Gedan­ken von Katho­li­ken und Pro­tes­tan­ten zur Sühneopferlehre

Themenbereiche: Quellenangaben und Zitate
Schlagwörter: Erlösung

Uns ist bewusst, dass der in dem Arti­kel Jesu Tod für uns – ein Opfer gezeig­te Zugang zur Erlö­sung durch den Tod Jesu für vie­le Leser neu und unge­wohnt erscheint. Wir haben eini­ge Zita­te neue­rer Autoren und Pre­di­ger, auch aus offi­zi­el­len Stel­lung­nah­men ver­schie­de­ner evan­ge­li­scher „Kir­chen“ gesam­melt, die zei­gen sol­len, dass ähn­li­che Gedan­ken auch in ande­ren Krei­sen geäu­ßert wer­den. Die­se Zita­te stel­len nur Aus­zü­ge aus den Gedan­ken der zitier­ten Per­so­nen bzw. Insti­tu­tio­nen dar und bean­spru­chen nicht, die vol­le Brei­te ihres Den­kens wie­der­zu­ge­ben. Wir zitie­ren sie auch nicht des­we­gen, weil wir sie als geist­li­che Auto­ri­tä­ten betrach­ten oder weil wir unse­re Ansich­ten von ihnen über­nom­men hät­ten. Ihre Gedan­ken zu die­sem The­men­kreis ent­spre­chen auch nicht immer genau unse­rer Sicht­wei­se. Vie­len ande­ren Leh­ren die­ser Men­schen stim­men wir nicht zu. Die hier fol­gen­den Zita­te sol­len aber eine Anre­gung zum Nach­den­ken sein und eine Ermun­te­rung, alles an den Wor­ten der Bibel zu prü­fen und das eige­ne Leben dem zu schen­ken, der sein Leben aus Lie­be zu unse­rem Heil hin­ge­ge­ben hat.

Jac­ques Duques­ne[1]

Was sein Vater woll­te, war nicht, dass er stirbt, um die Sün­de Adams zu til­gen, unse­re Sün­den. Wie hät­te ein Gott, der gemäß dem Evan­ge­li­um sie­ben­und­sieb­zig mal sie­ben, d. h. immer, ver­zeiht, die­sen Mecha­nis­mus, die­ses Ver­fah­ren erfin­den kön­nen, durch das er nicht nur Kom­pli­ze, son­dern Anstif­ter der Ermor­dung sei­nes Soh­nes wer­den wür­de, nur um sei­nen Zorn über die sün­di­ge Mensch­heit zu besänf­ti­gen? Wie hät­te ein Gott, der Mose das Gesetz „Du sollst nicht töten“ gebracht hat­te, wün­schen sol­len, dass man sei­nen eige­nen Sohn zu sei­ner „Genug­tu­ung“ tötet, wie es so vie­le Theo­lo­gen gesagt haben und immer noch sagen …[2]

Klaus Ber­ger[3]

Nein, Gott brauch­te die Bos­heit der Römer nicht, er gebrauch­te sie. Er hat­te Gewalt und Blut­ver­gie­ßen nicht nötig, son­dern er fand sie vor. Er ist nicht an den Weg der Grau­sam­keit gebun­den, son­dern er ver­wan­delt ihn ins Gegen­teil. Er dekre­tiert und dik­tiert nicht ins­ge­heim den Mord, son­dern er will Leben und Gewalt­ver­zicht um jeden Preis. Er bin­det Ver­ge­bung nicht an Gewalt, son­dern ant­wor­tet auf Gewalt mit Ver­ge­bung. Er ist kein Tritt­brett­fah­rer des Mor­des an Jesus, son­dern ver­gibt immer und alle­zeit in frei­er Gna­de. Er ist kein gehei­mer Nutz­nie­ßer der Gewalt, son­dern das Kreuz for­dert mehr als alles ande­re das Ende jeder Gewalt. … Er genießt nicht den Tod sei­nes Soh­nes, son­dern über­win­det ihn. Das Blut Jesu Chris­ti besänf­tigt nicht sei­nen Zorn …[4]

Wal­ter Kirch­schlä­ger[5]

Es muss aber mit allem Nach­druck dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass die Sen­dung Jesu auch zu einer ande­ren Voll­endung hät­te kom­men kön­nen. Hät­te Isra­el sich auf­grund der Jesus­bot­schaft bekehrt …, wäre ver­mut­lich auf­grund der reli­giö­sen Erneue­rung des jüdi­schen Vol­kes im Sin­ne der Bot­schaft Jesu von der Königs­herr­schaft Got­tes jene Öff­nung auf alle Völ­ker voll­zieh­bar gewe­sen, von der bereits im Tem­pel­wei­he­ge­bet des Königs Salo­mo (vgl. 1. Kön 8,22–53) die Rede ist und die im pro­phe­ti­schen Bild der Völ­ker­wall­fahrt nach Jeru­sa­lem (vgl. z.B. Jes 66,18–24; Sach 2,14–17, evtl. Jes 2,2) ver­deut­licht wird.[6]

Ulrich Par­za­ny[7]

Sie müs­sen nicht den­ken, dass da ein rach­süch­ti­ger Gott im Jen­seits sitzt, der sei­nen Sohn hin­rich­ten lässt und dann vol­ler Genug­tu­ung sagt: Jetzt ist die Rech­nung quitt und jetzt kann ich auch ver­ge­ben. Was für eine alber­ne, törich­te, hirn­ris­si­ge Vor­stel­lung! Es ist Gott selbst, Gott selbst in Jesus, der mich sieht. „Seht den Vater“, sagt Jesus, „Ich und der Vater sind eins.“ Im Gekreu­zig­ten kommt der ewi­ge Gott und brei­tet die Arme aus und schenkt sich uns selbst – um uns in unse­rer tiefs­ten Gott­ver­las­sen­heit her­aus­zu­rei­ßen, dass wir nie mehr in die­ser Höl­le der Gott­ver­las­sen­heit allein sein müs­sen; um uns die Schuld abzu­neh­men, uns zu ver­söh­nen mit dem leben­di­gen Gott; um uns zu ver­bin­den mit ihm, uns eine neue Begeg­nung mit ihm zu geben, die so stark ist, dass sie trägt, auch in den Nöten und Schmer­zen des Lebens.[8]

