Wie sol­len wir mit Geld und unsi­che­ren Zei­ten umgehen?

Themenbereiche: Christen in der Welt

Oft hört und liest man von bedeu­ten­den wirt­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen, Krie­gen oder Kri­sen in der Welt. Vie­le Men­schen sind in gro­ßer Sor­ge um ihre wirt­schaft­li­che Zukunft. Wäh­rend die einen nur um den Erhalt ihres Über­flus­ses zit­tern, spü­ren ande­re die Aus­wir­kun­gen nega­ti­ver wirt­schaft­li­cher Ver­än­de­run­gen sehr deut­lich in den Ein­schrän­kun­gen des täg­li­chen Lebens. Da das Geld nicht ein­fach ver­schwin­det, muss es wohl auch man­che geben, die ihren ohne­hin schon über­gro­ßen Reich­tum noch wei­ter anhäufen …

Ein Geldbeutel mit Münzen, Banknoten und Kreditkarten unter einer Lupe, die den wahren Wert des Geldes in diesem Leben untersucht.

Kön­nen uns mate­ri­el­le Wer­te erfüllen?

Die­se gemein­sa­me Erfah­rung von Schwie­rig­kei­ten kann ein Anstoß sein, dar­über nach­zu­den­ken, was in unse­rem Leben wirk­lich wich­tig ist. Das Geld und die mate­ri­el­len Wer­te kön­nen uns nicht erfül­len. Den Sinn im Leben fin­den wir nur bei Gott, unse­rem Schöp­fer, der uns liebt und auch durch Kri­sen ver­schie­dens­ter Art durch­tra­gen will und wird, wenn wir ihm vertrauen.

Wir haben im Fol­gen­den Bibel­stel­len gesam­melt, die uns auf die Ver­gäng­lich­keit aller irdi­schen Wer­te hin­wei­sen. Sie zei­gen uns aber auch den ein­zig bestän­di­gen Grund unse­rer Exis­tenz: Gott.

Aus man­chen der Stel­len wird auch deut­lich, wie sehr Geld und Besitz mit Unge­rech­tig­keit ver­bun­den sind, dass Got­tes Wil­le nicht der Reich­tum, son­dern die Lie­be ist.

Die­se Lie­be wird dort Wirk­lich­keit, wo Men­schen sich ganz auf Gott ein­las­sen und dadurch frei wer­den von ihren Wün­schen und Begier­den, frei für ein Leben nach Got­tes Wil­len, in Lie­be, Demut, Dank­bar­keit und Beschei­den­heit, so wie es im Leben der ers­ten Chris­ten sicht­bar war.

Die­se Wor­te sol­len uns auch dar­auf hin­wei­sen, dass die tiefs­te Kri­se des Men­schen nicht eine mög­li­che Wirt­schafts­kri­se ist, son­dern unse­re Sün­de, die uns von Gott trennt und uns von den Mit­men­schen und uns selbst ent­frem­det. Kri­sen wie z. B. eine Finanz­kri­se sind Aus­wir­kun­gen die­ser grund­le­gen­den Kri­se, in der sich jeder Mensch, der sein Leben ohne Gott lebt, befindet.

Wir las­sen die Bibel­stel­len grund­sätz­lich unkom­men­tiert. Ver­ein­zelt sind kur­ze Erklä­run­gen hin­zu­ge­fügt. Die meis­ten die­ser Wor­te spre­chen für sich. Wir wol­len dich dazu ermun­tern, Got­tes Wort auf dich wir­ken zu las­sen. Die “Rei­chen”, die in der Bibel kri­ti­siert wer­den, sind nicht nur die anderen.

Natür­lich freu­en wir uns über jeden wei­ter­füh­ren­den Aus­tausch darüber.

