Ver­schwö­rungs­theo­rien – Ant­wor­ten aus christ­li­cher Sicht

Schlagwörter: Wahrheit

Die Annah­me, dass hin­ter ver­schie­de­nen Ereig­nis­sen in der Welt Ver­schwö­run­gen ste­cken, ist heu­te sehr weit ver­brei­tet, auch in reli­giö­sen Krei­sen. In die­sem Arti­kel wol­len wir nicht den Wahr­heits­ge­halt bestimm­ter Ver­schwö­rungs­theo­rien ana­ly­sie­ren. Statt­des­sen wol­len wir eini­ge bibli­sche Grund­sät­ze beleuch­ten, die dir hel­fen kön­nen, einen völ­lig ande­ren Zugang zum Laby­rinth der Ver­schwö­run­gen zu fin­den. Es gibt näm­lich eine Rei­he von Gesin­nun­gen, die von der Bibel ver­ur­teilt wer­den, die aber allen Ver­schwö­rungs­theo­rien gemein­sam sind.

Wir ermu­ti­gen jeden, der auf­rich­tig nach der Wahr­heit sucht, zu einer kla­ren Beur­tei­lung die­ser Gesin­nun­gen zu fin­den. Da wir aus christ­li­cher Per­spek­ti­ve schrei­ben, rich­tet sich die­ser Arti­kel haupt­säch­lich an die­je­ni­gen, die mit der Bibel ver­traut sind. Aber auch wenn du die Bibel nicht kennst, hof­fen wir, dass unser Arti­kel mit unse­ren Kom­men­ta­ren zu den zitier­ten Bibel­stel­len auch für dich ver­ständ­lich ist.

Der herangezoomte Blick ist auf ein am Himmel fliegendes Flugzeug gerichtet, welches hinter sich in der Luft zwei Streifen hinterlässt.

1 Ein­lei­tung – die Welt der Verschwörungen

Unse­re Welt ist sehr ver­dor­ben. Vie­le Men­schen ver­fol­gen ihre ego­is­ti­schen Zie­le. Sie stre­ben nach Geld und nach Macht über ande­re. In Wirt­schaft und Poli­tik tun sich Men­schen oft zusam­men, um die­se bösen Inter­es­sen durch­zu­set­zen. Manch­mal ver­su­chen sie, ihre Plä­ne vor der Öffent­lich­keit zu ver­ber­gen. Sol­che Ver­schwö­run­gen hat es in der Welt­ge­schich­te unzäh­li­ge Male gege­ben und sie haben den Ver­lauf der Geschich­te stark beeinflusst.

Wir müs­sen jedoch sorg­fäl­tig zwi­schen die­sen ech­ten, nach­ge­wie­se­nen Ver­schwö­run­gen und den soge­nann­ten Ver­schwö­rungs­theo­rien unter­schei­den. Ver­schwö­rungs­theo­rien sind nichts ande­res als Spe­ku­la­tio­nen dar­über, wie Poli­ti­ker, Regie­run­gen oder erfolg­rei­che Geschäfts­leu­te fast jeden Aspekt unse­res täg­li­chen Lebens beein­flus­sen. Vie­le die­ser Theo­rien haben einen poli­ti­schen Bezug, wie bei den Anschlä­gen vom 11. Sep­tem­ber oder der Leug­nung des Holo­caust. Ande­re stel­len grund­le­gen­de wis­sen­schaft­li­che Fak­ten in Fra­ge, z. B. dass die Erde eine Kugel ist. Es gibt auch Ver­schwö­rungs­theo­rien, die meh­re­re ein­zel­ne Theo­rien mit­ein­an­der verbinden.

All­ge­mein kann man sagen, dass Ver­schwö­rungs­theo­rien eine Welt schaf­fen, in der

Es ist eine Welt, in der man nichts und nie­man­dem trau­en kann. Es ist eine Welt der Angst, in der die Mäch­ti­gen das Schick­sal und die Geschi­cke ein­zel­ner Men­schen und sogar gan­zer Län­der bestim­men. Es ist eine Welt, in der man sich nur auf sich selbst ver­las­sen kann. Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker behaup­ten, dass die auf Schritt und Tritt lau­ern­den Gefah­ren nur zu erken­nen sind, wenn man über die dazu not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen verfügt.

2 „Die gan­ze Erde ist mein“ – Gott, der Herr der Geschichte

Ver­schwö­rungs­theo­rien schrei­ben dem Men­schen die tota­le Kon­trol­le über die Ereig­nis­se in unse­rer Welt zu. In der Bibel wird jedoch immer wie­der betont, dass Got­tes Wir­ken auch nach dem Sün­den­fall all­ge­gen­wär­tig ist. In die­sem fes­ten Glau­ben fin­den Gläu­bi­ge Frie­den und Ruhe, wie es Psalm 23,1–4 aus­drückt:[2]

Der HERR ist mein Hir­te, mir wird nichts mangeln.
Er lagert mich auf grü­nen Auen,
er führt mich zu stil­len Wassern.
Er erquickt mei­ne Seele.
Er lei­tet mich in Pfa­den der Gerech­tig­keit um sei­nes Namens willen.
Auch wenn ich wan­de­re im Tal des Todesschattens,
fürch­te ich kein Unheil, denn du bist bei mir;
dein Ste­cken und dein Stab, sie trös­ten mich.
(Psalm 23,1–4)

Im ach­ten Jahr­hun­dert v. Chr. sah sich das Volk Got­tes in Juda mit einer Ver­schwö­rung kon­fron­tiert, die sei­ne Exis­tenz bedroh­te. Die benach­bar­ten König­rei­che Isra­el und Syri­en woll­ten Juda angrei­fen und den König Ahas abset­zen. Sie plan­ten, an Ahas‘ Stel­le einen eige­nen Mann als König ein­zu­set­zen, der dann ihre poli­ti­schen Zie­le unter­stüt­zen wür­de. Ange­sichts die­ser Bedro­hung zit­ter­te das Volk von Juda „wie die Bäu­me des Wal­des vor dem Wind“ (Jesa­ja 7,2). In die­ser Stun­de der Ver­zweif­lung rich­te­te der Pro­phet Jesa­ja die fol­gen­den Wor­te des Tros­tes und der War­nung an sein Volk:

Denn so hat der HERR zu mir gespro­chen, als ‹sei­ne› Hand ‹mich› pack­te und er mich davor warn­te, auf dem Weg die­ses Vol­kes zu gehen: Ihr sollt nicht alles Ver­schwö­rung nen­nen, was die­ses Volk Ver­schwö­rung nennt. Das, was sie fürch­ten, sollt ihr nicht fürch­ten und nicht ‹davor› erschre­cken. Den HERRN der Heer­scha­ren, den sollt ihr hei­li­gen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schre­cken! Und er wird zum Hei­lig­tum sein[3] … (Jesa­ja 8,11–14)

Die­se Ver­schwö­rung hat das Volk von Juda sicher­lich sehr auf­ge­wühlt. Sie gerie­ten in Panik vor dem, was gesche­hen wür­de. Obwohl es sich um eine ech­te Ver­schwö­rung han­del­te, riet Jesa­ja ihnen, sie nicht als sol­che zu bezeich­nen, denn das wür­de ihre Angst nur noch ver­grö­ßern. Er lenk­te ihre Auf­merk­sam­keit dar­auf, Gott zu fürch­ten und zu ehren, anstatt sich über die­se Gefahr Sor­gen zu machen. Sie soll­ten auf Got­tes Güte und Schutz ver­trau­en. Das wür­de ihnen inne­ren Frie­den geben und so könn­te Gott sie vor den feind­li­chen Armeen ret­ten. Men­schen, die Gott nicht fürch­ten und ehren, erfah­ren nicht sei­ne täg­li­che Für­sor­ge. Sie öff­nen sich leicht für Nach­rich­ten über Gefah­ren und beängs­ti­gen­de Verschwörungen.

