Teil 2: Die „Neue‐Welt‐Übersetzung“ – wer ist Jesus?

Die Fra­ge nach der Per­son Jesu ist eine Kern­fra­ge des Chris­ten­tums. In die­sem Punkt unter­schei­den sich die Zeu­gen Jeho­vas deut­lich von den meis­ten sich christ­lich nen­nen­den Grup­pie­run­gen. Ist Jesus der wesens­glei­che Sohn Got­tes oder ist er der Erz­engel Micha­el,[1] der Mensch wur­de und nach sei­nem Tod und sei­ner Auf­er­ste­hung wie­der als Geist­we­sen (nicht als Mensch!) im Him­mel ist?[2]

Im Lich­te die­ser lehr­mä­ßi­gen Son­der­stel­lung sind auch eini­ge Text­bei­spie­le aus der NWÜ zu betrachten.

2.1 „Urhe­ber” oder „Haupt­ver­mitt­ler”?

Apos­tel­ge­schich­te 3,15:
NWÜ: woge­gen ihr den Haupt­ver­mitt­ler des Lebens getö­tet habt. Gott aber hat ihn von den Toten auf­er­weckt, von wel­cher Tat­sa­che wir Zeu­gen sind.

KIT:Ap3_15

ELB: den Fürs­ten[3] des Lebens aber habt ihr getö­tet, den Gott aus den Toten auf­er­weckt hat, wovon wir Zeu­gen sind.

Apos­tel­ge­schich­te 5,31:
NWÜ: Die­sen hat Gott als Haupt­ver­mitt­ler und Ret­ter zu sei­ner Rech­ten erhöht, um Isra­el [Gele­gen­heit zur] Reue und Ver­ge­bung der Sün­den zu geben.

KIT:Ap5_31

ELB: Die­sen hat Gott durch sei­ne Rech­te zum Füh­rer[4] und Ret­ter erhöht, um Isra­el Buße und Ver­ge­bung der Sün­den zu geben.

An die­sen bei­den Stel­len gibt die NWÜ das grie­chi­sche Wort arche­gós (eben­so wie in den bei­den hier nicht ange­führ­ten Stel­len Hebrä­er 2,10; 12,2[5]) mit „Haupt­ver­mitt­ler“ wie­der. Die Elber­fel­der Bibel ver­wen­det in den bei­den Stel­len der Apos­tel­ge­schich­te „Füh­rer“, ver­weist aber in der Fuß­no­te auf die mög­li­chen Über­set­zun­gen „Anfän­ger, Urhe­ber, Begrün­der“. In Hebrä­er 2,10 ver­wen­det die ELB „Urhe­ber“, in Hebrä­er 12,2 „Anfän­ger“. Wal­ter Bau­ers Wör­ter­buch zum Neu­en Tes­ta­ment bie­tet fol­gen­de Über­set­zun­gen des Wor­tes arche­gós an: 1. Füh­rer, Herr­scher, Fürst; 2. Anfän­ger, der als ers­ter eine Rei­he mit etwas beginnt; 3. Urhe­ber, Begrün­der.[6] Das von der NWÜ ver­wen­de­te Wort „Haupt­ver­mitt­ler“ fin­det sich nicht dar­un­ter. „Mitt­ler“ heißt auf Grie­chisch mesi­tes. Die­ses Wort fin­det sich an den ange­führ­ten Stel­len nicht. Das gewähl­te Wort „Haupt­ver­mitt­ler“ wur­de offen­sicht­lich nicht aus sprach­li­chen Grün­den, son­dern aus dog­ma­ti­schen Über­le­gun­gen her­aus ver­wen­det. Die KIT bleibt mit der Form „Chief Lea­der“ (= „Haupt­füh­rer, Ober­füh­rer“) im Rah­men der von Wal­ter Bau­er vor­ge­schla­ge­nen Wie­der­ga­ben. Aller­dings erge­ben die For­mu­lie­run­gen „Haupt­füh­rer des Lebens“ (Apos­tel­ge­schich­te 3,15) oder „Haupt­füh­rer und Voll­kom­me­ner unse­res Glau­bens“ (Hebrä­er 12,2) nicht viel Sinn, wes­we­gen man sich dann, um jeden mög­li­chen Hin­weis auf die gött­li­che Natur Jesu, der der Urhe­ber des Lebens[7] ist, zu ver­mei­den, zu einer Wie­der­ga­be ent­schlos­sen hat, die dem grie­chi­schen Text NICHT entspricht.

Es ist nun ein­mal ein gro­ßer Unter­schied zwi­schen dem Urhe­ber einer Sache und dem­je­ni­gen, der die­se Sache ver­mit­telt. Man könn­te etwa Ein­stein als den „Urhe­ber“ der Rela­ti­vi­täts­theo­rie bezeich­nen. Die Auf­ga­be, die­se Theo­rie den Schü­lern zu ver­mit­teln, fällt jedem Phy­sik­leh­rer zu.

