Inter­net, Smart­phones, Tech­nik aus christ­li­cher Perspektive

Schlagwörter: heiliges Leben

In der Geschich­te der Mensch­heit gab es nie eine Zeit, in der sich der tech­ni­sche Fort­schritt so rasant ent­wi­ckel­te wie heu­te. Das Leben soll erleich­tert und Unmög­li­ches mög­lich wer­den. Mul­ti­me­dia­tech­nik und das Inter­net sind ganz nor­mal. Fast jeder hat sein eige­nes Smart­phone und sei­nen per­sön­li­chen Com­pu­ter. Die­se Din­ge haben sicher ihren Nut­zen, brin­gen aber auch nega­ti­ve Aspek­te mit sich, die unser Leben und unse­ren Umgang mit­ein­an­der nicht uner­heb­lich beein­flus­sen. Wir wol­len die Fra­ge stel­len, wie wir mit Tech­nik und Inter­net umge­hen sol­len. Was kann uns ein so altes Buch wie die Bibel für unse­ren Umgang mit die­sen Din­gen heu­te sagen? Wo sind Gefah­ren? Die Gedan­ken, die wir uns dar­über gemacht haben, möch­ten wir in die­sem Arti­kel zusammenfassen.

Die Silhouette eines Mannes im Sonnenuntergang, der am Wasser auf sein Smartphone schaut, anstatt Gottes Schöpfung zu bewundern.

1 Wie ist unse­re heu­ti­ge Situation?

1.1 Digi­ta­le Sucht (Com­pu­ter­spiel­ab­hän­gig­keit, Internetabhängigkeit …)

Wir leben im Zeit­al­ter von Inter­net, Smart­phones, Com­pu­tern … und kön­nen damit stun­den­lang jeden Tag unse­re Zeit zu unse­rer eige­nen Unter­hal­tung verbringen:

Lei­der haben Smart­phones es ermög­licht, das alles immer und über­all ganz leicht ver­füg­bar zu haben.

Sich die­sen Din­gen aus­zu­set­zen, ver­dirbt Geist und See­le des Men­schen. Sei dir der Gefahr bewusst, dass man an einen Punkt kom­men kann, wo die Wil­lens­kraft nicht mehr da ist, wie­der davon loszukommen.

Die­je­ni­gen, die in der Internet‐Abhängigkeit ste­cken, nei­gen dazu, ihre Pflich­ten und Bezie­hun­gen zu ver­nach­läs­si­gen. Es besteht die Gefahr, immer dann in die Schein­welt des Inter­nets zu flie­hen, wenn es schwer wird, mit der Rea­li­tät zurecht­zu­kom­men. Exper­ten sehen in die­sen Din­gen ein ähn­li­ches Sucht­po­ten­zi­al wie bei Alko­hol, Tabak oder Dro­gen. Man kann so tief in die­se Sucht hin­ein­kom­men, dass nur noch pro­fes­sio­nel­le The­ra­pie hel­fen kann.

Für ehr­gei­zi­ge Men­schen kann es auch eine Fal­le sein, wenn man durch Tech­nik alles schnel­ler, effek­ti­ver, mühe­lo­ser schaf­fen kann. Die Beschäf­ti­gung mit den eige­nen Din­gen, der dar­aus ent­ste­hen­de Stolz oder Selbst­zu­frie­den­heit und das Gefühl des Wichtig‐Seins kann dich so ver­ein­nah­men, dass du nicht mehr dar­auf ach­test, was dei­nen Nächs­ten betrifft. Lei­der ver­gisst man dar­über leicht den Schöp­fer, ohne den wir unse­re Krea­ti­vi­tät und alle Fähig­kei­ten für unser Tun über­haupt nicht hät­ten. Das eigent­li­che Pro­blem der Men­schen, der Ego­is­mus, wo wir selbst im Zen­trum ste­hen, wird durch Tech­nik nicht gelöst, son­dern oft noch gefördert.

1.2 Internet‐Freundschaften

Manch­mal sagen Men­schen, sie hät­ten durch das Inter­net mehr Freun­de gewon­nen, da man schnel­ler, bes­ser und leich­ter kom­mu­ni­zie­ren kön­ne. Räum­li­che Ent­fer­nung kann durch E‑Mails, Chat oder Video‐Anrufe leicht über­wun­den wer­den. Durch sozia­le Netz­wer­ke wie Face­book ist der neue Freund nur einen Maus­klick weit entfernt.