Eini­ge Ver­schwö­rungs­theo­rien wer­den von reli­giö­sen Grup­pen ver­brei­tet und mit dem Glau­ben ver­bun­den. Ver­schwö­rungs­theo­rien rech­nen jedoch im All­ge­mei­nen nicht mit Got­tes Wir­ken. Obwohl die Bibel die Macht des Bösen nicht her­un­ter­spielt, stellt sie doch klar, dass das Böse nie­mals stär­ker sein kann als Gott. Gott ist der Schöp­fer und Erhal­ter der Welt. In der gan­zen Hei­li­gen Schrift wird er als Herr der Geschich­te beschrie­ben, der über allen ein­fluss­rei­chen Herr­schern steht:

Geprie­sen sei der Name Got­tes von Ewig­keit zu Ewig­keit! Denn Weis­heit und Macht, sie sind sein. Er ändert Zei­ten und Fris­ten, er setzt Köni­ge ab und setzt Köni­ge ein … (Dani­el 2,20–21)

Da spricht Pila­tus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich los­zu­ge­ben, und Macht habe, dich zu kreu­zi­gen? Jesus ant­wor­te­te: Du hät­test kei­ner­lei Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gege­ben wäre …“ (Johan­nes 19,10–11)

Gott ist nicht gleich­gül­tig gegen­über dem, was mit sei­nen Geschöp­fen hier unten vor sich geht. Es war immer sein Ziel, den Men­schen sein lie­ben­des Wesen zu offen­ba­ren und uns zu ret­ten. Des­halb nimmt er an unse­rer Geschich­te teil, um sie zu einem guten Ende zu füh­ren, auch wenn es durch vie­le Schwie­rig­kei­ten geht: Er hat sich ein Volk geschaf­fen, in das Land der Ver­hei­ßung geführt und durch die stür­mi­schen Ereig­nis­se des ers­ten Jahr­tau­sends vor Chris­tus hin­durch bewahrt. Als schließ­lich die rech­te Zeit gekom­men war, trat Gott selbst in Jesus buch­stäb­lich in die Geschich­te ein.

Jesus wur­de von vie­len ange­fein­det und die Mäch­ti­gen ver­schwo­ren sich gegen ihn, um ihn aus dem Weg zu räu­men (Apos­tel­ge­schich­te 4,24–28). Doch er stell­te sich ihren bösen Plä­nen mit sei­ner Lie­be, sei­ner Demut und sei­ner Selbst­hin­ga­be ent­ge­gen. Jesus such­te die Lösung nicht dar­in, vor dem Bösen zu flie­hen, son­dern ihm aus dem tie­fen Ver­trau­en zu sei­nem Vater her­aus zu begeg­nen, für den alles mög­lich ist (Mar­kus 14,36). Auf die­se Wei­se hat er gegen das Böse gekämpft. Auch wenn sei­ne Fein­de ihn letzt­lich töte­ten, konn­ten sie Gott nicht dar­an hin­dern, sei­nen Heils­plan zu ver­wirk­li­chen. Jesus ist auf­er­stan­den und er ist hier bei uns:

Und Jesus trat zu ⟨ihnen⟩ (den Jün­gern) und rede­te mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gege­ben im Him­mel und auf Erden … Und sie­he, ich bin bei euch alle Tage bis zur Voll­endung des Zeit­al­ters.“ (Mat­thä­us 28,18.20)

Men­schen, die ihm glau­ben, wer­den Got­tes Gegen­wart und Macht in ihrem Leben erfah­ren. Die­je­ni­gen aber, die sich oft mit der Macht des Bösen beschäf­ti­gen und sich auf ihr Wis­sen ver­las­sen, um es zu besie­gen, ver­lie­ren Gott aus den Augen.

3 „Über­win­de das Böse mit dem Guten“ – die rich­ti­gen Prio­ri­tä­ten setzen

Die Hei­li­ge Schrift ermu­tigt die Gläu­bi­gen, die rich­ti­gen Prio­ri­tä­ten zu set­zen. Sie sol­len ihre kur­ze, kost­ba­re Zeit hier nut­zen, um sich für das Gute ein­zu­set­zen und ande­ren die Lie­be Got­tes zu zei­gen. Anstatt dei­ne Zeit damit zu ver­brin­gen, ver­meint­lich Böses her­aus­zu­fin­den, soll­test du Gutes tun und ande­re lie­ben. Küm­me­re dich um die Bedürf­nis­se und Nöte ande­rer, anstatt dei­ne Neu­gier­de und dein Ver­lan­gen nach zwei­fel­haf­tem Wis­sen zu stillen.

Lasst uns aber im Gutes­tun nicht müde wer­den, denn zur bestimm­ten Zeit wer­den wir ern­ten, wenn wir nicht ermat­ten. Lasst uns also nun, wie wir Gele­gen­heit haben, allen gegen­über das Gute wir­ken, am meis­ten aber gegen­über den Haus­ge­nos­sen des Glau­bens. (Gala­ter 6,9–10)

Übri­gens, Brü­der, alles, was wahr, alles, was ehr­bar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was lie­bens­wert, alles, was wohl­lau­tend ist, wenn es irgend­ei­ne Tugend und wenn es irgend­ein Lob [gibt], das erwägt! Was ihr auch gelernt und emp­fan­gen und gehört und an mir gese­hen habt, das tut, und der Gott des Frie­dens wird mit euch sein. (Phil­ip­per 4,8–9)

Sich mit Got­tes Wort und Frie­den aus­zu­fül­len und mit sei­ner Weis­heit und Güte aus­zu­rüs­ten ist der ein­zi­ge Weg, das Böse zu erken­nen und zu überwinden.

… über­win­de das Böse mit dem Guten. (Römer 12,21)

Die Beschäf­ti­gung mit allem mög­li­chen Bösen außer­halb von dir lenkt dich davon ab, das viel gefähr­li­che­re Böse zu bemer­ken: das Böse, das in dir selbst ver­bor­gen ist.