Der Begriff „Haupt­ver­mitt­ler“ führt auch zu dem Gedan­ken, dass es neben dem „Haupt­ver­mitt­ler“ auch noch ande­re „Ver­mitt­ler“, wie vor allem den „Kanal Got­tes“, die Wacht­turm­ge­sell­schaft, geben muss.

Hebrä­er 5,9:
NWÜ: […] und nach­dem er voll­kom­men gemacht wor­den war, wur­de er für die ewi­ge Ret­tung all derer ver­ant­wort­lich, die ihm gehorchen […]

KIT:Heb5_9

ELB: […] und voll­endet ist er allen, die ihm gehor­chen, der Urhe­ber ewi­gen Heils gewor­den […]

Das grie­chi­sche Sub­stan­tiv aiti­os bedeu­tet nach Wal­ter Bau­er Urhe­ber“.[8] Das klingt auch noch in der KIT an, die aiti­os mit „(one) caus­ing“ („jemand, der ver­ur­sacht“) wie­der­gibt. Gewiss ist ein Urhe­ber für alles, was er ver­ur­sacht, ver­ant­wort­lich. Inso­fern trifft es zu, dass Jesus für unse­re Ret­tung ver­ant­wort­lich ist. Aber nicht jeder, der für etwas ver­ant­wort­lich ist, ist auch des­sen Ver­ur­sa­cher. Die NWÜ ver­sucht also auch hier, die Stel­lung Jesu abzuschwächen.

2.2 Gott­heit oder gött­li­che Wesensart?

Kolos­ser 2,9:
NWÜ: denn in ihm wohnt die gan­ze Fül­le der gött­li­chen Wesens­art körperlich.

KIT:Kol2_9

ELB: Denn in ihm wohnt die gan­ze Fül­le der Gott­heit leibhaftig.

Hier über­setzt die KIT „divi­ni­ty“ („Gött­lich­keit, Gott­heit“) und auch die NWÜ weist in einer Fuß­no­te dar­auf hin, dass hier wört­lich „Gött­lich­keit“ steht. War­um kann man die­ses Wort dann nicht gleich in den Text neh­men? War­um muss man die­sen kla­ren Hin­weis auf die gött­li­che Natur durch eine ver­schwom­me­ne Aus­sa­ge wie „gött­li­che Wesens­art“ verdunkeln?

2.3 War das Wort Gott oder ein Gott?

Johan­nes 1,1:
NWÜ: Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott.[9]

KIT:Joh1_1

ELB: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Die­ser Vers ist gewiss eine der wich­tigs­ten Stel­len im Zusam­men­hang mit der Leh­re über die Gott­heit Jesu Chris­ti und damit auch der Drei­ei­nig­keit. Des­we­gen beschäf­tigt sich auch die Stu­di­en­bi­bel der Zeu­gen Jeho­vas in einem Anhang aus­führ­lich mit die­ser Stel­le. Die Erklä­rung ver­sucht durch Auf­lis­tung ver­schie­de­ner Über­set­zun­gen, in denen das zwei­te the­os nicht als „Gott“, son­dern als „gött­li­chen Wesens, gött­li­cher Art“ oder „ein Gott“ wie­der­ge­ge­ben wird, die eige­ne Über­set­zung zu recht­fer­ti­gen. Dar­auf folgt eine Abhand­lung zum The­ma „sin­gu­la­ri­sches Prä­di­kats­no­men“, in der anhand ver­schie­de­ner Bei­spie­le auf­zu­zei­gen ver­sucht wird, dass der unbe­stimm­te Arti­kel „ein“ doch gerecht­fer­tigt ist. In den ange­führ­ten Bei­spie­len geht es dar­um, dass jemand „ein Pro­phet“ (Mar­kus 11,32; Johan­nes 4,19; 9,17), „ein Ver­leum­der“ (Johan­nes 6,70), „ein Lüg­ner“ (Johan­nes 8,44) usw. ist. Es ist hier­bei aber dar­auf hin­zu­wei­sen, dass zwi­schen dem Wort „Gott“ und allen ande­ren Wör­tern ein gro­ßer Unter­schied besteht: Für Mono­the­is­ten ist klar, dass es nur einen ein­zi­gen Gott gibt. Als Jude und Jün­ger Jesu war auch der Evan­ge­list Johan­nes ein Mono­the­ist. Wenn er nun gemeint hät­te, dass der Logos ein Gott neben ande­ren sei, dann hät­te er hier gegen sei­ne mono­the­is­ti­sche Grund­über­zeu­gung geschrie­ben. Wenn Jeho­vas Zeu­gen dar­auf hin­wei­sen, dass es Über­set­zun­gen gibt, die dem Wort „gött­li­ches Wesen“ zuschrei­ben, so ist dazu zu sagen, dass zwi­schen den Über­set­zun­gen, dass das Wort ein gött­li­ches Wesen hat­te und dass es Gott war, für einen Mono­the­is­ten kein inhalt­li­cher Unter­schied besteht. Wenn es nur einen ein­zi­gen Gott gibt, dann ist ein jemand, der gött­li­chen Wesens ist, Gott. Also bestä­tigt auch die Wie­der­ga­be mit „gött­li­chem Wesen“ die Leh­re der Gott­heit Jesu.