Wor­te Jesu

Sam­melt euch nicht Schät­ze auf der Erde, wo Mot­te und Fraß zer­stö­ren und wo Die­be durch­gra­ben und steh­len; sam­melt euch aber Schät­ze im Him­mel, wo weder Mot­te noch Fraß zer­stö­ren und wo Die­be nicht durch­gra­ben noch steh­len! Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. […]
Nie­mand kann zwei Her­ren die­nen; denn ent­we­der wird er den einen has­sen und den ande­ren lie­ben, oder er wird einem anhän­gen und den ande­ren ver­ach­ten. Ihr könnt nicht Gott die­nen und dem Mammon.
Des­halb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trin­ken sollt, noch für euren Leib, was ihr anzie­hen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Spei­se und der Leib mehr als die Klei­dung? Seht hin auf die Vögel des Him­mels, dass sie weder säen noch ern­ten noch in Scheu­nen sam­meln, und euer himm­li­scher Vater ernährt sie ‹doch›. Seid ihr nicht viel wert­vol­ler als sie? Wer aber unter euch kann mit Sor­gen sei­ner Lebens­län­ge eine Elle zuset­zen? Und war­um seid ihr um Klei­dung besorgt? Betrach­tet die Lili­en des Fel­des, wie sie wach­sen; sie mühen sich nicht, auch spin­nen sie nicht. Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salo­mo in all sei­ner Herr­lich­keit beklei­det war wie eine von die­sen. Wenn aber Gott das Gras des Fel­des, das heu­te steht und mor­gen in den Ofen gewor­fen wird, so klei­det, ‹wird er das› nicht viel mehr euch ‹tun›, ihr Klein­gläu­bi­gen? So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sol­len wir essen? Oder: Was sol­len wir trin­ken? Oder: Was sol­len wir anzie­hen? Denn nach die­sem allen trach­ten die Natio­nen; denn euer himm­li­scher Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt.
Trach­tet aber zuerst nach dem Reich Got­tes und nach sei­ner Gerech­tig­keit! Und dies alles wird euch hin­zu­ge­fügt wer­den. (Mat­thä­us 6,19–21.24–33)

Bei dem aber unter die Dor­nen gesät ist, die­ser ist es, der das Wort hört, und die Sor­ge der Zeit und der Betrug des Reich­tums ersti­cken das Wort, und er bringt kei­ne Frucht. (Mat­thä­us 13,22)

Und als er auf den Weg hin­aus­ging, lief einer her­bei, fiel vor ihm auf die Knie und frag­te ihn: Guter Leh­rer, was soll ich tun, damit ich ewi­ges Leben erbe? Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Nie­mand ist gut als nur einer, Gott. Die Gebo­te weißt du: „Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehe­bre­chen; du sollst nicht steh­len; du sollst nicht fal­sches Zeug­nis reden; du sollst nichts vor­ent­hal­ten; ehre dei­nen Vater und dei­ne Mut­ter!“ Er aber sag­te zu ihm: Leh­rer, dies alles habe ich befolgt von mei­ner Jugend an. Jesus aber blick­te ihn an, gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eins fehlt dir. Geh hin, ver­kau­fe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Him­mel haben, und komm, fol­ge mir nach!
Er aber ging, ent­setzt über das Wort, trau­rig weg, denn er hat­te vie­le Güter. Und Jesus blick­te umher und spricht zu sei­nen Jün­gern: Wie schwer wer­den die, wel­che Güter haben, in das Reich Got­tes hin­ein­kom­men! Die Jün­ger aber erschra­ken über sei­ne Wor­te. Jesus aber ant­wor­te­te wie­der und spricht zu ihnen: Kin­der, wie schwer ist es, in das Reich Got­tes hin­ein­zu­kom­men! Es ist leich­ter, dass ein Kamel durch das Öhr der Nadel geht, als dass ein Rei­cher in das Reich Got­tes hin­ein­kommt. Sie aber gerie­ten ganz außer sich und spra­chen zuein­an­der: Und wer kann dann geret­tet wer­den? Jesus aber sah sie an und spricht: Bei Men­schen ist es unmög­lich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Din­ge möglich. -
Petrus begann und sag­te zu ihm: Sie­he, wir haben alles ver­las­sen und sind dir nach­ge­folgt. Jesus sprach: Wahr­lich, ich sage euch: Da ist nie­mand, der Haus oder Brü­der oder Schwes­tern oder Mut­ter oder Vater oder Kin­der oder Äcker ver­las­sen hat um mei­net­wil­len und um des Evan­ge­li­ums wil­len, der nicht hun­dert­fach emp­fängt, jetzt in die­ser Zeit Häu­ser und Brü­der und Schwes­tern und Müt­ter und Kin­der und Äcker unter Ver­fol­gun­gen – und in dem kom­men­den Zeit­al­ter ewi­ges Leben. Aber vie­le Ers­te wer­den Letz­te und Letz­te Ers­te sein. (Mar­kus 10,17–31)