Durch das Inter­net kann man tat­säch­lich neue Men­schen ken­nen­ler­nen. Rich­tig ver­wen­det kann es nütz­lich sein. Es kön­nen Bezie­hun­gen gepflegt wer­den auch mit denen, die wir wegen räum­li­cher Ent­fer­nun­gen nicht ein­fach per­sön­lich tref­fen kön­nen. Aber wer an tie­fen Bezie­hun­gen inter­es­siert ist, weiß, dass das nur eine tem­po­rä­re und kei­nes­falls idea­le Alter­na­ti­ve ist, wie schon Johan­nes, der Jün­ger Jesu, in einem sei­ner Brie­fe schreibt:

Obwohl ich euch vie­les zu schrei­ben habe, woll­te ich es nicht mit Papier und Tin­te tun, son­dern ich hof­fe, zu euch zu kom­men und münd­lich mit euch zu reden, damit unse­re Freu­de voll­kom­men sei. (2. Johan­nes 12)

Wenn Freund­schaf­ten durch sozia­le Netz­wer­ke ent­ste­hen, geht es oft nicht dar­um, für­ein­an­der da zu sein und das Bes­te des ande­ren zu suchen, son­dern um Spaß, Unter­hal­tung und Zeit­ver­treib. So blei­ben die­se Bezie­hun­gen ober­fläch­lich. Da man nicht so leicht prü­fen kann, wer sich hin­ter einem bestimm­ten Nut­zer­na­men ver­birgt, kann man auch vor­ge­ben, jemand ande­rer zu sein und sich in einer Wei­se prä­sen­tie­ren, wo man für ande­re attrak­ti­ver und begeh­rens­wer­ter scheint, um mehr Freun­de zu gewin­nen. Vie­le mögen es, eine spe­zi­el­le Rol­le für ein anony­mes Publi­kum zu spie­len, die sie im rea­len Leben nie haben könn­ten. Ande­re lei­den dar­un­ter, wenn sie von „ihren Freun­den“ vir­tu­ell ein bun­tes, inter­es­san­tes, erfolg­rei­ches Leben gezeigt bekom­men, sie aber ihr eige­nes Leben als grau und trist und sich selbst als Ver­sa­ger emp­fin­den. Das kann zu Neid und Aggres­sio­nen, Zurück­ge­zo­gen­heit, bis hin zu Süch­ten und Depres­sio­nen führen.

Auch das Cyber‐Mobbing ist beson­ders unter Kin­dern und Jugend­li­chen auf Schul­hö­fen, in Klas­sen­zim­mern etc. zu einem Pro­blem gewor­den. Mit unan­ge­neh­men Bil­dern, Video­auf­zeich­nun­gen und bösen Sprü­chen kön­nen die Betrof­fe­nen vir­tu­ell und real an den sozia­len Rand gedrängt und in eine Iden­ti­täts­kri­se geführt werden.

Die sozia­len Netz­wer­ke bie­ten viel Raum für lee­res oder ver­ant­wor­tungs­lo­ses Reden. Unter sol­chen Vor­aus­set­zun­gen ist es schwer, wirk­li­ches Ver­trau­en auf­zu­bau­en. Und trotz­dem kann einen die­se digi­ta­le Welt so ver­ein­nah­men, dass es schwer wird, sich auf ande­res zu kon­zen­trie­ren, wäh­rend man am Smart­phone oder Com­pu­ter auf die nächs­te Nach­richt wartet.

Mit tech­ni­schen Gerä­ten mag man auf digi­ta­ler Ebe­ne Distan­zen über­win­den. Ande­rer­seits führt es leicht dazu, dass die Distanz zu den Men­schen in der unmit­tel­ba­ren Umge­bung grö­ßer wird, weil man mehr Zeit an den Gerä­ten ver­bringt als mit den Men­schen selbst. Die Illu­si­on, vie­le gute Freun­de am ande­ren Ende der Lei­tung zu haben, die man oft per­sön­lich noch nie getrof­fen hat, ist kei­ne Lösung für Ein­sam­keit. Um ech­te, per­sön­li­che Bezie­hun­gen zu bau­en, muss man Zeit für den ande­ren investieren.