In dem erwähn­ten Anhang wird auch ein Arti­kel von Phil­ip B. Harner fol­gen­der­ma­ßen zitiert:

[…] daß der­ar­ti­ge Neben­sät­ze, wie der in Joh 1:1, „mit einem arti­kel­lo­sen Prä­di­kat vor dem Verb in ers­ter Linie eine Eigen­schafts­be­zeich­nung dar­stel­len. Sie zei­gen, daß der logos die Natur des the­os hat. Es gibt kei­ne Grund­la­ge dafür, das Prä­di­kat the­os als bestimmt aufzufassen.“

Genau das ist der Glau­be, der von den Zeu­gen Jeho­vas ver­wor­fen wird. Der Logos hat die Natur des The­os. Wenn das Wort die Natur Got­tes hat, ist es Gott. Es hat die­sel­be gött­li­che Natur wie der Vater, ohne mit dem Vater iden­tisch zu sein. Wür­de hier mit Arti­kel ste­hen: „Das Wort war der Gott“, dann wür­de gesagt, dass das Wort der Vater wäre, da gera­de zuvor aus­ge­drückt wird, dass das Wort bei „dem Gott“, d. h. beim Vater war. Die Iden­ti­tät des Wor­tes mit dem Vater will aber gera­de nicht aus­ge­drückt wer­den, son­dern deren Wesensgleichheit.

Es gibt zahl­rei­che Stel­len im Neu­en Tes­ta­ment, in denen das grie­chi­sche Wort theós („Gott“) ohne Arti­kel steht und den wah­ren Gott meint, etwa in Mat­thä­us 6,24; 19,26; und vor allem im Johan­nes­pro­log selbst: Johan­nes 1,12.13.18.
Johan­nes 1,12 lau­tet auch in der NWÜ: So vie­le ihn aber auf­nah­men, denen gab er Befug­nis, Kin­der Got­tes zu wer­den. Es steht hier nicht: Kin­der eines Got­tes zu wer­den.

Im Zusam­men­hang mit Johan­nes 1 soll­te auch als Posi­ti­vum erwähnt wer­den, dass die NWÜ Vers 18 kor­rekt über­setzt:[10]

Kein Mensch hat GOTT jemals gese­hen; der ein­zig­ge­zeug­te Gott, der am Busen[platz] beim Vater ist, der hat über ihn Auf­schluß gegeben.

Die NWÜ nennt Jesus „ein­zig­ge­zeug­ter Gott“. Hier ist nicht die Über­set­zung das Pro­blem, son­dern die Inter­pre­ta­ti­on. Da es nur einen ein­zi­gen Gott gibt, ist aus­zu­schlie­ßen, dass Johan­nes leh­ren woll­te, dass JHWH einen ande­ren Gott her­vor­ge­bracht habe. „Zeu­gen“ ist etwas ande­res als „schaf­fen“. Der Bild­hau­er, der eine Sta­tue „schafft“, bringt ein Kunst­werk her­vor, das ande­ren Wesens als er selbst ist, selbst wenn sie dem Künst­ler sehr ähn­lich sehen soll­te. Wenn der­sel­be Künst­ler einen Sohn zeugt, dann hat der Sohn das­sel­be Wesen wie der Vater. Er ist ein Mensch. Der „ein­zig­ge­zeug­te Gott“ hat nun auch das­sel­be Wesen wie sein Vater: Er ist Gott. Da es aber nur einen ein­zi­gen Gott gibt, ent­ste­hen durch die Zeu­gung nicht zwei Göt­ter. Die „Zeu­gung“ Got­tes ist ein Vor­gang, der inner­halb des Wesens des einen wah­ren Got­tes geschieht. Da Gott ewig und nicht der Zeit unter­wor­fen ist, ist die gött­li­che Zeu­gung als etwas, was in Gott geschieht, auch ewig. Des­we­gen ruht der „ein­zig­ge­zeug­te Gott“ am „Busen­platz beim Vater“. Er ist für alle Ewig­keit untrenn­bar mit ihm verbunden.

Es gibt auch den Vor­schlag, das grie­chi­sche Wort mono­ge­nes nicht mit „ein­zig­ge­zeugt“, son­dern nur mit „ein­zig“ wie­der­zu­ge­ben. In die­sem Fall wür­de der Text so lauten:

[…] der ein­zi­ge Gott, der am Busen[platz] beim Vater ist […][11]

In die­sem Fall wäre die Wesens­gleich­heit zwi­schen dem Vater und dem Sohn noch stär­ker betont. Aber auch bei der von der NWÜ gewähl­ten Wie­der­ga­be mit „ein­zig­ge­zeugt“ ist die Wesen­gleich­heit des Soh­nes mit dem Vater ersichtlich.

2.4 Jesus vor Abraham

Johan­nes 8,58:
NWÜ: Jesus sprach zu ihnen: „Wahr­lich, wahr­lich, ich sage euch: Ehe Abra­ham ins Dasein kam, bin ich gewesen.“

KIT:Joh5_58

ELB: Jesus sprach zu ihnen: Wahr­lich, wahr­lich, ich sage euch: Ehe Abra­ham war, bin ich.