Er sag­te aber: Was aus dem Men­schen her­aus­kommt, das ver­un­rei­nigt den Men­schen. Denn von innen aus dem Her­zen der Men­schen kom­men die bösen Gedan­ken her­vor: Unzucht, Die­be­rei, Mord, Ehe­bruch, Hab­sucht, Bos­heit, Arg­list, Aus­schwei­fung, Neid, Läs­te­rung, Hoch­mut, Tor­heit; alle die­se bösen Din­ge kom­men von innen her­aus und ver­un­rei­ni­gen den Men­schen. (Mar­kus 7,20–23)

Wenn man in der Sün­de lebt, wird man selbst zum Skla­ven der Sün­de und nimmt dadurch an dem Bösen in der Welt teil, das man zu kri­ti­sie­ren meint. Wir kön­nen frei wer­den, wenn wir die Wahr­heit erken­nen. Wir kön­nen die­se Wahr­heit ken­nen­ler­nen, indem wir die Wor­te Jesu befol­gen. Die­se Wahr­heit ist befrei­end. Sie führt uns zur Freu­de an der ewi­gen Gemein­schaft mit Gott und lässt uns für immer in sei­nem Haus bleiben:

Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hat­ten: Wenn ihr in mei­nem Wort bleibt, so seid ihr wahr­haft mei­ne Jün­ger; und ihr wer­det die Wahr­heit erken­nen, und die Wahr­heit wird euch frei machen. Sie ant­wor­te­ten ihm: Wir sind Abra­hams Nach­kom­men­schaft und sind nie jeman­des Skla­ven gewe­sen. Wie sagst du: Ihr sollt frei wer­den? Jesus ant­wor­te­te ihnen: Wahr­lich, wahr­lich, ich sage euch: Jeder, der die Sün­de tut, ist der Sün­de Skla­ve. Der Skla­ve aber bleibt nicht für immer im Haus; der Sohn bleibt für immer. Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so wer­det ihr wirk­lich frei sein. (Johan­nes 8,31–36)

Übli­cher­wei­se möch­te man sich nicht gern als Skla­ven der Sün­de sehen. Man möch­te nicht, dass die eige­nen Sün­den auf­ge­deckt wer­den. Ver­schwö­rungs­theo­rien kon­zen­trie­ren sich auf äuße­re Fein­de und len­ken auf die­se Wei­se von der Wahr­heit über sich selbst ab.

Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekom­men ist, und die Men­schen haben die Fins­ter­nis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Wer­ke waren böse. Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit sei­ne Wer­ke nicht bloß­ge­stellt wer­den. (Johan­nes 3,19–20)

Die genaue Erfor­schung der schlech­ten Din­ge, die in Ver­schwö­rungs­theo­rien behaup­tet wer­den, kann kei­ne wesent­li­che posi­ti­ve Ver­än­de­rung im eige­nen geist­li­chen Leben bewir­ken. Zeigt nicht das Ver­schwen­den der eige­nen Zeit mit Ver­schwö­rungs­theo­rien viel­mehr, dass man nicht aktiv danach sucht, das Bes­te zu tun?

Abge­se­hen von Ver­schwö­rungs­theo­rien gibt es vie­le ande­re Din­ge, von denen man mei­nen könn­te, es sei inter­es­sant oder sogar nütz­lich, sich mit ihnen zu beschäf­ti­gen. Aber wir soll­ten Gott fra­gen, ob es wirk­lich das „Eine“ ist, das „nötig“ ist und das für immer bleibt, wie Maria es tat:

Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, dass er in ein Dorf kam; und eine Frau mit Namen Mar­ta nahm ihn auf. Und die­se hat­te eine Schwes­ter, genannt Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu nie­der­setz­te und sei­nem Wort zuhör­te. Mar­ta aber war sehr beschäf­tigt mit vie­lem Die­nen; sie trat aber hin­zu und sprach: Herr, küm­mert es dich nicht, dass mei­ne Schwes­ter mich allein gelas­sen hat zu die­nen? Sage ihr doch, dass sie mir hel­fe! Jesus aber ant­wor­te­te und sprach zu ihr: Mar­ta, Mar­ta! Du bist besorgt und beun­ru­higt um vie­le Din­ge; eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genom­men wer­den wird. (Lukas 10,38–42)

4 „Du sollst nicht fal­sches Zeug­nis able­gen“ – Ver­ant­wor­tung tra­gen für die eige­nen Ansichten

Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker nei­gen dazu, weit­rei­chen­de Behaup­tun­gen auf­zu­stel­len. Weit­rei­chen­de Behaup­tun­gen erfor­dern jedoch genau­so soli­de und über­prüf­ba­re Bewei­se. Aller­dings sind die Bewei­se, die Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker anfüh­ren, meis­tens umstrit­ten und beru­hen auf Spe­ku­la­tio­nen. Die Bibel hin­ge­gen lehrt uns, sorg­fäl­tig abzu­wä­gen, was wahr ist. Der Apos­tel Pau­lus sagt, dass wir alles prü­fen und nur an dem fest­hal­ten sol­len, was gut ist (1. Thes­sa­lo­ni­cher 5,21). Gott zieht jeden für das zur Ver­ant­wor­tung, was er denkt, tut und sagt. Jesus lehr­te die Men­schen so:

Ich sage euch aber, dass die Men­schen von jedem unnüt­zen Wort, das sie reden wer­den, Rechen­schaft geben müs­sen am Tag des Gerichts; denn aus dei­nen Wor­ten wirst du gerecht­fer­tigt wer­den, und aus dei­nen Wor­ten wirst du ver­dammt wer­den. (Mat­thä­us 12,36–37)

Jesus sag­te die­se Wor­te als Reak­ti­on dar­auf, dass er öffent­lich beschul­digt wur­de, mit­hil­fe des Satans Dämo­nen aus­zu­trei­ben (sie­he Ver­se 22–35 im sel­ben Kapi­tel). Eini­ge Juden woll­ten die Men­ge gegen Jesus auf­brin­gen, indem sie ihn auf die­se Wei­se ver­leum­de­ten. Die Wei­ter­ga­be fal­scher Infor­ma­tio­nen, selbst wenn man glaubt, dass sie wahr sind, kann ande­re beein­flus­sen und für vie­le schwer­wie­gen­de Fol­gen haben, wie der fol­gen­de Abschnitt illustriert:

Und es geschah danach, da starb der König der Söh­ne Ammon, und sein Sohn Hanun wur­de an sei­ner Stel­le König. Und David sag­te: Ich will Gna­de erwei­sen an Hanun, dem Sohn des Nahasch, so wie sein Vater Gna­de an mir erwie­sen hat. So sand­te David hin, um ihn durch sei­ne Knech­te wegen sei­nes Vaters zu trös­ten. Und die Knech­te Davids kamen in das Land der Söh­ne Ammon. Da sag­ten die Obers­ten der Söh­ne Ammon zu Hanun, ihrem Herrn: Will David in dei­nen Augen ⟨wirk­lich⟩ dei­nen Vater ehren, wenn er Trös­ter zu dir gesandt hat? Hat nicht David sei­ne Knech­te zu dir gesandt, um die Stadt zu erfor­schen und sie aus­zu­kund­schaf­ten und sie umzu­keh­ren? Da nahm Hanun die Knech­te Davids und ließ ihnen die Hälf­te des Bar­tes absche­ren und ihre Klei­der zur Hälf­te abschnei­den bis an ihr Gesäß; und er schick­te sie weg. (2. Samu­el 10,1–4)

Die schlech­te Behand­lung von Davids Die­nern auf­grund der fal­schen Annah­men der Obers­ten führ­te zu Krie­gen mit vie­len Opfern und Leid. Du bist dafür ver­ant­wort­lich, die Glaub­wür­dig­keit der Infor­ma­tio­nen, die du an ande­re wei­ter­ge­ben willst, zu über­prü­fen, denn sie kön­nen eine Rei­he von Ereig­nis­sen aus­lö­sen, die das Leben ande­rer Men­schen beein­flus­sen.[4] Des­halb ist die Schrift sehr streng, wenn es um die Ver­brei­tung von Nach­rich­ten und Anschul­di­gun­gen geht, die nicht gründ­lich geprüft wurden.