Und er erhob sei­ne Augen zu sei­nen Jün­gern und sprach: Glück­se­lig ihr Armen, denn euer ist das Reich Got­tes. Glück­se­lig, die ihr jetzt hun­gert, denn ihr wer­det gesät­tigt wer­den. Glück­se­lig, die ihr jetzt weint, denn ihr wer­det lachen. Glück­se­lig seid ihr, wenn die Men­schen euch has­sen wer­den und wenn sie euch abson­dern und schmä­hen und euren Namen als böse ver­wer­fen wer­den um des Soh­nes des Men­schen wil­len. Freut euch an jenem Tag und hüpft! Denn sie­he, euer Lohn ist groß in dem Him­mel; denn eben­so taten ihre Väter den Propheten.
Aber wehe euch Rei­chen! Denn ihr habt euren Trost dahin. Wehe euch, die ihr voll seid, denn ihr wer­det hun­gern. Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr wer­det trau­ern und wei­nen. Wehe, wenn alle Men­schen gut von euch reden, denn eben­so taten ihre Väter den fal­schen Pro­phe­ten. (Lukas 6,20–26)

Es ist nicht die Armut in sich, die uns glück­se­lig macht. Jesus spricht hier zu sei­nen Jün­gern, die um Jesu wil­len ihre irdi­sche Sicher­heit zurück­ge­las­sen haben.

Einer aus der Volks­men­ge aber sprach zu ihm: Leh­rer, sage mei­nem Bru­der, dass er das Erbe mit mir tei­le! Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich als Rich­ter oder Erb­tei­ler über euch ein­ge­setzt? Er sprach aber zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Hab­sucht! Denn auch wenn jemand Über­fluss hat, besteht sein Leben nicht aus sei­ner Habe.
Er sag­te aber ein Gleich­nis zu ihnen und sprach: Das Land eines rei­chen Men­schen trug viel ein. Und er über­leg­te bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Denn ich habe nicht, wohin ich mei­ne Früch­te ein­sam­meln soll. Und er sprach: Dies will ich tun: Ich will mei­ne Scheu­nen nie­der­rei­ßen und grö­ße­re bau­en und will dahin all mein Korn und mei­ne Güter ein­sam­meln; und ich will zu mei­ner See­le sagen: See­le, du hast vie­le Güter lie­gen auf vie­le Jah­re. Ruhe aus, iss, trink, sei fröh­lich! Gott aber sprach zu ihm: Du Tor! In die­ser Nacht wird man dei­ne See­le von dir for­dern. Was du aber berei­tet hast, für wen wird es sein?
So ist, der für sich Schät­ze sam­melt und nicht reich ist im Blick auf Gott. (Lukas 12,13–21)

Aus dem Leben und der Leh­re der ers­ten Christen

Alle Gläu­big­ge­wor­de­nen aber waren bei­sam­men und hat­ten alles gemein­sam; und sie ver­kauf­ten die Güter und die Habe und ver­teil­ten sie an alle, je nach­dem einer bedürf­tig war. Täg­lich ver­harr­ten sie ein­mü­tig im Tem­pel und bra­chen zu Hau­se das Brot, nah­men Spei­se mit Jubel und Schlicht­heit des Her­zens, … (Apos­tel­ge­schich­te 2,44–46)

