit­tel­al­ter im Wes­ten zur schlecht­hin herr­schen­den geworden. […]

C) Die römi­sche Deu­tung: Petrus und nach ihm der Papst ist der Fun­da­ment­fel­sen der Kirche.

Die wich­tigs­ten Grund­tex­te aus dem 5. Jh. sind die drit­te und vier­te Pre­digt Leos d. Gr. zum Jah­res­tag sei­ner Bischofs­wei­he. […] In Petrus ruht auch die Voll­macht des Paps­tes, denn alles, was der Papst anord­net, ist der gegen­wär­ti­gen Wirk­sam­keit des Petrus durch ihn zuzu­schrei­ben. Petrus ist also nicht in ers­ter Linie der „ers­te Papst“, son­dern als „Petrus vivus“ ist er in sei­nen Nach­fol­gern gegen­wär­tig. Für die Fol­ge­zeit ist bedeut­sam, dass die „päpst­li­che“ Aus­le­gung unse­res Tex­tes vor allem und fast nur in Dekre­ten zu fin­den ist. […] In die katho­li­sche Exege­se hat die päpst­li­che Deu­tung erst mit der Gegen­re­for­ma­ti­on Ein­zug gehalten. […]

Zusam­men­fas­sung

Die heu­te im katho­li­schen Bereich nor­ma­le Erklä­rung, dass der Fels, auf dem die Kir­che auf­baut, Petrus und die Päps­te sei­en, ent­spricht nicht der Aus­le­gungs­tra­di­ti­on der Anti­ke und des Mit­tel­al­ters. Die tra­di­tio­nel­le Aus­le­gung sah im Fel­sen ent­we­der 1) das von Petrus abge­leg­te Bekennt­nis zu Jesus als dem Mes­si­as und Sohn Got­tes oder 2) Jesus Chris­tus selbst. Die­se bei­den Aus­le­gun­gen wei­sen bei­de auf Jesus hin, nicht auf den Papst, und ent­spre­chen auch dem bibli­schen Kon­text. Die 3) „päpst­li­che“ Inter­pre­ta­ti­on wur­de bis zur Gegen­re­for­ma­ti­on fast nur zur Unter­maue­rung des Papst­tums ver­wen­det, nicht aber in exege­ti­schen Texten.

2.2.1.2 Die Schlüs­sel des Himmelreichs

Ist mit den Schlüs­seln des Him­mel­rei­ches der Juris­dik­ti­ons­pri­mat[34] gemeint? Geht es hier nur um Petrus oder auch um des­sen Nachfolger?

Wir kön­nen im Leben Petri Ereig­nis­se fin­den, in denen er tat­säch­lich eine Schlüs­sel­funk­ti­on hatte.

Wir fin­den also genü­gend Punk­te im Leben Petri, in denen die­se „Schlüs­sel­ge­walt“ sicht­bar wird. Petrus hat sozu­sa­gen das Him­mel­reich für die Sama­ri­ter und die Hei­den auf­ge­schlos­sen.[36] Es gibt kei­ne Not­wen­dig­keit, nach einer Bedeu­tung die­ses Wor­tes für even­tu­el­le Nach­fol­ger Petri zu suchen.

2.2.2 Lukas 22,31–34

Simon, Simon, der Satan hat ver­langt, dass er euch wie Wei­zen sie­ben darf. Ich aber habe für dich gebe­tet, dass dein Glau­be nicht erlischt. Und wenn du dich wie­der bekehrt hast, dann stär­ke dei­ne Brü­der. Dar­auf sag­te Petrus zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir sogar ins Gefäng­nis und in den Tod zu gehen. Jesus erwi­der­te: Ich sage dir, Petrus, ehe heu­te der Hahn kräht, wirst du drei­mal leug­nen, mich zu kennen.

Jesus macht hier Petrus Mut, auch nach der Ver­leug­nung und der dar­auf fol­gen­den Umkehr sei­ne Auf­ga­be an sei­nen Brü­dern zu sehen und sie zu stär­ken. In den ers­ten Kapi­teln der Apos­tel­ge­schich­te kön­nen wir lesen, wie Petrus das getan hat. Von einem even­tu­el­len Nach­fol­ger des Petrus ist hier kei­ne Rede. Im wei­te­ren Sinn hat natür­lich jeder Jün­ger Jesu die Auf­ga­be, sei­ne Brü­der zu stärken.