Wenn ein fal­scher Zeu­ge gegen jeman­den auf­tritt, um ihn des Unge­hor­sams zu beschul­di­gen, dann sol­len die bei­den Män­ner, die den Rechts­streit füh­ren, vor den HERRN tre­ten, vor die Pries­ter und die Rich­ter, die in jenen Tagen da sein wer­den. Und die Rich­ter sol­len ⟨die Sache⟩ genau unter­su­chen. Und sie­he, ist der Zeu­ge ein Lügen­zeu­ge, hat er gegen sei­nen Bru­der Lüge bezeugt, dann sollt ihr ihm tun, wie er sei­nem Bru­der zu tun gedach­te. Und du sollst das Böse aus dei­ner Mit­te weg­schaf­fen. Und die Übri­gen sol­len es hören und sich fürch­ten und nicht mehr län­ger eine solch böse Sache in dei­ner Mit­te bege­hen. (5. Mose 19,16–20)

Am Schlimms­ten aber ist, dass fal­sche Infor­ma­tio­nen Leben kos­ten können:

Ihr sollt im Gericht nicht Unrecht tun; du sollst die Per­son des Gerin­gen nicht bevor­zu­gen und die Per­son des Gro­ßen nicht ehren; in Gerech­tig­keit sollst du dei­nen Nächs­ten rich­ten. Du sollst nicht als ein Ver­leum­der unter dei­nen Volks­ge­nos­sen umher­ge­hen. Du sollst nicht gegen das Blut dei­nes Nächs­ten auf­tre­ten. Ich bin der HERR. (3. Mose 19,15–16)

Noch nie war es so ein­fach wie heu­te in unse­rer digi­ta­len Welt, fal­sche oder unbe­wie­se­ne Infor­ma­tio­nen mit nur einem Klick an Tau­sen­de von Men­schen wei­ter­zu­ge­ben. Aber hast du jemals die weit­rei­chen­den Fol­gen bedacht, die ein ein­zi­ger Klick haben kann? Zum Bei­spiel bei der COVID‐19‐Pandemie: In eini­gen Län­dern führ­te die Ver­brei­tung von Fehl­in­for­ma­tio­nen zum Zusam­men­bruch der loka­len Gesund­heits­sys­te­me und sogar zu Gewalt gegen völ­lig über­for­der­tes medi­zi­ni­sches Per­so­nal, das sein eige­nes Leben ris­kier­te, um ande­re zu ret­ten.[5] Coro­na hin­ter­ließ vie­le Tote und Wai­sen­kin­der.[6] Unab­hän­gig davon, ob die gemel­de­te Zahl der Todes­op­fer über­höht ist oder nicht, sind vie­le unse­rer Mit­men­schen nicht mehr unter uns. Viel­leicht warst du nur einer von Tau­sen­den, die einen frag­li­chen Bei­trag im Zusam­men­hang mit COVID unge­prüft „gelik­ed“ und „geteilt“ haben, aber das min­dert nicht dei­ne Ver­ant­wor­tung für die Folgen.

HERR, wer darf in dei­nem Zelt weilen?
Wer darf woh­nen auf dei­nem hei­li­gen Berg?
Der recht­schaf­fen wan­delt und Gerech­tig­keit übt und Wahr­heit redet in sei­nem Herzen,
nicht ver­leum­det mit sei­ner Zunge,
kein Übel tut sei­nem Gefähr­ten und
kei­ne Schmä­hung bringt auf sei­nen Nächsten,
(Psalm 15,1–3)

Was du über ande­re ver­brei­test, ver­rät oft, wer du wirk­lich bist. Men­schen mögen es, als Kämp­fer für das Gute und die Gerech­tig­keit gese­hen zu wer­den. Ande­re zu beschul­di­gen gibt ihnen die Mög­lich­keit dazu. Die­se Gesin­nung ist ein uraltes Übel, das bis heu­te viel Leid und Ent­frem­dung in unse­re Welt gebracht hat.

Doch wenn wir Gott nahe sein wol­len, müs­sen wir ihm ähn­lich wer­den. Er ist durch und durch hei­lig und wahrhaftig.

5 „Ehrt den König“ – Respekt vor der Obrigkeit

Durch Falsch­in­for­ma­tio­nen ver­brei­ten Ver­schwö­rungs­theo­rien Miss­trau­en gegen­über öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen und gegen die­je­ni­gen, die für wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen in Poli­tik, Wirt­schaft, Gesund­heits­we­sen und der­glei­chen zustän­dig sind. Letzt­end­lich führt dies zu sozia­len Unru­hen, Anar­chie und schürt Hassverbrechen.

Die Bibel zeigt ein rea­lis­ti­sches Bild von der häu­fig vor­kom­men­den Heu­che­lei, dem Ego­is­mus und der Bos­heit von Poli­ti­kern und Regie­run­gen. Gleich­zei­tig erkennt sie aber auch die nütz­li­che Funk­ti­on der poli­ti­schen Auto­ri­tä­ten an, die für die Auf­recht­erhal­tung von Ord­nung, einer gewis­sen Moral, Frie­den und Wohl­erge­hen sorgen.

Jede See­le unter­wer­fe sich den über­ge­ord­ne­ten ⟨staat­li­chen⟩ Mäch­ten! Denn es ist kei­ne ⟨staat­li­che⟩ Macht außer von Gott, und die bestehen­den sind von Gott ver­ord­net. Wer sich daher der ⟨staat­li­chen⟩ Macht wider­setzt, wider­steht der Anord­nung Got­tes; die aber wider­ste­hen, wer­den ein Urteil emp­fan­gen. … Dar­um ist es not­wen­dig, unter­tan zu sein, nicht allein der Stra­fe wegen, son­dern auch des Gewis­sens wegen. Denn des­halb ent­rich­tet ihr auch Steu­ern; denn es sind Got­tes Die­ner, die eben hier­zu fort­wäh­rend beschäf­tigt sind. Gebt allen, was ihr ⟨ihnen⟩ schul­dig seid: die Steu­er, dem die Steu­er; den Zoll, dem der Zoll; die Furcht, dem die Furcht; die Ehre, dem die Ehre ⟨gebührt⟩! (Römer 13,1–2 und 5–7)

Die­se Wor­te sind nicht abso­lut zu ver­ste­hen. Die Unter­ord­nung bezieht sich hier auf bestimm­te Aspek­te wie das Zah­len von Steu­ern. Meh­re­re Bei­spie­le in der Bibel leh­ren uns jedoch, dass wir Gott mehr gehor­chen sol­len als den Men­schen (Apos­tel­ge­schich­te 5,29), selbst wenn dies mit Schwie­rig­kei­ten ver­bun­den ist oder das Leben kos­tet. Das beein­dru­cken­de Zeug­nis der ers­ten Chris­ten, die hef­ti­ge Ver­fol­gun­gen ertra­gen muss­ten, war nicht das von Pro­test­lern, Whist­le­b­lo­wern und Rebel­len. Sie waren demü­tig, erfüllt von Lie­be und wahr­haf­tig, wie Jesus es war.