Die Men­ge derer aber, die gläu­big gewor­den, war ein Herz und eine See­le; und auch nicht einer sag­te, daß etwas von sei­ner Habe sein eigen sei, son­dern es war ihnen alles gemein­sam. Und mit gro­ßer Kraft leg­ten die Apos­tel das Zeug­nis von der Auf­er­ste­hung des Herrn Jesus ab; und gro­ße Gna­de war auf ihnen allen. Denn es war auch kei­ner bedürf­tig unter ihnen, denn so vie­le Besit­zer von Äckern oder Häu­sern waren, ver­kauf­ten sie und brach­ten den Preis des Ver­kauf­ten und leg­ten ihn nie­der zu den Füßen der Apos­tel; es wur­de aber jedem zuge­teilt, so wie einer Bedürf­nis hat­te. Joseph aber, der von den Apos­teln Bar­na­bas genannt wur­de — was über­setzt heißt: Sohn des Tros­tes —, ein Levit, ein Zyprer von Geburt, der einen Acker besaß, ver­kauf­te ihn, brach­te das Geld und leg­te es zu den Füßen der Apos­tel nie­der. (Apos­tel­ge­schich­te 4:32–37)

Die Gott­se­lig­keit mit Genüg­sam­keit aber ist ein gro­ßer Gewinn; denn wir haben nichts in die Welt her­ein­ge­bracht, so daß wir auch nichts hin­aus­brin­gen kön­nen. Wenn wir aber Nah­rung und Klei­dung haben, so wol­len wir uns dar­an genü­gen las­sen. Die aber reich wer­den wol­len, fal­len in Ver­su­chung und Fall­strick und in vie­le unver­nünf­ti­ge und schäd­li­che Begier­den, wel­che die Men­schen in Ver­der­ben und Unter­gang ver­sen­ken. Denn eine Wur­zel alles Bösen ist die Geld­lie­be, nach der eini­ge getrach­tet haben und von dem Glau­ben abge­irrt sind und sich selbst mit vie­len Schmer­zen durch­bohrt haben. Du aber, o Mensch Got­tes, flie­he die­se Din­ge; stre­be aber nach Gerech­tig­keit, Gott­se­lig­keit, Glau­ben, Lie­be, Aus­har­ren, Sanft­mut. (1. Timo­theus 6:6–11)

Den Rei­chen in dem gegen­wär­ti­gen Zeit­lauf gebie­te, nicht hoch­mü­tig zu sein, noch auf die Unge­wiß­heit des Reich­tums Hoff­nung zu set­zen — son­dern auf Gott, der uns alles reich­lich dar­reicht zum Genuß —, Gutes zu tun, reich zu sein in guten Wer­ken, frei­ge­big zu sein, mit­teil­sam, indem sie sich selbst eine gute Grund­la­ge auf die Zukunft sam­meln, um das wirk­li­che Leben zu ergrei­fen. (1. Timo­theus 6:17–19)

Der Wan­del sei ohne Geld­lie­be; begnügt euch mit dem, was vor­han­den ist! Denn er hat gesagt: „Ich will dich nicht auf­ge­ben und dich nicht ver­las­sen“, so dass wir zuver­sicht­lich sagen kön­nen: „Der Herr ist mein Hel­fer, ich will mich nicht fürch­ten. Was soll mir ein Mensch tun?“ (Hebrä­er 13,5–6)

Mei­ne Brü­der, habt den Glau­ben Jesu Chris­ti, unse­res Herrn der Herr­lich­keit, ohne Anse­hen der Per­son! Denn wenn in eure Syn­ago­ge[1] ein Mann kommt mit gol­de­nem Ring, in präch­ti­gem Gewand, es kommt aber auch ein Armer in unsau­be­rem Gewand her­ein, ihr seht aber auf den, der das präch­ti­ge Gewand trägt, und sprecht: Set­ze du dich bequem hier­her!, und sprecht zu dem Armen: Ste­he du dort, oder set­ze dich unten an mei­nen Fuß­sche­mel! – habt ihr nicht unter euch selbst einen Unter­schied gemacht und seid Rich­ter mit bösen Gedan­ken geworden?
Hört, mei­ne gelieb­ten Brü­der: Hat nicht Gott die vor der Welt Armen aus­er­wählt, reich im Glau­ben und Erben des Rei­ches zu sein, das er denen ver­hei­ßen hat, die ihn lie­ben? Ihr aber habt den Armen ver­ach­tet. Unter­drü­cken euch nicht die Rei­chen, und zie­hen nicht sie euch vor die Gerich­te? Läs­tern nicht sie den guten Namen, der über euch ange­ru­fen wor­den ist?
Wenn ihr wirk­lich das könig­li­che Gesetz „Du sollst dei­nen Nächs­ten lie­ben wie dich selbst“ nach der Schrift erfüllt, so tut ihr recht. (Jako­bus 2,1–8)