Tie­fes Ver­trau­en ist das Kenn­zei­chen einer guten Bezie­hung. Grund­la­ge für Ver­trau­en ist Ehr­lich­keit und Offen­heit, um am Leben von­ein­an­der wirk­lich Anteil neh­men zu kön­nen, weil wir Mas­ken able­gen und zei­gen, wer wir wirk­lich sind. In guten Bezie­hun­gen wer­den wir uns mit all unse­ren Schwach­hei­ten und unse­rem Ver­sa­gen gegen­sei­tig anneh­men und tra­gen. Wir wer­den für­ein­an­der da sein, das Bes­te des ande­ren suchen und gemein­sam den Weg des Lebens gehen bis zu unse­rem ewi­gen Ziel – Gott, der Lie­be ist, von dem wir geliebt sind und von dem wir ler­nen, was Lie­be heißt[2]. Gott selbst bie­tet uns Men­schen eine sol­che Bezie­hung an und lehrt uns, unter­ein­an­der auch sol­che Bezie­hun­gen zu bauen.

2 War­um wir uns von die­sen Din­gen ver­ein­nah­men lassen

Wie viel Zeit und Eifer wir für Din­ge inves­tie­ren, rich­tet sich weit­ge­hend nach unse­ren Wer­ten. In einer Welt, in der Gott kei­ne Rol­le spielt, ver­bin­den sich die Din­ge, die Men­schen für wert­voll hal­ten, oft mit Sin­nes­lust, selbst­süch­ti­ger Begier­de und Stolz. In der Bibel wer­den wir davor gewarnt, uns von dem, was in der Welt zählt, ver­lei­ten zu las­sen, denn das führt zur Zer­stö­rung der Seele.

Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Lie­be des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Lust des Flei­sches und die Lust der Augen und der Hoch­mut des Lebens, ist nicht vom Vater, son­dern ist von der Welt. Und die Welt ver­geht und ihre Lust; wer aber den Wil­len Got­tes tut, bleibt in Ewig­keit. (1. Johan­nes 2,15–17)

Die Wer­te eines Men­schen, der Gott nicht kennt, wer­den oft bestimmt von dem, was ande­re den­ken. Sie ändern sich je nach dem aktu­el­len Trend. So lebt man immer unter dem Druck, sich den Nor­men ande­rer anpas­sen zu müs­sen, um ihre Aner­ken­nung zu gewin­nen. Man fürch­tet, dass ande­re einen nicht mehr gut fin­den, wenn man nicht mit den neu­es­ten Mode­er­schei­nun­gen mit­hält. Man will ein­an­der über­tref­fen, will der Ers­te sein, das Bes­te zu haben und das Neu­es­te zu wis­sen. Stolz, Neid und Ver­ach­tung machen sich im Leben breit und zer­stö­ren den Frie­den im Her­zen und das Wohl­wol­len gegen­über anderen.

Aber unser Wert hängt weder davon ab, was ande­re über uns den­ken, noch davon, was wir haben oder wie wir aus­se­hen. Wir sind wert­voll, weil unser Schöp­fer uns gemacht hat und uns mit voll­kom­me­ner Lie­be liebt. Er gibt uns unse­re Wür­de und will uns hel­fen, in die­ser flüch­ti­gen Welt fes­ten Grund unter den Füßen zu haben. Jesus hat gesagt:

Jeder nun, der die­se mei­ne Wor­te hört und sie tut, den wer­de ich mit einem klu­gen Mann ver­glei­chen, der sein Haus auf den Fel­sen bau­te; und der Platz­re­gen fiel her­ab, und die Strö­me kamen, und die Win­de weh­ten und stürm­ten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Fel­sen gegrün­det. (Mat­thä­us 7,24–25)