Der Apos­tel Pau­lus erleb­te wäh­rend sei­nes gesam­ten Diens­tes Miss­hand­lun­gen durch Obers­te und Behör­den. Trotz­dem ermu­tigt Pau­lus sei­ne Brü­der und Schwes­tern, den Wert der Obrig­keit als Gan­zes zu betrach­ten und nicht nur auf der Ebe­ne ein­zel­ner Per­so­nen. Sofern die Obrig­keit kei­nen Gehor­sam in Ange­le­gen­hei­ten ver­langt, die die Gerech­tig­keit, die Moral, den Glau­ben und den Gehor­sam gegen­über Gott gefähr­den, schul­den wir ihr Respekt und Gehor­sam. Petrus schreibt in ähn­li­cher Weise:

Ord­net euch aller mensch­li­chen Ein­rich­tung unter um des Herrn wil­len; sei es dem König als Ober­herrn oder den Statt­hal­tern als denen, die von ihm gesandt wer­den zur Bestra­fung der Übel­tä­ter, aber zum Lob derer, die Gutes tun! Denn so ist es der Wil­le Got­tes, dass ihr durch Gutes­tun die Unwis­sen­heit der unver­stän­di­gen Men­schen zum Schwei­gen bringt –als Freie und nicht als sol­che, die die Frei­heit als Deck­man­tel der Bos­heit haben, son­dern als Skla­ven Got­tes. Erweist allen Ehre; liebt die Bru­der­schaft; fürch­tet Gott; ehrt den König! (1. Petrus 2,13–17)

Wir sol­len uns „um des Herrn wil­len“ unter­ord­nen. Wenn wir das tun, ver­lie­ren wir nicht unse­re Frei­heit. Wah­re Frei­heit erlangt man nicht durch Pro­test und Wider­stand, son­dern indem man das Böse mei­det und ein hei­li­ges Leben führt. Durch die­ses Zeug­nis for­dern Chris­ten auch ande­re dazu auf.

Ein Christ ist, wie jedes Mit­glied der Gesell­schaft, von den Ent­schei­dun­gen der­je­ni­gen abhän­gig, die in hohen Posi­tio­nen sind. Im All­ge­mei­nen tun die Regie­run­gen viel, um die Grund­be­dürf­nis­se des jewei­li­gen Lan­des zu sichern. Das Funk­tio­nie­ren des Gesund­heits­we­sens, der Wirt­schaft, des Ver­kehrs­we­sens, der Sicher­heit, der Gerich­te usw. erfor­dert ein hohes Maß an Ver­wal­tung und Orga­ni­sa­ti­on. Obwohl Regie­run­gen auch vie­le schlech­te Ent­schei­dun­gen tref­fen, for­dert die Hei­li­ge Schrift die Chris­ten auf, Gott für die Sta­bi­li­tät zu dan­ken, die sich aus dem Dienst der Ent­schei­dungs­trä­ger ergibt, und für den Fort­be­stand die­ser Sta­bi­li­tät zu beten:

Ich ermah­ne nun vor allen Din­gen, dass Fle­hen, Gebe­te, Für­bit­ten, Dank­sa­gun­gen getan wer­den für alle Men­schen, für Köni­ge und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhi­ges und stil­les Leben füh­ren in aller Got­tes­furcht und Ehr­bar­keit. Dies ist gut und ange­nehm vor unse­rem Retter‐Gott, wel­cher will, dass alle Men­schen geret­tet wer­den und zur Erkennt­nis der Wahr­heit kom­men. (1. Timo­theus 2,1–4)

Die­se Ein­stel­lung steht in star­kem Gegen­satz zu der rebel­li­schen, undank­ba­ren und miss­traui­schen Hal­tung, die Ver­schwö­rungs­theo­rien zugrun­de liegt.

Bevor wir die­se Bibel­stel­le ver­las­sen, möch­ten wir noch zwei Din­ge erwähnen:

Ers­tens geht es in die­ser Stel­le nicht dar­um, für die Bekeh­rung der heid­ni­schen Herr­scher zu beten. Wäre dies der Fall, wür­de die Aus­sa­ge „für alle, die in Hoheit sind“ bedeu­ten, dass die Chris­ten für die Bekeh­rung aus­nahms­los aller Obrig­kei­ten beten sol­len. Das kann nicht gemeint sein, denn die Chris­ten waren nüch­tern und mach­ten sich kei­ne Illu­sio­nen dar­über, dass Regie­ren­de wie Pon­ti­us Pila­tus (der Jesus töten ließ) oder Kai­ser Nero (der für die ers­te bar­ba­ri­sche Chris­ten­ver­fol­gung ver­ant­wort­lich war) jemals den christ­li­chen Glau­ben anneh­men wür­den. Die Für­bit­te zielt viel­mehr dar­auf ab, dass Gott den Obrig­kei­ten bei ihren Ent­schei­dun­gen Weis­heit und Umsicht schen­ken möge, damit wir unter fried­li­chen Bedin­gun­gen leben kön­nen, die für die Ver­brei­tung des Evan­ge­li­ums för­der­lich sind (Sprü­che 8,15–16; Jere­mia 29,7).

Zwei­tens kön­nen wir die­se Stel­le nicht als abso­lu­te Richt­li­nie für alle Situa­tio­nen anse­hen. Die Bit­ten und Dank­sa­gen set­zen vor­aus, dass die Regie­run­gen grund­sätz­lich gute Absich­ten haben und bereit sind, ver­ant­wor­tungs­voll zu ent­schei­den. Daher kann sich die Bit­te des Pau­lus im obi­gen Abschnitt nicht auf offen­sicht­lich gewalt­sa­me, unmensch­li­che und über­grif­fi­ge Regie­run­gen bezie­hen. Chris­ten wür­den wie jeder ande­re Mensch mit guten mora­li­schen Maß­stä­ben nicht zustim­men und sich der Unter­wer­fung unter böse Geset­ze wider­set­zen. Zum Bei­spiel wür­den Chris­ten nie­mals den Hit­ler­gruß ent­rich­ten oder jüdi­sche Flücht­lin­ge zur Hin­rich­tung ausliefern.

Jesus woll­te nicht, dass sei­ne Jün­ger sozia­le Unru­hen schü­ren oder mit Gewalt pro­tes­tie­ren. Das sind nicht die Mit­tel Gottes.