Wohl­an nun, ihr Rei­chen, weint und heult über eure Drangsa­le, die über euch kom­men! Euer Reich­tum ist ver­fault, und eure Klei­der sind von Mot­ten zer­fres­sen wor­den. Euer Gold und Sil­ber ist ver­ros­tet, und ihr Rost wird zum Zeug­nis sein gegen euch und euer Fleisch fres­sen wie Feu­er; ihr habt Schät­ze gesam­melt in den letz­ten Tagen. Sie­he, der von euch vor­ent­hal­te­ne Lohn der Arbei­ter, die eure Fel­der geschnit­ten haben, schreit, und das Geschrei der Schnit­ter ist vor die Ohren des Herrn Zebaoth gekom­men. Ihr habt auf der Erde in Üppig­keit gelebt und geschwelgt; ihr habt eure Her­zen gemäs­tet an einem Schlacht­tag. Ihr habt ver­ur­teilt, ihr habt getö­tet den Gerech­ten; er wider­steht euch nicht. (Jako­bus 5:1–6)

Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich gewor­den und brau­che nichts!, und nicht weißt, dass du der Elen­de und bemit­lei­dens­wert und arm und blind und bloß bist, rate ich dir, von mir im Feu­er geläu­ter­tes Gold zu kau­fen, damit du reich wirst; … (Offen­ba­rung 3,17–18)

Aus dem Alten Testament

Mühe dich nicht ab, es zu Reich­tum zu brin­gen, da ver­zich­te auf dei­ne Klug­heit! (Sprü­che 23,4)

Wer Geld liebt, wird des Gel­des nicht satt, und wer den Reich­tum liebt, nicht des Ertra­ges. Auch das ist Nich­tig­keit. (Pre­di­ger 5,10)

Wie er aus dem Leib sei­ner Mut­ter her­vor­ge­kom­men ist, nackt wird er wie­der hin­ge­hen, wie er gekom­men ist, und für sei­ne Mühe wird er nicht das Gerings­te davon­tra­gen, das er in sei­ner Hand mit­neh­men könn­te. Und auch dies ist ein schlim­mes Übel: Ganz wie er gekom­men ist, wird er hin­ge­hen. Und was für einen Gewinn hat er davon, dass er für den Wind sich müht? (Pre­di­ger 5,14–15)

War­um soll­te ich mich fürch­ten in Tagen des Übels, wenn die Sün­de derer, die mich hin­ter­ge­hen, mich umringt? Sie ver­trau­en auf ihr Ver­mö­gen und rüh­men sich der Grö­ße ihres Reich­tums. Nie­mals kann ein Mann sei­nen Bru­der los­kau­fen, nicht kann er Gott sein Löse­geld geben, — denn [zu] kost­bar ist das Kauf­geld für ihre See­le, und er muß davon ablas­sen auf ewig, — daß er fort­le­be immer, die Gru­be nicht sehe. (Psalm 49:6–10)

„Sie­he, der Mann mach­te nicht Gott zu sei­nem Schutz, son­dern ver­trau­te auf die Grö­ße sei­nes Reich­tums, durch sein Scha­den­tun war er stark!“  (Psalm 52,9)

Ver­traut nicht auf Erpres­sung, und betrügt euch nicht durch Raub; wenn der Reich­tum wächst, rich­tet euer Herz nicht dar­auf!  (Psalm 62,11)

An dem Weg dei­ner Zeug­nis­se habe ich Freu­de, mehr als an allem Reich­tum. (Psalm 119,14)