Im Hin­ter­grund die­ser Ände­rung von „Ich bin“ zu „Ich bin gewe­sen“ ist die Leh­re der Wacht­turm­ge­sell­schaft über die Per­son Jesu zu sehen. Die Zeu­gen Jeho­vas glau­ben, dass Jesus der Erz­engel Micha­el sei und als sol­cher schon vor Abra­ham exis­tiert hat. Sie bestrei­ten aber, dass Jesus der ewi­ge Sohn Got­tes ist. Die Wor­te „Ich bin“ in die­sem Satz drü­cken die Über­zeit­lich­keit, ja Ewig­keit sei­nes Wesens aus. Des­we­gen über­setzt die NWÜ hier nicht wort­ge­treu, son­dern „[…] bin ich gewesen.“

Die KIT gibt kor­rekt wie­der: „I am“ („Ich bin.“). Zur Recht­fer­ti­gung der Text­än­de­rung gibt es in der Stu­di­en­aus­ga­be einen umfang­rei­chen Appen­dix. Dort wird zuerst auf Über­set­zun­gen ins Syri­sche, Geor­gi­sche und Äthio­pi­sche und anschlie­ßend auf eini­ge nicht text­treue Aus­ga­ben des Neu­en Tes­ta­ments „in der Spra­che der Gegen­wart“ ver­wie­sen, die ähn­lich wie die NWÜ über­setzt haben. Unter Beru­fung auf die Gram­ma­ti­ken von Winer (1867) und Moul­ton und Tur­ner (1963) wird erklärt, dass hier eine Hand­lung vor­lie­ge, die vor Abra­ham begann, aber noch andaue­re. Als Bei­spie­le die­ser Syn­tax wer­den Lukas 2,48; 13,7; 15,29; Johan­nes 5,6; 14,9; 15,27; Apos­tel­ge­schich­te 15,21; 2. Korin­ther 12,19 und 1. Johan­nes 3,8 angeführt.

Hier­zu ist festzuhalten:

Die Fra­ge, ob es sich in Johan­nes 8,58 um eine in der Ver­gan­gen­heit begon­ne­ne Hand­lung han­delt, die in der Gegen­wart noch andau­ert (kurz PPA für „Pre­sent of past action still in pro­gress“), ist zumin­dest umstrit­ten. Vie­le Fach­leu­te den­ken nicht so.[12] Im Nor­mal­fall eines PPA wür­de der Adver­bi­al­satz[13] die Zeit­dau­er der Akti­on des Verbs aus­drü­cken („Seit Johan­nes getauft hat, bin ich bei euch.“) In die­sem Fall weist die Zeit­be­stim­mung auf einen Zeit­punkt hin, an dem die durch das Verb aus­ge­drück­te „Hand­lung“ begon­nen hat. In Johan­nes 8,58 aber weist der Adver­bi­al­satz auf eine Zeit hin, vor der die „Hand­lung“ liegt.[14] Johan­nes 8,58 erin­nert eher an die For­mu­lie­rung von Psalm 90,2:

Ehe selbst die Ber­ge gebo­ren wur­den Oder du dar­an­gingst, wie mit Geburts­we­hen die Erde und das ertrag­fä­hi­ge Land her­vor­zu­brin­gen, Ja von unab­seh­ba­rer Zeit bis auf unab­seh­ba­re Zeit bist du Gott. (NWÜ)

Der Sep­tuag­in­ta­text lau­tet (wie im Deut­schen, auch in der NWÜ) „du bist“. Der Prä­sens des Wor­tes „sein“ drückt hier die Ewig­keit aus. Die Par­al­le­le zwi­schen „Ehe Abra­ham ins Dasein kam […]“ und „Ehe selbst die Ber­ge gebo­ren wur­den […]“ ist auffällig.

Es ist auch zu beach­ten, dass wir im sel­ben Kapi­tel (Johan­nes 8) in den Ver­sen 24 und 28 die For­mu­lie­rung ego eimi („ich bin“) im Mun­de Jesu finden:

Daher sag­te ich euch, dass ihr in euren Sün­den ster­ben wer­det; denn wenn ihr nicht glau­ben wer­det, dass ich (es) bin, so wer­det ihr in euren Sün­den ster­ben. (Johan­nes 8,24)

Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Men­schen erhöht haben wer­det, dann wer­det ihr erken­nen, dass ich (es) bin und dass ich nichts von mir selbst tue, son­dern wie der Vater mich gelehrt hat, das rede ich. (Johan­nes 8,28)

Das Wört­chen „es“ fin­det sich nicht im grie­chi­schen Text. Wört­lich steht hier: „[…] dass ich bin […]“ An dem Glau­ben, dass Jesus „ist“, hängt sehr viel. Wer das nicht glaubt, wird in sei­nen Sün­den ster­ben. Es geht hier also nicht allein um die Erkennt­nis, dass Jesus exis­tiert. Das wäre rein his­to­ri­sches Wis­sen. Die­se bei­den Ver­se kön­nen uns hel­fen zu ver­ste­hen, dass Jesus mehr sagen woll­te, als dass er existierte.