Als aber die, wel­che um ihn waren, sahen, was es wer­den wür­de, spra­chen sie: Herr, sol­len wir mit dem Schwert drein­schla­gen? Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohen Pries­ters und hieb ihm das rech­te Ohr ab. Jesus aber ant­wor­te­te und sprach: Lasst es soweit! Und er rühr­te sein Ohr an und heil­te ihn. (Lukas 22,49–51)

Jesus ant­wor­te­te: Mein Reich ist nicht von die­ser Welt; wenn mein Reich von die­ser Welt wäre, so hät­ten mei­ne Die­ner gekämpft, damit ich den Juden nicht über­lie­fert wür­de, jetzt aber ist mein Reich nicht von hier. (Johan­nes 18,36)

Für Chris­ten sind Unzu­frie­den­heit, gewalt­sa­mer Wider­stand und Rebel­li­on kei­ne Lösung für die Pro­ble­me in die­ser Welt. Das heißt aber nicht, dass sie gleich­gül­tig sind: Chris­ten sind ver­ant­wort­lich für die Men­schen um sie her­um. Der Unter­schied in der Her­an­ge­hens­wei­se besteht dar­in, dass Chris­ten sich einer­seits zwar bemü­hen, ihre Pflich­ten in der Gesell­schaft zu erfül­len, gleich­zei­tig aber ein viel höhe­res Ziel vor Augen haben. Obwohl sie ver­su­chen, die Welt zu einem gerech­te­ren und bes­se­ren Ort zu machen, wis­sen sie, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Dies wirkt sich grund­le­gend auf ihre Art des Kamp­fes gegen Unter­drü­ckung und ande­re Übel aus. Wie ihr Herr stel­len sie sich dem Bösen ent­ge­gen, indem sie bereit sind, es gedul­dig zu ertra­gen, zu lei­den, ande­re zu lie­ben und sogar dazu bereit sind zu ster­ben. Sie wis­sen, dass es der gegen­wär­ti­gen Welt immer an Voll­kom­men­heit und an der Herr­lich­keit Got­tes man­geln wird und sie des­halb nicht ihre end­gül­ti­ge Hei­mat ist. Gemäß Got­tes Ver­hei­ßung erwar­ten sie viel­mehr „neue Him­mel und eine neue Erde, in denen die Gerech­tig­keit wohnt“ (2. Petrus 3,13).

Hier lohnt es sich, eine christ­li­che Schrift aus dem zwei­ten Jahr­hun­dert zu zitie­ren, die einen kur­zen Ein­blick in die Lebens­füh­rung und die Ein­stel­lung der Chris­ten damals gibt:

Sie wei­len auf Erden, aber ihr Wan­del ist im Him­mel. Sie gehor­chen den bestehen­den Geset­zen und über­bie­ten in ihrem Lebens­wan­del die Geset­ze. Sie lie­ben alle und wer­den von allen ver­folgt. Man kennt sie nicht und ver­ur­teilt sie doch, man tötet sie und bringt sie dadurch zum Leben. (Brief an Dio­gnet, Aus­zug aus Kap. 5)


„Denn die Chris­ten sind weder durch Hei­mat noch durch Spra­che und Sit­ten von den übri­gen Men­schen ver­schie­den. Sie bewoh­nen nir­gend­wo eige­ne Städ­te, bedie­nen sich kei­ner abwei­chen­den Spra­che und füh­ren auch kein abson­der­li­ches Leben. Kei­nes­wegs durch einen Ein­fall oder durch den Scharf­sinn vor­wit­zi­ger Men­schen ist die­se ihre Leh­re auf­ge­bracht wor­den und sie ver­tre­ten auch kei­ne mensch­li­che Schul­weis­heit wie ande­re. Sie bewoh­nen Städ­te von Grie­chen und Nicht­grie­chen, wie es einem jeden das Schick­sal beschie­den hat, und fügen sich der Lan­des­sit­te in Klei­dung, Nah­rung und in der sons­ti­gen Lebens­art, legen aber dabei einen wun­der­ba­ren und aner­kann­ter­mas­sen über­ra­schen­den Wan­del in ihrem bür­ger­li­chen Leben an den Tag. Sie bewoh­nen jeder sein Vater­land, aber nur wie Bei­sas­sen; sie betei­li­gen sich an allem wie Bür­ger und las­sen sich alles gefal­len wie Frem­de; jede Frem­de ist ihnen Vater­land und jedes Vater­land eine Frem­de. Sie hei­ra­ten wie alle andern und zeu­gen Kin­der, set­zen aber die gebo­re­nen nicht aus. Sie haben gemein­sa­men Tisch, aber kein gemein­sa­mes Lager. Sie sind im Flei­sche, leben aber nicht nach dem Flei­sche. Sie wei­len auf Erden, aber ihr Wan­del ist im Him­mel. Sie gehor­chen den bestehen­den Geset­zen und über­bie­ten in ihrem Lebens­wan­del die Geset­ze. Sie lie­ben alle und wer­den von allen ver­folgt. Man kennt sie nicht und ver­ur­teilt sie doch, man tötet sie und bringt sie dadurch zum Leben, Sie sind arm und machen vie­le reich; sie lei­den Man­gel an allem und haben doch auch wie­der an allem Über­fluss, Sie wer­den miss­ach­tet und in der Miss­ach­tung ver­herr­licht; sie wer­den geschmäht und doch als gerecht befun­den. Sie wer­den gekränkt und seg­nen, wer­den ver­spot­tet und erwei­sen Ehre. Sie tun Gutes und wer­den wie Übel­tä­ter gestraft; mit dem Tode bestraft, freu­en sie sich, als wür­den sie zum Leben erweckt. Von den Juden wer­den sie ange­fein­det wie Frem­de, und von den Grie­chen wer­den sie ver­folgt; aber einen Grund für ihre Feind­schaft ver­mö­gen die Has­ser nicht anzugeben.“

6 „Gott wider­steht den Hoch­mü­ti­gen, aber den Demü­ti­gen gibt er Gnade“

Gott liebt die­je­ni­gen, die ein demü­ti­ges Herz haben. Er ist denen nahe, die ihre Bedürf­tig­keit, ihre Gren­zen und ihre Nied­rig­keit anneh­men. Lei­der trifft man sol­che Men­schen nur sel­ten. Viel­mehr zie­hen wir es oft vor, stark zu erschei­nen und bes­ser als ande­re zu sein, nicht nur einer unter vie­len, son­dern jemand Beson­de­res zu sein. Ver­schwö­rungs­theo­rien näh­ren die­se Wün­sche sehr.

Unse­re Welt ist unge­heu­er kom­plex. Es gibt eine rie­si­ge Men­ge von Infor­ma­tio­nen zu ver­ar­bei­ten. Wenn man an Ver­schwö­rungs­theo­rien glaubt, ist man schnell in der Ver­su­chung zu den­ken, dass man den Über­blick hat und die Ereig­nis­se der Gegen­wart und der Ver­gan­gen­heit bewer­ten und durch­schau­en kann. Man meint, die „wah­ren“ Grün­de für das, was geschieht, zu kennen.

Jedoch zer­stört der Wunsch, wei­se zu sein und allein ent­schei­den zu kön­nen, was gut und böse ist, die Bezie­hung zwi­schen Gott und Mensch. Das zeigt die Geschich­te vom Sündenfall.

Und die Schlan­ge war lis­ti­ger als alle Tie­re des Fel­des, die der HERR, Gott, gemacht hat­te; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirk­lich gesagt: Von allen Bäu­men des Gar­tens dürft ihr nicht essen? Da sag­te die Frau zur Schlan­ge: Von den Früch­ten der Bäu­me des Gar­tens essen wir; aber von den Früch­ten des Bau­mes, der in der Mit­te des Gar­tens ⟨steht⟩, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berüh­ren, damit ihr nicht sterbt! Da sag­te die Schlan­ge zur Frau: Kei­nes­wegs wer­det ihr ster­ben! Son­dern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen auf­ge­tan wer­den und ihr sein wer­det wie Gott, erken­nend Gutes und Böses. 6 Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Nah­rung und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begeh­rens­wert war, Ein­sicht zu geben; und sie nahm von sei­ner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß. (1. Mose 3,1–6)

Der Mensch woll­te nicht, dass Gott ihn führt und ihm zeigt, was das Bes­te für ihn ist. Er über­schätz­te sich und über­schritt die Gren­zen, die Gott ihm gesetzt hatte.