Wir wer­den leicht zu den welt­li­chen Wer­ten hin­ge­zo­gen, wenn wir die wirk­li­che Erfül­lung unse­res Lebens nicht fin­den. Nur in Gott kann der Mensch blei­ben­de Erfül­lung, Frie­den und Sicher­heit fin­den – so hat Gott uns Men­schen geschaf­fen. Wer Gott zurück­weist und von ihm getrennt ist, bleibt allein und sucht nach Ersatz­er­fül­lung. Das haben die Men­schen die gan­ze Mensch­heits­ge­schich­te hin­durch gemacht. In allen mög­li­chen Din­gen sucht man nach Befrie­di­gung, ange­fan­gen mit maß­lo­sem Arbei­ten, Essen, Alko­hol­kon­sum, über Unter­hal­tung, sexu­el­le Aus­schwei­fung, Dro­gen, Geld, Besitz … Man denkt sich immer wie­der neue Din­ge aus und fin­det doch nicht zum Frie­den. Hier ist es ganz wich­tig, ein­mal inne­zu­hal­ten und sich bewusst zu machen, was da falsch läuft, sich Zeit zu neh­men, eine wirk­li­che Lösung zu suchen, anstatt sich in Ablen­kung zu flüchten.

Ober­fläch­li­che Freu­de und schnell zu haben­der Ner­ven­kit­zel sind nur eine momen­ta­ne Befrie­di­gung der inne­ren Unru­he und Sehn­sucht des Men­schen. Bald danach kommt die quä­len­de Lee­re wie­der zurück – das ist das Wesen der Sün­de. Wenn der Mensch ohne Gott lebt, muss er sich an ande­ren Din­gen fest­hal­ten, die das Leben irgend­wie wert­voll erschei­nen las­sen, die aber – wenn man ehr­lich hin­schaut – kei­nen blei­ben­den Wert haben.

Las­sen wir uns die Frei­heit nicht neh­men, “Nein” zu sagen zu die­ser welt­li­chen Gesin­nung. Die­se Din­ge zer­stö­ren nicht nur das Gute im Her­zen und Den­ken, sie füh­ren auch zur ewi­gen Tren­nung von unse­rem Schöp­fer. Er ruft uns auf, unse­re Her­zen, unser Den­ken und unser Leben zu ver­än­dern, und will uns alle Hil­fe dazu geben:

Denn die Gna­de Got­tes ist erschie­nen, um alle Men­schen zu ret­ten. Sie erzieht uns dazu, uns von der Gott­lo­sig­keit und den irdi­schen Begier­den los­zu­sa­gen und beson­nen, gerecht und fromm in die­ser Welt zu leben … (Titus 2,11–12)

3 Betrifft es auch dich?

Hat der fal­sche Umgang mit den Medi­en und der Tech­nik auch dein Leben schon so beein­flusst, wie in die­sem Text beschrie­ben? Dann lass dich nicht län­ger von die­sem momen­ta­nen Kit­zel ver­ein­nah­men und ver­skla­ven! Denn in Wirk­lich­keit wirst du dei­ner Frei­heit und Wür­de beraubt und übrig bleibt nur Leere.

Mach dich auf die Suche nach dem, was unver­gäng­lich ist! Mel­de dei­ne vir­tu­el­le Iden­ti­tät ruhig ein­mal ab, schal­te dei­ne elek­tro­ni­schen Gerä­te aus, nimm die Kopf­hö­rer aus den Ohren und ent­de­cke die Wirk­lich­keit um dich her­um! Die Flucht aus der Wirk­lich­keit in die vir­tu­el­le Welt löst weder die Lee­re noch die Pro­ble­me in dei­nem Leben. Eine Lösung wird es nur geben, wenn du dich mit der Wirk­lich­keit kon­fron­tierst (auch wenn es manch­mal schmerz­haft ist) und Ver­ant­wor­tung über­nimmst für dein Leben und das ande­rer Men­schen. Ver­steck dei­ne wah­re Iden­ti­tät nicht hin­ter vir­tu­el­len Foren! Such nach wirk­li­chen Bezie­hun­gen und auf­rich­ti­ger Lie­be, vor allem mit DEM, der die Quel­le der Wirk­lich­keit ist und weiß, was das Bes­te für uns ist.

4 Sind Chris­ten gegen Technik?

Nein, sind sie nicht! Man­che mei­nen, das Chris­ten­tum sei alt­mo­disch und des­halb sei­en Chris­ten gegen tech­ni­sche Fort­schrit­te. Ein Blick in die Ver­gan­gen­heit mag hel­fen, um da Klar­heit zu bringen.