Wir dür­fen auch davon aus­ge­hen, dass die grie­chi­schen „Kir­chen­vä­ter“ ein gram­ma­ti­ka­lisch kor­rek­tes Ver­ständ­nis ihrer Mut­ter­spra­che hat­ten. Johan­nes Chry­sosto­mos betont in sei­ner 55. Homi­lie über das Johan­nes­evan­ge­li­um,[15] dass Jesus „Ich bin“ sag­te und nicht „Ich war“. Er hat in Johan­nes 8,58 kein PPA gese­hen, son­dern eine Aus­sa­ge, die Jesus in Par­al­le­le zum Vater stellt.

Auch die frü­hen Über­set­zun­gen des Neu­en Tes­ta­ment haben die Aus­sa­ge Jesu im Prä­sens wie­der­ge­ge­ben. Die alten syri­schen Tex­te bie­ten die Ver­si­on ana itj, was dem grie­chi­schen Prä­sens ent­spricht. Nur eine Hand­schrift aus dem 12. Jahr­hun­dert hat eine Ver­si­on, die dem grie­chi­schen Imper­fekt ent­spricht. Auch die latei­ni­schen Über­set­zun­gen (sowohl Vetus Lati­na als auch Vul­ga­ta) und die kop­ti­sche Über­set­zung über­set­zen mit „Ich bin.“ Selbst die vom aria­ni­schen[16] Bischof Wul­fi­la erstell­te goti­sche Bibel gibt den grie­chi­schen Text mit „ich bin“ (im ik)[17] wie­der. Wenn das Grie­chi­sche die Wie­der­ga­be mit „ich war“ erlaubt hät­te, hät­te Wul­fi­la wohl die sei­ner aria­ni­schen Leh­re ent­spre­chen­de For­mu­lie­rung gewählt. Bei der Über­set­zung ins Geor­gi­sche ist die Situa­ti­on auch nicht so ein­fach, wie es die Zeu­gen Jeho­vas aus­drü­cken. Zwei von drei Codi­zes über­set­zen mit „ich bin“ (Codex Opi­zae und Codex Tbet‘), einer (Codex Adysh) mit „ich bin gewesen“.

Lei­der ist es für uns nicht mög­lich, den genau­en ara­mäi­schen oder hebräi­schen Wort­laut die­ser Wor­te Jesu zu wis­sen, da Johan­nes sie auf Grie­chisch über­lie­fert hat.[18] Wir kön­nen aber aus der Reak­ti­on der jüdi­schen Geg­ner Jesu sehen, wie die­se Jesu Wor­te ver­stan­den haben. Sie sahen in die­sen Wor­ten offen­sicht­lich eine Got­tes­läs­te­rung und drück­ten ihre Empö­rung dar­über durch das Andro­hen der Stei­ni­gung aus (Johan­nes 8,59).

Johan­nes hat durch den Hei­li­gen Geist erkannt, dass Jesus hier nicht nur sagen woll­te, dass er bereits vor Abra­ham gewe­sen ist, son­dern dass er IST. Er steht in sei­nem gött­li­chen Wesen über der Zeit. Die­se kla­re Aus­sa­ge Jesu ist in der NWÜ nicht mehr zu finden.

2.5 Hat der Sohn alles oder „alle ande­ren Din­ge” erschaffen?

Kolos­ser 1,15–17:
NWÜ: Er ist das Bild des unsicht­ba­ren Got­tes, der Erst­ge­bo­re­ne aller Schöp­fung; denn durch ihn sind alle [ande­ren] Din­ge in den Him­meln und auf der Erde, die sicht­ba­ren und die unsicht­ba­ren, erschaf­fen wor­den, es sei­en Thro­ne oder Herr­schaf­ten oder Regie­run­gen oder Gewal­ten. Alle [ande­ren] Din­ge sind durch ihn und für ihn erschaf­fen wor­den. Auch ist er vor allen [ande­ren] Din­gen, und durch ihn sind alle [ande­ren] Din­ge gemacht wor­den, um zu bestehen

KIT:Kol1_16

ELB: Er ist das Bild des unsicht­ba­ren Got­tes, der Erst­ge­bo­re­ne aller Schöp­fung. Denn in ihm ist alles in den Him­meln und auf der Erde geschaf­fen wor­den, das Sicht­ba­re und das Unsicht­ba­re, es sei­en Thro­ne oder Herr­schaf­ten oder Gewal­ten oder Mäch­te: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaf­fen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.