Nichts nützt Reich­tum am Tag des Zor­nes, Gerech­tig­keit aber ret­tet vom Tod. (Sprü­che 11,4)

Wer auf sei­nen Reich­tum ver­traut, der wird fal­len, aber wie Laub wer­den die Gerech­ten spros­sen.  (Sprü­che 11,28)

Das Ver­mö­gen des Rei­chen ist sei­ne fes­te Stadt und wie eine hoch­ra­gen­de Mau­er – in sei­ner Ein­bil­dung. (Sprü­che 18,11)

Der HERR wird ins Gericht gehen mit den Ältes­ten sei­nes Vol­kes und des­sen Obers­ten: Ihr, ihr habt den Wein­berg abge­wei­det, das dem Elen­den Geraub­te ist in euren Häu­sern. Was fällt euch ein? Mein Volk zer­tre­tet ihr, und das Gesicht der Elen­den zer­malmt ihr!, spricht der Herr, der HERR der Heer­scha­ren. (Jesa­ja 3,14–15)

Wehe denen, die Ord­nun­gen des Unheils anord­nen, und den Schrei­bern, die Müh­sal schrei­ben, um die Gerin­gen von [ihrem] Rechts­an­spruch zu ver­drän­gen und den Elen­den mei­nes Vol­kes [ihr] Recht zu rau­ben, damit die Wit­wen ihr Plün­der­gut wer­den und sie die Wai­sen plün­dern! Und was wollt ihr tun am Tag der Heim­su­chung und beim Sturm, der von weit­her kommt? Zu wem wollt ihr flie­hen um Hil­fe und wo euren Reich­tum las­sen? (Jesa­ja 10:1–3)

Wie ein Käfig voll Vögel so sind ihre Häu­ser voll Betrug; dar­um sind sie groß und reich gewor­den. Sie sind fett, sie sind glatt; ja, sie über­schrei­ten das Maß der Bos­heit. Das Recht füh­ren sie nicht aus, das Recht der Wai­se, daß sie es zum Erfolg führ­ten; und den Rechts­an­spruch der Armen set­zen sie nicht durch. Soll­te ich sie dafür nicht zur Rechen­schaft zie­hen? spricht der HERR. Oder soll­te mei­ne See­le sich nicht an einer Nati­on wie die­ser rächen? — (Jere­mia 5:27–29)

Wie ein Reb­huhn, das brü­tet, ohne gelegt zu haben, so ist, wer Reich­tum erwirbt, aber nicht mit Recht; in der Mit­te sei­ner Tage muss er ihn las­sen, und an sei­nem Ende wird er ein Tor sein. (Jere­mia 17,11)

Zum Abschluss

Sie­he, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu ret­ten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; son­dern eure Ver­ge­hen sind es, die eine Schei­dung gemacht haben zwi­schen euch und eurem Gott, und eure Sün­den haben sein Ange­sicht vor euch ver­hüllt, daß er nicht hört. (Jesa­ja 59:1–2)

Daher, wenn jemand in Chris­tus ist, so ist er eine neue Schöp­fung; das Alte ist ver­gan­gen, sie­he, Neu­es ist gewor­den. (2. Korin­ther 5,17)

Wenn ihr nun mit dem Chris­tus auf­er­weckt wor­den seid, so sucht, was dro­ben ist, wo der Chris­tus ist, sit­zend zur Rech­ten Got­tes! Sinnt auf das, was dro­ben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist! (Kolos­ser 3,1–2)


Fußnoten

  1. Jako­bus schreibt zu Juden­chris­ten. Des­we­gen nennt er ihre Ver­samm­lun­gen, die in ihren Pri­vat­häu­sern statt­ge­fun­den haben, „Syn­ago­gen“. Es geht hier nicht um beson­de­re Gebäude.


Jako­bus schreibt zu Juden­chris­ten. Des­we­gen nennt er ihre Ver­samm­lun­gen, die in ihren Pri­vat­häu­sern statt­ge­fun­den haben, „Syn­ago­gen“. Es geht hier nicht um beson­de­re Gebäude.