Wenn von „Tech­no­lo­gie“ die Rede ist, den­ken die meis­ten wohl an moder­ne Erfin­dun­gen wie Com­pu­ter oder Raum­schif­fe. Wir sol­len aber nicht ver­ges­sen, dass sol­che Errun­gen­schaf­ten nur mög­lich sind, weil die „moder­ne Tech­nik“ der ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­te die Grund­la­gen dafür gelegt hat. Auch Chris­ten haben damals Gebrauch davon gemacht. Als zum Bei­spiel die Wor­te Jesu und der Apos­tel nie­der­ge­schrie­ben wur­den, wur­den sie immer wie­der auf Papy­rus oder Per­ga­ment und spä­ter auf Papier abge­schrie­ben. Vie­le Jahr­hun­der­te lang war es ein beson­de­res Pri­vi­leg, eine per­sön­li­che Bibel zu besit­zen, denn nur der Kle­rus oder die Rei­chen konn­ten sich das leis­ten. Erst durch die Erfin­dung des Buch­drucks wur­de die Ver­viel­fäl­ti­gung der Bibel ein­fa­cher und bil­li­ger, sodass sie für immer mehr Men­schen zugäng­lich wur­de. „Christ­li­che“ Auto­ri­tä­ten haben zwar anfangs ver­sucht, den pri­va­ten Besitz von Bibeln zu ver­bie­ten, was aber glück­li­cher­wei­se nicht gelang. So haben heu­te vie­le Men­schen die Mög­lich­keit, selbst die Bibel zu lesen und ken­nen­zu­ler­nen.

Tech­ni­scher Fort­schritt war also auch für Chris­ten hilf­reich. Wir nut­zen die Tech­nik – aber für gute Zie­le und in dem Bewusst­sein, dass wir aus mora­li­scher und geist­li­cher Sicht prü­fen sol­len, wo es gut und nötig ist, sie zu ver­wen­den. Ein paar Gedan­ken über Got­tes Plan für uns Men­schen auf Grund­la­ge der bibli­schen Erzäh­lung über unse­ren Ursprung sol­len das mehr erklären.

5 Got­tes ursprüng­li­cher Plan

Gott hat alles gut gemacht und den Men­schen über sei­ne Schöp­fung gesetzt, um sie frucht­bar zu machen und für sie zu sorgen.

Gott seg­ne­te sie und Gott sprach zu ihnen: Seid frucht­bar und mehrt euch, füllt die Erde und unter­werft sie und wal­tet über die Fische des Mee­res, über die Vögel des Him­mels und über alle Tie­re, die auf der Erde krie­chen! Dann sprach Gott: Sie­he, ich gebe euch alles Gewächs, das Samen bil­det auf der gan­zen Erde, und alle Bäu­me, die Früch­te tra­gen mit Samen dar­in. Euch sol­len sie zur Nah­rung die­nen. Allen Tie­ren der Erde, allen Vögeln des Him­mels und allem, was auf der Erde kriecht, das Lebens­atem in sich hat, gebe ich alles grü­ne Gewächs zur Nah­rung. Und so geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hat­te: Und sie­he, es war sehr gut. Es wur­de Abend und es wur­de Mor­gen: der sechs­te Tag. (1. Mose 1,28–31)

Gott, der HERR, nahm den Men­schen und gab ihm sei­nen Wohn­sitz im Gar­ten von Eden damit er ihn bear­bei­te und hüte. (1. Mose 2,15)

Auch das ist ein Aus­druck der Lie­be Got­tes, dass er dem Men­schen die Ver­ant­wor­tung anver­traut hat, die ihm geschenk­te Schöp­fung zu nut­zen und dar­über zu wal­ten – nicht für ego­is­ti­sche Zie­le, son­dern zum Nut­zen der gan­zen Mensch­heit. Gott hat den Men­schen mit den dafür nöti­gen Fähig­kei­ten aus­ge­stat­tet: zu orga­ni­sie­ren, zu lei­ten, zu ver­ste­hen, zu beur­tei­len und zu erfin­den. Der Mensch soll­te das aber nicht unab­hän­gig von Gott ver­wen­den, son­dern in Zusam­men­ar­beit mit dem Schöp­fer. Die ange­mes­se­ne Ant­wort auf Got­tes Lie­be ist, treu Gutes zu tun, den Schöp­fer zu respek­tie­ren und zu ehren und sei­ne Schöp­fung zu bewah­ren. Es gehört also auch zu Got­tes Schöp­fungs­plan, dass der Mensch sei­ne Krea­ti­vi­tät nur für gute Zie­le verwendet.