Die NWÜ hat hier vier­mal in ecki­gen Klam­mern[19] das Wort „ande­re“ ein­ge­fügt. Dadurch soll der Ein­druck erweckt wer­den, dass Jesus auch einer der Geschaf­fe­nen ist. Zuerst habe Jeho­va Jesus (der mit dem Erz­engel Micha­el gleich­ge­setzt wird) erschaf­fen, anschlie­ßend durch ihn alle ande­ren Din­ge. Erfreu­li­cher­wei­se ist die NWÜ doch nicht so kon­se­quent, um in ande­ren Stel­len, die vom Schaf­fen des Soh­nes spre­chen, die­se Ergän­zung ein­zu­fü­gen. So blei­ben fol­gen­de Stel­len noch ein­deu­tig. Wir zitie­ren hier nur die NWÜ:

Johan­nes 1,3: Alle Din­ge kamen durch ihn ins Dasein, und ohne ihn kam auch nicht e i n Ding ins Dasein.

1. Korin­ther 8,6: so gibt es für uns tat­säch­lich e i n e n GOTT, den Vater, aus dem alle Din­ge sind und wir für ihn; und es gibt e i n e n Herrn, Jesus Chris­tus, durch den alle Din­ge sind und wir durch ihn.

Wich­tig ist in die­sem Zusam­men­hang auch die Aus­sa­ge von Jesa­ja 44,24, dass die Schöp­fung allein Got­tes Werk ist, ohne die Assis­tenz von irgend­je­mand anderem:

Dies ist, was Jeho­va gesagt hat, dein Rück­käu­fer und dein Bild­ner vom Mut­ter­leib an: „Ich, Jeho­va, tue alles, indem ich allein die Him­mel aus­span­ne, die Erde aus­brei­te. Wer war bei mir? (NWÜ)

Gott allein ist der Schöp­fer. Wenn Johan­nes und Pau­lus bezeu­gen, dass die Welt durch den Sohn Got­tes geschaf­fen wur­de, dann kann man das im Lich­te von Jesa­ja 44,24 nur so ver­ste­hen, dass der Sohn Got­tes Gott ist. Außer Gott war nie­mand ande­rer bei ihm!

Zur Recht­fer­ti­gung des in Kolos­ser 1,16 ein­ge­füg­ten Wor­tes „ande­re“ ver­weist die NWÜ in einer Anmer­kung auf eine par­al­le­le For­mu­lie­rung in Lukas 11,41–42:

NWÜ: Gebt jedoch als Gaben der Barm­her­zig­keit die Din­ge, die dar­in sind, und sie­he, alle [ande­ren] Din­ge an euch sind rein. Wehe aber euch, ihr Pha­ri­sä­er, denn ihr gebt den Zehn­ten von der Min­ze und der Rau­te und von jedem [ande­ren] Gar­ten­ge­wächs, über­geht aber das Recht und die Lie­be Got­tes! Die­se Din­ge wart ihr zu tun ver­pflich­tet, doch jene ande­ren Din­ge soll­tet ihr nicht unterlassen.

KIT:Luk11_41

ELB: Gebt jedoch als Almo­sen, was dar­in ist, und sie­he, alles ist euch rein. Aber wehe euch Pha­ri­sä­ern! Denn ihr ver­zehn­tet die Min­ze und die Rau­te und alles Kraut und über­geht das Gericht und die Lie­be Got­tes; die­se Din­ge hät­tet ihr tun und jene nicht las­sen sollen.

An die­ser Stel­le ist es nicht not­wen­dig, das Wort „alles“ durch den Zusatz „ande­re“ zu ergän­zen. Denn auch die „Din­ge, die dar­in sind“ wer­den durch das Almo­sen­ge­ben gerei­nigt. Um die Sache zu ver­kom­pli­zie­ren, ver­än­dert die NWÜ „Alles ist euch rein“ in „Alle ande­ren Din­ge an euch sind rein“. Ein Blick auf die KIT offen­bart die­se Mani­pu­la­ti­on. Im Inter­li­ne­ar­text wird „to you“ („für euch“) über­setzt. Im Text am Rand steht: „about you“ („über euch“ – in der deut­schen Ver­si­on mit „an euch“ wie­der­ge­ge­ben). Es ist auch kein Pro­blem, die Min­ze und die Rau­te in „alles Kraut“ ein­zu­schlie­ßen. Der Unter­schied zwi­schen Lukas 11 und Kolos­ser 1 besteht dar­in, dass im Koloss­erbrief zuerst jemand da ist, durch den etwas an allem geschieht, näm­lich die Schöp­fung, wäh­rend in Lukas 11 die vor­her und nach­her genann­ten Din­ge auf der­sel­ben Ebe­ne liegen.