2.2.3 Johan­nes 21,15–19

Als sie geges­sen hat­ten, sag­te Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johan­nes, liebst du mich mehr als die­se? Er ant­wor­te­te ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lie­be. Jesus sag­te zu ihm: Wei­de mei­ne Läm­mer! Zum zwei­ten Mal frag­te er ihn: Simon, Sohn des Johan­nes, liebst du mich? Er ant­wor­te­te ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lie­be. Jesus sag­te zu ihm: Wei­de mei­ne Scha­fe! Zum drit­ten Mal frag­te er ihn: Simon, Sohn des Johan­nes, liebst du mich? Da wur­de Petrus trau­rig, weil Jesus ihn zum drit­ten Mal gefragt hat­te: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Ant­wort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sag­te zu ihm: Wei­de mei­ne Scha­fe! Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegür­tet und konn­test gehen, wohin du woll­test. Wenn du aber alt gewor­den bist, wirst du dei­ne Hän­de aus­stre­cken und ein ande­rer wird dich gür­ten und dich füh­ren, wohin du nicht willst. Das sag­te Jesus, um anzu­deu­ten, durch wel­chen Tod er Gott ver­herr­li­chen wür­de. Nach die­sen Wor­ten sag­te er zu ihm: Fol­ge mir nach!

Auch die­se Stel­le ist im Zusam­men­hang mit der drei­ma­li­gen Ver­leug­nung Jesu durch Petrus zu sehen. Weil Petrus Jesus drei­mal ver­leug­net hat, wird er von die­sem drei­mal gefragt, ob er ihn lie­be. Die drei­ma­li­ge Auf­for­de­rung „Wei­de mei­ne Scha­fe!“ zeigt, dass die Bezie­hung zu Jesus wie­der ganz in Ord­nung gebracht ist, und er wie­der für sei­ne Geschwis­ter im Glau­ben sor­gen soll. Die anschlie­ßen­den Wor­te, in denen Jesus den Mär­ty­rer­tod Petri ankün­digt, zei­gen, dass es hier um Petrus geht, nicht um jeman­den, der sein Nach­fol­ger ist. Die im Teil 1 die­ser Serie zitier­te Aus­le­gung aus der Bul­le „Unam Sanc­tam“ ist daher völ­lig unbegründet.

Jesus hat Petrus die Ver­ant­wor­tung für sei­ne Geschwis­ter anver­traut, nach­dem Petrus sei­ne Lie­be zu Jesus bekräf­tigt hat. Jesus zu lie­ben ist die unbe­ding­te Vor­aus­set­zung für jede Auto­ri­tät, die es in der Kir­che geben kann. Wenn jemand Jesus nicht liebt, dann kann Jesus die­sem Men­schen nicht die Sor­ge für sei­ne Jün­ger anver­trau­en. Die Lie­be wird aber nicht durch ein „Amt“ weitergegeben.

Petrus war nicht der ein­zi­ge Hir­te in der frü­hen Kir­che. Er selbst schreibt:

Die Ältes­ten unter euch ermah­ne ich, als Mit­äl­tes­ter und Zeu­ge der Lei­den Chris­ti, aber zugleich auch als Mit­ge­nos­se der einst sich offen­ba­ren­den Herr­lich­keit: Wei­det die euch anver­trau­te Her­de Got­tes und habt acht auf sie, nicht gezwun­gen, son­dern aus frei­en Stü­cken, wie Gott es will; auch nicht aus schmut­zi­ger Gewinn­sucht, son­dern mit Hin­ga­be, auch nicht als wäret ihr Her­ren des Erbes, son­dern als Vor­bil­der der Her­de. Wenn dann der höchs­te Hir­te erscheint, wer­det ihr den unver­welk­li­chen Kranz der Herr­lich­keit erlan­gen. (1. Petrus 5,1–4, Jeru­sa­le­mer Bibel 1968)

Petrus ist nur der Mit­äl­tes­te. Der obers­te Hir­te ist Jesus Christus.