Men­schen tref­fen vie­le fal­sche Ent­schei­dun­gen in ihrem Leben, weil sie Gott nicht fra­gen, son­dern lie­ber ihren eige­nen Vor­stel­lun­gen fol­gen. Oft hat der Mensch nicht ein­mal Klar­heit dar­über, was die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen für sein eige­nes Leben sind. Wie kann er den­ken, dass er den Über­blick dar­über hat, was in der Welt geschieht? Ist es nicht sehr arro­gant zu mei­nen, dass man es bes­ser wüss­te als die gro­ße Mehr­heit der Men­schen? Kön­nen all die wis­sen­schaft­li­chen For­schungs­er­geb­nis­se, his­to­ri­schen Doku­men­te und Erfah­run­gen, die unab­hän­gig von­ein­an­der über Jahr­hun­der­te auf der gan­zen Welt gesam­melt wur­den, sowie viel gesun­der Men­schen­ver­stand durch das auf­ge­wo­gen wer­den, was man in einem Buch gele­sen oder im Inter­net gefun­den hat? Auch wenn die Quel­le die­ser Infor­ma­tio­nen den Anspruch erhebt, maß­ge­bend zu sein, ist das „Wis­sen“, das man dadurch erlangt hat, meist nicht das Ergeb­nis gründ­li­cher Recher­chen. Furcht, Sen­sa­ti­ons­lust oder die Suche nach Bestä­ti­gung für die eige­nen Ansich­ten machen Men­schen anfäl­lig dafür, spek­ta­ku­lä­re Theo­rien zu über­neh­men, ohne die Argu­men­te für bei­de Sei­ten unvor­ein­ge­nom­men abzu­wä­gen. Sie ent­schei­den selbst schon von vorn­her­ein, was wahr ist und was nicht, weil ihre eige­ne Mei­nung zum Maß­stab für rich­tig und falsch gewor­den ist.

Wehe denen, die das Böse gut nen­nen und das Gute böse; die Fins­ter­nis zu Licht machen und Licht zu Fins­ter­nis; die Bit­te­res zu Süßem machen und Süßes zu Bit­te­rem! Wehe denen, die in ihren eige­nen Augen wei­se sind und sich selbst für ver­stän­dig hal­ten! (Jesa­ja 5,20–21)

Sei nicht wei­se in dei­nen Augen, fürch­te den HERRN und wei­che vom Bösen! (Sprü­che 3,7)

Oft glau­ben Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker, dass sie nach der Wahr­heit suchen, was ihre Hand­lun­gen und Moti­ve edel erschei­nen lässt. Ihre Ein­stel­lung ande­ren gegen­über offen­bart jedoch ein ande­res Ziel. Die­ses „Wis­sen“, das sie zu haben glau­ben, führt unwei­ger­lich dazu, dass sie, wenn auch viel­leicht unbe­wusst, auf die „Unin­for­mier­ten“, die „shee­p­le“[7], die ein­fach blind dem Main­stream fol­gen, her­ab­se­hen. Es ist der Wunsch, etwas Beson­de­res zu sein und ein beson­de­res Wis­sen zu besit­zen, der sie antreibt und sie respekt­los und lieb­los wer­den lässt.

Die Erkennt­nis bläht auf, die Lie­be aber erbaut. (1. Korin­ther 8,1)

Wer ist wei­se und ver­stän­dig unter euch? Er zei­ge aus dem guten Wan­del sei­ne Wer­ke in Sanft­mut der Weis­heit! Wenn ihr aber bit­te­re Eifer­sucht und Eigen­nutz in eurem Her­zen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahr­heit! Dies ist nicht die Weis­heit, die von oben her­ab­kommt, son­dern eine irdi­sche, sinn­li­che, dämo­ni­sche. Denn wo Eifer­sucht und Eigen­nutz ist, da ist Zer­rüt­tung und jede schlech­te Tat. Die Weis­heit von oben aber ist ers­tens rein, sodann fried­voll, mil­de, folg­sam, vol­ler Barm­her­zig­keit und guter Früch­te, unpar­tei­isch, unge­heu­chelt. (Jako­bus 3,13–17)

Ver­schwö­rungs­theo­rien ent­hal­ten von Natur aus Gedan­ken, die dem Main­stream gegen­über kri­tisch sind. Sie sind bei den­je­ni­gen beliebt, die sich selbst als „Frei­den­ker“ bezeich­nen, die ger­ne unab­hän­gig sind und sich nie­man­dem unter­ord­nen wol­len. Doch die­se Frei­heit im Den­ken ist ein­sei­tig. Denn auf der Suche nach Din­gen, gegen­über denen man kri­tisch sein kann, ist man sich selbst gegen­über oft nicht kri­tisch. Man ist so sehr mit der Suche nach dem Bösen in der Welt beschäf­tigt, dass man das Böse in sich selbst nicht sieht. Das aber ist die Vor­aus­set­zung dafür, die wirk­li­che Wahr­heit zu fin­den. Nur wenn wir bereit sind zu sehen und zuzu­ge­ben, wer wir in den Augen Got­tes wirk­lich sind in unse­rer Bedürf­tig­keit, unse­rer Begrenzt­heit und unse­rer Nied­rig­keit, kön­nen wir wirk­lich frei sein.

HERR! Mein Herz will nicht hoch hin­aus, mei­ne Augen sind nicht hoch­fah­rend. Ich gehe nicht mit Din­gen um, die zu groß und zu wun­der­bar für mich sind. Habe ich mei­ne See­le nicht beschwich­tigt und beru­higt? Wie ein ent­wöhn­tes Kind bei sei­ner Mut­ter, wie ein ent­wöhn­tes Kind ist mei­ne See­le in mir. (Psalm 131:1–2)

7 Nach­wort

Nun, da wir am Ende unse­res Arti­kels ange­langt sind, möch­ten wir dir eini­ge Fra­gen und Ermun­te­run­gen mit auf den Weg geben. Viel­leicht hast du viel Zeit und Mühe inves­tiert, um dich über eine Ver­schwö­rung zu infor­mie­ren. Du hast viel­leicht das Gefühl, wich­ti­ge Ein­bli­cke gewon­nen zu haben und mehr zu wis­sen als die meis­ten. Aber was hast du wirk­lich gewon­nen und wie kommt dei­ne Erkennt­nis ande­ren zugute?

Hat es dir Kraft gege­ben, ande­re zu lie­ben, sogar dei­ne Feinde?

Hat es dir Ruhe geschenkt und dein Ver­trau­en in Gott gestärkt?

Hat es dir gehol­fen, in der Demut zu wachsen?

Hat es dir gehol­fen, dei­ne eige­nen Sün­den auf­zu­de­cken und zu überwinden?

… und das Wich­tigs­te: Bist du Gott näher gekommen?