In die­sem Zusam­men­hang wol­len wir auch auf den Aus­druck „Erst­ge­bo­re­ner aller Schöp­fung“ in Kolos­ser 1,15 ein­ge­hen. Zeu­gen Jeho­vas ver­ste­hen die­sen Aus­druck so, dass Jesus das ers­te Geschöpf Got­tes sei, durch das Jeho­va dann alles ande­re geschaf­fen habe. Das Pro­blem an die­ser Inter­pre­ta­ti­on ist, dass Jesus sonst nie als Geschöpf Got­tes bezeich­net wird. Er ist das Wort Got­tes, der Sohn Got­tes. Wir haben schon unter Punkt 5.3 auf den wesent­li­chen Unter­schied zwi­schen „zeu­gen“ und „schaf­fen“ hin­ge­wie­sen. Die­ser Unter­schied ist auch beim Ver­ständ­nis von Kolos­ser 1,15 zu berück­sich­ti­gen. Als Erstgebo­re­ner ist er kein Teil der Schöp­fung. Der grie­chi­sche Geni­tiv erlaubt auch die Über­set­zung „der Erst­ge­bo­re­ne vor aller Schöp­fung“, wie wir sie in der Luther­bi­bel fin­den, oder „der Erst­ge­bo­re­ne, der über aller Schöp­fung ist“ (Schlach­ter 2000).[20] Die­ses Ver­ständ­nis, dass der Sohn vor oder über aller Schöp­fung steht, wird durch die Ver­se 16 und 17, denen zufol­ge alles in ihm geschaf­fen wur­de, bestätigt.

2.6 Ist Gott der Thron des Sohnes?

Hebrä­er 1,8:
NWÜ: Aber mit Bezug auf den Sohn: „Gott ist dein Thron für immer und ewig, und [das] Zep­ter dei­nes König­rei­ches ist das Zep­ter der Geradheit […]

KIT:Heb1_8

ELB: von dem Sohn aber: „Dein Thron, Gott, ist von Ewig­keit zu Ewig­keit, und das Zep­ter der Auf­rich­tig­keit ist Zep­ter dei­nes Reiches […]

Wäre Gott der Thron des Soh­nes, dann wür­de das bedeu­ten, dass der Sohn grö­ßer ist als Gott, da ja der auf dem Thron Sit­zen­de bedeu­ten­der ist als der Thron. Im Grie­chi­schen steht hier der Nomi­na­tiv, der aber im Bibel­grie­chisch auch für den Voka­tiv[21] ste­hen kann, wie es etwa auch in Hebrä­er 10,7 der Fall ist, wo auch die NWÜ als Anre­de übersetzt.
Es scheint hier den Über­set­zern so wich­tig gewe­sen zu sein, dass Jesus nicht als Gott ange­spro­chen wird, dass sie zu einer For­mu­lie­rung Zuflucht genom­men haben, die logisch durch­dacht sogar bedeu­ten wür­de, dass der Sohn grö­ßer ist als Gott, was natür­lich nicht sein kann.


Fußnoten

  1. In Zion’s Watch Tower vom Novem­ber 1879, S. 48 schrieb C. T. Rus­sell aber noch ein­deu­tig: Micha­el ist nicht der Sohn Gottes.
  2. Ver­glei­che dazu: Ein­sich­ten über die Hei­li­ge Schrift, Band 2, Sei­te 351–352; Was lehrt die Bibel wirk­lich, 2005, S. 218–219; Wer ist Jesus Christus?
  3. Elber­fel­der Fuß­no­te dazu: o. Anfän­ger, Urhe­ber, Begründer.
  4. In ELB sel­be Fuß­no­te wie bei 3,15.
  5. Hier fin­det sich aller­dings die Fuß­no­te: Wtl.: „Ober­an­füh­rer (Haupt­an­füh­rer)“. Gr.: archē­gón.
  6. Bau­er, Sp. 225.
  7. So die Ein­heits­über­set­zung in Apos­tel­ge­schich­te 3,15.
  8. Bau­er, Sp. 50.
  9. Die eng­li­sche Aus­ga­be von 2013 merkt in der Fuß­no­te an: Or „was divi­ne“ (war göttlich.)
  10. Zumin­dest im Deut­schen, wo Sub­stan­ti­ve groß geschrie­ben wer­den müs­sen. Im Eng­li­schen wird „god“ in „the only‐begotten god“ mit klei­nem Anfangs­buch­sta­ben geschrie­ben. Da das im Deut­schen nicht mög­lich ist, wird das Wort Gott, wo es sich auf den Vater bezieht, des­halb nur mit Groß­buch­sta­ben geschrie­ben, um den Gedan­ken, dass Vater und Sohn das­sel­be Wesen haben könn­ten, abzuwehren.
  11. Ver­glei­che die Ein­heits­über­set­zung: Der Ein­zi­ge, der Gott ist und am Her­zen des Vaters ruht, er hat Kun­de gebracht.
  12. Eine umfang­rei­che eng­lisch­spra­chi­ge Dis­kus­si­on zur Über­set­zung von Johan­nes 8,58 ist unter http://​www​.foran​ans​wer​.org/​M​a​r​s​_​J​w​/​J​B​-​R​B​.​J​n​8​_​5​8​.​I​n​d​ex.htm abrufbar.
  13. Ein Adver­bi­al­satz ist ein Glied­satz, der den Umstand (wie hier die Zeit) angibt, unter dem das Gesche­hen im Haupt­satz verläuft.
  14. Im Nor­mal­fall eines PPA müss­te die For­mu­lie­rung etwa so lau­ten: Seit Abra­ham wurde […]
  15. Der eng­li­sche Text ist unter http://​www​.new​ad​vent​.org/​f​a​t​h​e​r​s​/​2​4​0​1​55.htm zu fin­den. „Aber war­um sag­te er nicht ‚Bevor Abra­ham war, war ich.‘ statt ‚bin ich‘? So wie der Vater die­sen Aus­druck ‘Ich bin’ ver­wen­det, so auch Chris­tus, denn es bezeich­net bestän­di­ges Sein, unab­hän­gig von aller Zeit.“
  16. Die Aria­ner lehn­ten die Leh­re von der gött­li­chen Natur Jesu Chris­ti ab.
  17. http://​www​.wul​fi​la​.be/​g​o​t​h​i​c​/​b​r​o​w​s​e​/​t​o​k​e​n​/​?​I​D​=T7182
  18. Mög­lich wäre, dass Jesus eine For­mu­lie­rung ver­wen­det hat, die die jüdi­schen Geg­ner an die Wor­te Got­tes an Mose in 2. Mose 3,14
  19. In der eng­li­schen Aus­ga­be von 2013 wur­den hier die ecki­gen Klam­mern entfernt.
  20. Schlach­ter 2000 merkt an: w. der Erst­ge­bo­re­ne aller Schöp­fung; d. h., Chris­tus hat den Vor­rang gegen­über der gan­zen Schöpfung.
  21. Anre­de­fall.