Fußnoten

  1. Ver­mut­lich führ­te Petrus ursprüng­lich zwei ähn­lich klin­gen­de Namen, den hebräi­schen Namen Sime­on (Apos­tel­ge­schich­te 15,14 und 2. Petrus 1,1) und den grie­chi­schen Namen Simon.
  2. Johan­nes 1,44.
  3. Ver­glei­che Mat­thä­us 8,5.14–15.
  4. Das ara­mäi­sche Wort bedeu­tet „Gesalbter“(griechisch: Chris­tos). So nann­ten die Juden den von Gott ver­hei­ße­nen Erlö­ser, den sie meist als poli­ti­schen Befrei­er von der Herr­schaft der Römer verstanden.
  5. Grä­zi­siert: Kephas; grie­chisch: Petros; latei­nisch: Petrus; deutsch: Stein. Mehr zur Wort­be­deu­tung unter Punkt 4.1.1.
  6. Johan­nes 1,35–42.
  7. Lukas 5,1–11.
  8. Mar­kus 3,14.
  9. Mat­thä­us 10,2–4; Mar­kus 3,16–19; Lukas 6,14–16; Apos­tel­ge­schich­te 1,13.
  10. Mat­thä­us 17,1–9.
  11. 2. Petrus 1,16–18.
  12. Johan­nes 18,10–11; Lukas 22,50–51.
  13. Lukas 22,54–62.
  14. Lukas 24,34; 1. Korin­ther 15,4–5.
  15. Apos­tel­ge­schich­te 2,14–40.
  16. Apos­tel­ge­schich­te 2,41–47.
  17. Ver­glei­che Apos­tel­ge­schich­te 3,1–11; 4,13–19; 8,14–17.
  18. Apos­tel­ge­schich­te 4,18–19; 12,1–18.
  19. Apos­tel­ge­schich­te 8,5–24. Zum The­ma Geis­tes­tau­fe sie­he: Die Tau­fe mit dem Hei­li­gen Geist.
  20. Apos­tel­ge­schich­te 10,1–11,18.
  21. Apos­tel­ge­schich­te 15,1–29; Gala­ter 2,1–10.
  22. Ver­glei­che Gala­ter 2,11–14.
  23. 1. Petrus 1,1.
  24. 1 Kle­mens 5,3–4: Stel­len wir uns die guten Apos­tel vor Augen: einen Petrus, der wegen unge­rech­ter Eifer­sucht nicht ein oder zwei, son­dern vie­ler­lei Müh­se­lig­kei­ten erdul­det hat und, nach­dem er so sein Zeug­nis (für Chris­tus) abge­legt hat­te, ange­langt ist an dem ihn gebüh­ren­den Orte der Herr­lich­keit. – Im Zusam­men­hang geht es um die Opfer der nero­ni­schen Ver­fol­gung (Kapi­tel 6).
  25. Johan­nes 1,41.
  26. Wenn Jesus Petrus Satan nennt, so heißt das nicht, dass Petrus der Teu­fel war oder von die­sem beses­sen war. Wir haben das Wort Satan in sei­ner ursprüng­li­chen hebräi­schen Bedeu­tung als „Wider­sa­cher“ zu ver­ste­hen. Dadurch, dass Petrus gegen das Lei­den und Ster­ben Jesu sprach, wur­de er zu des­sen Widersacher.
  27. Ver­glei­che Johan­nes 1,42.
  28. Rudolf Pesch, Simon‐Petrus, 1980, Sei­te 29, grie­chi­sche, hebräi­sche und ara­mäi­sche Wör­ter transkribiert.
  29. Pesch zitier­te hier: P. Lam­pe, Das Spiel mit dem Petrus­na­men, MATT XVI. 18, in: NTS 25 (1978/79), 238.
  30. Wie­der ein Zitat von Lam­pe, S. 240.
  31. Des neu­en Jerusalems.
  32. Ulrich Luz, Das Evan­ge­li­um nach Mat­thä­us, 2. Teil­band Mt 8–17, 4. Auf­la­ge 2007, S. 476–479.
  33. Ver­glei­che dazu: Augus­ti­nus, Vor­trä­ge über das Johannes‐Evangelium (Trac­ta­tus in Ioan­nis Euan­ge­li­um) 124,5.
  34. Die­ser Aus­druck bezeich­net die höchs­te Rechts­ge­walt in der Kirche.
  35. Apos­tel­ge­schich­te 15,1–21.
  36. Wir haben unter 5.1.1 auf­ge­zeigt, dass auch in die­sen Situa­tio­nen die Stel­lung Petri kei­ne abso­lu­te war. Das bedeu­tet aber nicht, dass das Wort von den Schlüs­seln nicht in die­sen Situa­tio­nen ihre Erfül­lung gefun­den hätte.