Lei­der hat die Ent­schei­dung des Men­schen für die Sün­de so viel Zer­stö­rung und Böses in die Welt gebracht. Statt auf ihren gerech­ten Schöp­fer hören zu wol­len, las­sen sich vie­le Men­schen von bösen und ego­is­ti­schen Absich­ten lei­ten. Aber der Mensch ist den­noch nicht unfä­hig, das Gute zu tun. Selbst in die­ser Welt, die geprägt ist von Gott­lo­sig­keit, kann der Mensch sich ent­schei­den, auf sein Gewis­sen zu hören und Gutes zu tun.

Es mag nicht immer leicht sein zu beur­tei­len, ob eine Erfin­dung gut oder schlecht ist. Ein Mes­ser zum Bei­spiel kann ver­wen­det wer­den, um ein Essen zuzu­be­rei­ten oder um jeman­dem Wun­den zuzu­fü­gen. Das zeigt, dass die Absich­ten und Gesin­nun­gen des Men­schen immer eine gro­ße Rol­le spie­len. Sie sind die ent­schei­den­den Fak­to­ren, sie sind von zeit­lo­ser Bedeu­tung und das ist es auch, was die Bibel uns lehrt: immer ehr­lich unse­re Absich­ten und Gesin­nun­gen zu prü­fen, ob sie der Lie­be ent­spre­chen oder ego­is­tisch sind.

Denn leben­dig ist das Wort Got­tes, wirk­sam und schär­fer als jedes zwei­schnei­di­ge Schwert; es dringt durch bis zur Schei­dung von See­le und Geist, von Gelen­ken und Mark; es rich­tet über die Regun­gen und Gedan­ken des Her­zens; vor ihm bleibt kein Geschöpf ver­bor­gen, son­dern alles liegt nackt und bloß vor den Augen des­sen, dem wir Rechen­schaft schul­den. (Hebrä­er 4,12)

Wenn wir unser Leben ganz Gott anver­trau­en und unter­ord­nen, hilft er uns, Gutes von Bösem zu unter­schei­den und zu wis­sen, wann und wie wir die Din­ge, die die Welt anbie­tet, für das wah­re Lebens­ziel nut­zen sol­len. Er zeigt uns die wirk­li­chen, ewi­gen Wer­te, an denen wir uns fest­hal­ten kön­nen und die uns hel­fen, den Ver­su­chun­gen und all dem Bösen in die­ser Welt Wider­stand zu leis­ten. Wenn wir auf Ihn hören, befreit er uns von der Ver­skla­vung und dem Grup­pen­druck, wo es immer um selbst­süch­ti­ge Zie­le geht. Er will uns auch unse­re Schuld ver­ge­ben, wenn wir sie mit ehr­li­cher Reue zu ihm brin­gen. Gott kann in unse­rem Leben das schaf­fen, was die Tech­nik nicht schafft: Er rei­nigt unse­re Her­zen und schenkt uns ein neu­es Leben, das von Lie­be und Frie­den und ehr­li­chen, tie­fen, ver­bind­li­chen Bezie­hun­gen geformt und erfüllt ist. Es sind dann nicht mehr die ver­gäng­li­chen Din­ge, die unse­re Gedan­ken ausfüllen.

…Prüft alles und behal­tet das Gute! Mei­det das Böse in jeder Gestalt! (1. Thes­sa­lo­ni­cher­brief 5,21–22)

6 Din­ge, die sonst noch geschehen …

In die­sem Text ging es haupt­säch­lich um Medien‐Technik. Es gibt sicher auch vie­le ande­re Din­ge, die der Mensch erfun­den hat und die sehr schlech­te Aus­wir­kun­gen auf die Mensch­heit haben. Die Zer­stö­rung von Umwelt, Gesund­heit und Men­schen­rech­ten sind auch wich­ti­ge Punk­te, die aller­dings den Rah­men die­ses Arti­kels spren­gen würden.