In Zion’s Watch Tower vom Novem­ber 1879, S. 48 schrieb C. T. Rus­sell aber noch ein­deu­tig: Micha­el ist nicht der Sohn Gottes.

Ver­glei­che dazu: Ein­sich­ten über die Hei­li­ge Schrift, Band 2, Sei­te 351–352; Was lehrt die Bibel wirk­lich, 2005, S. 218–219; Wer ist Jesus Christus?

Elber­fel­der Fuß­no­te dazu: o. Anfän­ger, Urhe­ber, Begründer.

In ELB sel­be Fuß­no­te wie bei 3,15.

Hier fin­det sich aller­dings die Fuß­no­te: Wtl.: „Ober­an­füh­rer (Haupt­an­füh­rer)“. Gr.: archē­gón.

Bau­er, Sp. 225.

So die Ein­heits­über­set­zung in Apos­tel­ge­schich­te 3,15.

Bau­er, Sp. 50.

Die eng­li­sche Aus­ga­be von 2013 merkt in der Fuß­no­te an: Or „was divi­ne“ (war göttlich.) 

Zumin­dest im Deut­schen, wo Sub­stan­ti­ve groß geschrie­ben wer­den müs­sen. Im Eng­li­schen wird „god“ in „the only‐begotten god“ mit klei­nem Anfangs­buch­sta­ben geschrie­ben. Da das im Deut­schen nicht mög­lich ist, wird das Wort Gott, wo es sich auf den Vater bezieht, des­halb nur mit Groß­buch­sta­ben geschrie­ben, um den Gedan­ken, dass Vater und Sohn das­sel­be Wesen haben könn­ten, abzuwehren.

Ver­glei­che die Ein­heits­über­set­zung: Der Ein­zi­ge, der Gott ist und am Her­zen des Vaters ruht, er hat Kun­de gebracht.

Eine umfang­rei­che eng­lisch­spra­chi­ge Dis­kus­si­on zur Über­set­zung von Johan­nes 8,58 ist unter http://​www​.foran​ans​wer​.org/​M​a​r​s​_​J​w​/​J​B​-​R​B​.​J​n​8​_​5​8​.​I​n​d​ex.htm abrufbar.

Ein Adver­bi­al­satz ist ein Glied­satz, der den Umstand (wie hier die Zeit) angibt, unter dem das Gesche­hen im Haupt­satz verläuft.

Im Nor­mal­fall eines PPA müss­te die For­mu­lie­rung etwa so lau­ten: Seit Abra­ham wurde […]

Der eng­li­sche Text ist unter http://​www​.new​ad​vent​.org/​f​a​t​h​e​r​s​/​2​4​0​1​55.htm zu fin­den. „Aber war­um sag­te er nicht ‚Bevor Abra­ham war, war ich.‘ statt ‚bin ich‘? So wie der Vater die­sen Aus­druck ‘Ich bin’ ver­wen­det, so auch Chris­tus, denn es bezeich­net bestän­di­ges Sein, unab­hän­gig von aller Zeit.“

Die Aria­ner lehn­ten die Leh­re von der gött­li­chen Natur Jesu Chris­ti ab. 

http://​www​.wul​fi​la​.be/​g​o​t​h​i​c​/​b​r​o​w​s​e​/​t​o​k​e​n​/​?​I​D​=T7182

Mög­lich wäre, dass Jesus eine For­mu­lie­rung ver­wen­det hat, die die jüdi­schen Geg­ner an die Wor­te Got­tes an Mose in 2. Mose 3,14

In der eng­li­schen Aus­ga­be von 2013 wur­den hier die ecki­gen Klam­mern entfernt.

Schlach­ter 2000 merkt an: w. der Erst­ge­bo­re­ne aller Schöp­fung; d. h., Chris­tus hat den Vor­rang gegen­über der gan­zen Schöpfung.

Anre­de­fall.