Ver­mut­lich führ­te Petrus ursprüng­lich zwei ähn­lich klin­gen­de Namen, den hebräi­schen Namen Sime­on (Apos­tel­ge­schich­te 15,14 und 2. Petrus 1,1) und den grie­chi­schen Namen Simon.

Johan­nes 1,44.

Ver­glei­che Mat­thä­us 8,5.14–15.

Das ara­mäi­sche Wort bedeu­tet „Gesalbter“(griechisch: Chris­tos). So nann­ten die Juden den von Gott ver­hei­ße­nen Erlö­ser, den sie meist als poli­ti­schen Befrei­er von der Herr­schaft der Römer verstanden.

Grä­zi­siert: Kephas; grie­chisch: Petros; latei­nisch: Petrus; deutsch: Stein. Mehr zur Wort­be­deu­tung unter Punkt 4.1.1.

Johan­nes 1,35–42.

Lukas 5,1–11.

Mar­kus 3,14.

Mat­thä­us 10,2–4; Mar­kus 3,16–19; Lukas 6,14–16; Apos­tel­ge­schich­te 1,13.

Mat­thä­us 17,1–9.

2. Petrus 1,16–18.

Johan­nes 18,10–11; Lukas 22,50–51.

Lukas 22,54–62.

Lukas 24,34; 1. Korin­ther 15,4–5.

Apos­tel­ge­schich­te 2,14–40.

Apos­tel­ge­schich­te 2,41–47.

Ver­glei­che Apos­tel­ge­schich­te 3,1–11; 4,13–19; 8,14–17.

Apos­tel­ge­schich­te 4,18–19; 12,1–18.

Apos­tel­ge­schich­te 8,5–24. Zum The­ma Geis­tes­tau­fe sie­he: Die Tau­fe mit dem Hei­li­gen Geist.

Apos­tel­ge­schich­te 10,1–11,18.

Apos­tel­ge­schich­te 15,1–29; Gala­ter 2,1–10.

Ver­glei­che Gala­ter 2,11–14.

1. Petrus 1,1.

1 Kle­mens 5,3–4: Stel­len wir uns die guten Apos­tel vor Augen: einen Petrus, der wegen unge­rech­ter Eifer­sucht nicht ein oder zwei, son­dern vie­ler­lei Müh­se­lig­kei­ten erdul­det hat und, nach­dem er so sein Zeug­nis (für Chris­tus) abge­legt hat­te, ange­langt ist an dem ihn gebüh­ren­den Orte der Herr­lich­keit. – Im Zusam­men­hang geht es um die Opfer der nero­ni­schen Ver­fol­gung (Kapi­tel 6).

Johan­nes 1,41.

Wenn Jesus Petrus Satan nennt, so heißt das nicht, dass Petrus der Teu­fel war oder von die­sem beses­sen war. Wir haben das Wort Satan in sei­ner ursprüng­li­chen hebräi­schen Bedeu­tung als „Wider­sa­cher“ zu ver­ste­hen. Dadurch, dass Petrus gegen das Lei­den und Ster­ben Jesu sprach, wur­de er zu des­sen Widersacher.

Ver­glei­che Johan­nes 1,42.

Rudolf Pesch, Simon‐Petrus, 1980, Sei­te 29, grie­chi­sche, hebräi­sche und ara­mäi­sche Wör­ter transkribiert.

Pesch zitier­te hier: P. Lam­pe, Das Spiel mit dem Petrus­na­men, MATT XVI. 18, in: NTS 25 (1978/79), 238.

Wie­der ein Zitat von Lam­pe, S. 240.

Des neu­en Jerusalems.

Ulrich Luz, Das Evan­ge­li­um nach Mat­thä­us, 2. Teil­band Mt 8–17, 4. Auf­la­ge 2007, S. 476–479.

Ver­glei­che dazu: Augus­ti­nus, Vor­trä­ge über das Johannes‐Evangelium (Trac­ta­tus in Ioan­nis Euan­ge­li­um) 124,5.

Die­ser Aus­druck bezeich­net die höchs­te Rechts­ge­walt in der Kirche.

Apos­tel­ge­schich­te 15,1–21.

Wir haben unter 5.1.1 auf­ge­zeigt, dass auch in die­sen Situa­tio­nen die Stel­lung Petri kei­ne abso­lu­te war. Das bedeu­tet aber nicht, dass das Wort von den Schlüs­seln nicht in die­sen Situa­tio­nen ihre Erfül­lung gefun­den hätte.