Ein paar weni­ge Gedan­ken wol­len wir den­noch hier noch anfü­gen: Es gibt Gehirn­for­scher wie Man­fred Spit­zer[3] und Adam Gaz­z­aley[4], die zu dem Schluss gekom­men sind, dass die moder­ne Tech­nik Lern­pro­zes­se bei Kin­dern und jun­gen Erwach­se­nen hin­dert. Durch das mit moder­nen Medi­en oft ver­bun­de­ne Mul­ti­tas­king wer­den die Men­schen nicht mehr zu tief­grün­di­gem und kon­zen­trier­tem Nach­den­ken her­aus­for­dert und sind in der Gefahr, es zu ver­ler­nen. Die jun­ge Gene­ra­ti­on ach­tet auch immer weni­ger die Auto­ri­tät ihrer Eltern und Leh­rer, wenn sie mei­nen, dass sie es durch ihr Suchmaschinen‐Wissen bes­ser wissen.

Was die Men­schen­rech­te betrifft, sol­len wir nicht ver­ges­sen, dass unse­re güns­tig erwor­be­nen elek­tro­ni­schen Gerä­te oft von Men­schen unter schlech­ten bis unmensch­li­chen Arbeits­be­din­gun­gen pro­du­ziert wer­den. Die Geld­gier der Her­stel­ler tötet jeden Skru­pel in ihnen, arme Men­schen in Ent­wick­lungs­län­dern aus­zu­beu­ten. Die­se armen Men­schen sind wil­lig, sich den schlech­ten Arbeits­be­din­gun­gen, Druck und Demü­ti­gun­gen zu beu­gen, um ihr täg­li­ches Brot zu ver­die­nen.[5]

7 Der Weg, den wir gefun­den haben …

Wir sind dank­bar, dass die­je­ni­gen unter uns, die in der Ver­gan­gen­heit von moder­nen Medi­en und der heu­ti­gen Tech­nik ver­ein­nahmt und ver­sklavt waren, den Aus­weg in Jesus gefun­den haben. Wir laden dich ein, uns zu kon­tak­tie­ren und dar­über zu spre­chen, wie wir den Weg aus die­sen Abhän­gig­kei­ten fin­den kön­nen. Wir möch­ten gern unse­re Erfah­run­gen und Gedan­ken dazu teilen.

Jesus ruft uns auf:

Kommt alle zu mir, die ihr müh­se­lig und bela­den seid! Ich will euch erqui­cken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Her­zen demü­tig; und ihr wer­det Ruhe fin­den für eure See­le. Denn mein Joch ist sanft und mei­ne Last ist leicht. (Mat­thä­us 11,28–30)


Fußnoten

  1. Mehr über den Wert der Rein­heit fin­dest du im Arti­kel Über den Wert der Rein­heit.
  2. Mehr dar­über in Gott ist Lie­be.
  3. Ehren­stein, Clau­dia. „Fin­ger weg vom Rech­ner, Sur­fen macht dumm” In: DIE WELT/Worldcrunch [online]. Ver­öf­fent­licht am 10.09.2012 [Zitiert 2019‐02‐15]. Quel­le: Fin­ger weg vom Rech­ner, Sur­fen macht dumm.
  4. Gaz­z­aley, Adam. How mobi­le tech can influence our brain. In: CNN Our mobi­le socie­ty [online]. Ver­öf­fent­licht am Sep­tem­ber 23, 2012; Updated 1720 GMT (0120 HKT) [Zitiert 2013‐07‐16]. Quel­le: CNN: How mobi­le tech can influence our brain.
  5. Bele­ge dafür fin­det man z. B. in: Chi­na Labor Watch.


Mehr über den Wert der Rein­heit fin­dest du im Arti­kel Über den Wert der Rein­heit.

Mehr dar­über in Gott ist Lie­be.

Ehren­stein, Clau­dia. „Fin­ger weg vom Rech­ner, Sur­fen macht dumm” In: DIE WELT/Worldcrunch [online]. Ver­öf­fent­licht am 10.09.2012 [Zitiert 2019‐02‐15]. Quel­le: Fin­ger weg vom Rech­ner, Sur­fen macht dumm.

Gaz­z­aley, Adam. How mobi­le tech can influence our brain. In: CNN Our mobi­le socie­ty [online]. Ver­öf­fent­licht am Sep­tem­ber 23, 2012; Updated 1720 GMT (0120 HKT) [Zitiert 2013‐07‐16]. Quel­le: CNN: How mobi­le tech can influence our brain.

Bele­ge dafür fin­det man z. B. in: Chi­na Labor Watch.