Bevor wir Chris­ten wur­den, waren man­che von uns in eine Viel­zahl von Ver­schwö­rungs­ideen ver­strickt. Du bist dir des­sen viel­leicht nicht bewusst, aber es ist wirk­lich eine Gefan­gen­schaft. „Up‐to‐date“ und auf all die schein­ba­ren Gefah­ren „vor­be­rei­tet“ zu sein, beraubt uns der wesent­li­chen Din­ge, die Gott uns schen­ken möch­te: sei­ne Gegen­wart, sei­ne Lie­be, sei­nen Frie­den, sei­ne Ver­söh­nung und die wirk­li­che Erfül­lung. All dies sind Din­ge, die für das christ­li­che Leben unent­behr­lich sind. Nicht durch das Wis­sen um Din­ge, die in der Welt vor sich gehen, will Gott dir Selbst­wert­ge­fühl, geist­li­che Nah­rung und Halt geben, son­dern dadurch, dass du „von ihm erkannt wirst“:

Und wenn ich Weis­sa­gung habe und alle Geheim­nis­se und alle Erkennt­nis weiß … aber kei­ne Lie­be habe, so bin ich nichts. (1. Korin­ther 13,2)

Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, so hat er noch nicht erkannt, wie man erken­nen soll; wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. (1. Korin­ther 8,2–3)

Wenn du über bestimm­te Aspek­te, die in die­sem Arti­kel erwähnt wur­den, noch wei­ter nach­den­ken möch­test oder wenn du Fra­gen hast und etwas noch tie­fer ver­ste­hen möch­test, kannst du uns ger­ne schrei­ben. Wir wür­den uns freu­en, von dir zu hören und gemein­sam über Got­tes Sicht­wei­se nachzudenken.


Fußnoten

  1. Zusam­men­fas­sung nach Micha­el Bar­kun, einem ame­ri­ka­ni­schen Aka­de­mi­ker, der eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für Poli­tik­wis­sen­schaft ist; in „Sep­tem­ber 11th through Con­spi­ra­cist­s’ Eyes“, Sei­te 2 in Sep­tem­ber 11th through Con­spi­ra­cist­s’ Eyes (abge­ru­fen am 18.02.2022, über­setzt durch die Autoren).
  2. In ähn­li­cher Wei­se ermu­tigt Jesus in Mat­thä­us 10,29–31 sei­ne Jün­ger, sich nicht vor ihren Ver­fol­gern zu fürch­ten, son­dern dem Vater zu ver­trau­en, der sich auch um die Gerings­ten sei­ner Geschöp­fe kümmert.
  3. Nach der Erklä­rung der Ampli­fied Bible ist das Hei­lig­tum „ein hei­li­ger, unzer­stör­ba­rer Schutz­raum für die­je­ni­gen, die ihn fürch­ten und ihm ver­trau­en“ (über­setzt durch die Autoren).
  4. Ein Bei­spiel dafür sind die Brand­an­schlä­ge auf Mobil­funk­tür­me und die Miss­hand­lung von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­ar­bei­tern auf­grund des Glau­bens, dass 5G‐Mobilfunknetze das Coro­na­vi­rus ver­brei­ten: Con­spi­ra­cy theo­rists burn 5G towers clai­ming link to virus (abge­ru­fen am 18.02.2022). Sie­he auch auf CNET: 5G coro­na­vi­rus con­spi­ra­cy theo­ry leads to 77 mobi­le towers bur­ned in UK, report says (abge­ru­fen am 18.02.2022).
  5. Eini­ge Quel­len hier­zu unter vie­len ande­ren: The Guar­di­an – ‘They stor­med the ICU and beat the doc­tor’: health workers under attack (abge­ru­fen am 18.02.2022), BBC News – Covid‐denying pati­ents assaul­ting medi­cal staff, nur­se says (abge­ru­fen am 18.02.2022).
  6. COVID‐19 Orph­an­hood (abge­ru­fen am 20.06.2022), Indo­ne­sia: More than 25,000 child­ren orpha­ned due to COVID‐19 sin­ce the start of the pan­de­mic (abge­ru­fen am 20.06.2022), The Hid­den U.S. COVID‐19 Pan­de­mic: Orpha­ned Child­ren (abge­ru­fen am 20.06.2022).
  7. Das Cam­bridge Dic­tion­a­ry defi­niert die­ses Wort als: Men­schen, die nach­ah­men, was ande­re tun, oder glau­ben, was man ihnen sagt, und nicht selbst den­ken. Shee­p­le ist eine Kom­bi­na­ti­on aus den Wör­tern sheep und peo­p­le (Cam­bridge Dic­tion­a­ry: shee­p­le, über­setzt durch die Autoren).


Zusam­men­fas­sung nach Micha­el Bar­kun, einem ame­ri­ka­ni­schen Aka­de­mi­ker, der eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für Poli­tik­wis­sen­schaft ist; in „Sep­tem­ber 11th through Con­spi­ra­cist­s’ Eyes“, Sei­te 2 in Sep­tem­ber 11th through Con­spi­ra­cist­s’ Eyes (abge­ru­fen am 18.02.2022, über­setzt durch die Autoren).

In ähn­li­cher Wei­se ermu­tigt Jesus in Mat­thä­us 10,29–31 sei­ne Jün­ger, sich nicht vor ihren Ver­fol­gern zu fürch­ten, son­dern dem Vater zu ver­trau­en, der sich auch um die Gerings­ten sei­ner Geschöp­fe kümmert.

Nach der Erklä­rung der Ampli­fied Bible ist das Hei­lig­tum „ein hei­li­ger, unzer­stör­ba­rer Schutz­raum für die­je­ni­gen, die ihn fürch­ten und ihm ver­trau­en“ (über­setzt durch die Autoren).

Ein Bei­spiel dafür sind die Brand­an­schlä­ge auf Mobil­funk­tür­me und die Miss­hand­lung von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­ar­bei­tern auf­grund des Glau­bens, dass 5G‐Mobilfunknetze das Coro­na­vi­rus ver­brei­ten: Con­spi­ra­cy theo­rists burn 5G towers clai­ming link to virus (abge­ru­fen am 18.02.2022). Sie­he auch auf CNET: 5G coro­na­vi­rus con­spi­ra­cy theo­ry leads to 77 mobi­le towers bur­ned in UK, report says (abge­ru­fen am 18.02.2022).

Eini­ge Quel­len hier­zu unter vie­len ande­ren: The Guar­di­an – ‘They stor­med the ICU and beat the doc­tor’: health workers under attack (abge­ru­fen am 18.02.2022), BBC News – Covid‐denying pati­ents assaul­ting medi­cal staff, nur­se says (abge­ru­fen am 18.02.2022).

COVID‐19 Orph­an­hood (abge­ru­fen am 20.06.2022), Indo­ne­sia: More than 25,000 child­ren orpha­ned due to COVID‐19 sin­ce the start of the pan­de­mic (abge­ru­fen am 20.06.2022), The Hid­den U.S. COVID‐19 Pan­de­mic: Orpha­ned Child­ren (abge­ru­fen am 20.06.2022).

Das Cam­bridge Dic­tion­a­ry defi­niert die­ses Wort als: Men­schen, die nach­ah­men, was ande­re tun, oder glau­ben, was man ihnen sagt, und nicht selbst den­ken. Shee­p­le ist eine Kom­bi­na­ti­on aus den Wör­tern sheep und peo­p­le (Cam­bridge Dic­tion­a­ry: shee­p­le, über­setzt durch die Autoren).