Wolf­gang Huber[9]

Es ist die­se dem eige­nen Wider­stre­ben abge­run­ge­ne frei­wil­li­ge Selbst­hin­ga­be, die auch dem Ver­ständ­nis des Kreu­zes­to­des Jesu als Opfer einen guten theo­lo­gi­schen Sinn gibt. Von ihr aus las­sen sich Kreu­zes­tod und Auf­er­ste­hung als Akte der Ver­söh­nung begrei­fen – einer Ver­söh­nung der Welt und des Men­schen mit Gott (2. Korin­ther 5,19 f.). Es geht in ihr um die Erneue­rung einer – zer­bro­che­nen – Bezie­hung zwi­schen Mensch und Gott. Jesu Kreu­zes­tod ist also nicht eine zwangs­läu­fig geschul­de­te Süh­ne­leis­tung zur Besänf­ti­gung eines zor­ni­gen Got­tes, son­dern eine aus Frei­heit um der Lie­be Got­tes wil­len voll­zo­ge­ne Selbst­hin­ga­be. Aus deren Bestä­ti­gung durch Gott in der Auf­er­we­ckung Jesu von den Toten emp­fängt der Glau­be die Gewiss­heit der Ver­söh­nung mit Gott. Das ist der umfas­sen­de Sinn von Kreuz und Auf­er­ste­hung, der nicht auf eine rechts­för­mi­ge Satis­fak­ti­ons­vor­stel­lung redu­ziert wer­den darf.[10]

Eugen Biser[11]

Der Tod Jesu hat nichts zu tun mit einer Ableis­tung der Sün­den­schuld der Welt. Das heißt aller­dings in kei­ner Wei­se, dass Jesus die Sün­den­last der Welt nicht auf sich genom­men hat. Das war selbst­ver­ständ­lich sei­ne gro­ße Tat. Die aber voll­brach­te er nicht blu­tig am Kreuz, son­dern in sei­ner gesam­ten Lebens­leis­tung, denn die­se zielt dar­auf ab, den Men­schen aus dem Sumpf der Sün­de her­aus­zu­ho­len und ihn einer gott­ähn­li­chen Exis­tenz ent­ge­gen­zu­füh­ren, wie das im Gedan­ken sei­ner Got­tes­kind­schaft zum Aus­druck kommt. …

Im Tod Jesu hat sich Jesus defi­ni­tiv als der erwie­sen, der als die Ver­kör­pe­rung der Lie­be Got­tes in die­se Welt ein­ge­tre­ten ist und des­sen gan­ze Lebens­leis­tung eine ein­zi­ge Ein­füh­rung der Mensch­heit in die Lie­be Got­tes war. Von die­ser Neu­ent­de­ckung der Lie­be Got­tes sprach er nicht nur in Wor­ten, viel­mehr unter­bau­te er die­se durch sei­ne Wun­der. Hin­ter sei­nen Wor­ten steht eben­so wie hin­ter sei­nen Wun­dern der von ihm ent­deck­te „Vater der Erbar­mun­gen und Gott allen Tros­tes“. Wenn er den Lei­den­den die hei­len­de Hand auf­legt, ist das eben­so wie in sei­nen Selig­prei­sun­gen eine Ver­kün­dung der Lie­be Gottes.

Indes­sen bedurf­te es noch einer letz­ten Veri­fi­zie­rung die­ser Erkennt­nis, und die erbrach­te er dadurch, dass er sei­nen Tod nicht nur als eine Tat, son­dern zu einer Lie­bes­tat gestal­te­te. Wenn der Tod Jesu so begrif­fen wird, begreift man auch, dass von die­sem Tod eine gewal­ti­ge Wir­kung aus­ging. Schon bevor die Auf­er­ste­hung erfolg­te, ist der Tod Jesu das größ­te Heils­zei­chen, das es in die­ser Welt‐ und Heils­ge­schich­te jemals gege­ben hat und das als sol­ches neu begrif­fen wer­den muss.[12]

Niko­laus Schnei­der[13]

Fra­ge: Stim­men Sie … zu, dass Gott kein Süh­ne­op­fer braucht?

Niko­laus Schnei­der: Gott braucht es tat­säch­lich nicht. Denn es muss ja nicht sein Zorn durch unschul­di­ges Lei­den besänf­tigt wer­den. Aber wir Men­schen brau­chen die Bot­schaft vom Kreuz als Zei­chen für Got­tes Lie­be und Soli­da­ri­tät, als Sym­bol für das Mit­ge­hen Got­tes mit uns durch den Tod hin­durch.[14]

Evan­ge­li­sche Kir­che im Rheinland

Die­ses Bild, dass Chris­tus zugleich Opfer­tier und Hohe­pries­ter ist und dass die­ses „Opfer“ nicht wie­der­holt wer­den kann, sprengt jede rea­le Opfer­si­tua­ti­on. Der Hebrä­er­brief hebt den Opfer­ge­dan­ken selbst auf. Der neu­tes­ta­ment­li­che Sühnop­fer­ge­dan­ke ist dar­um ohne das Bekennt­nis „Gott war in Chris­tus“ unbrauch­bar. Gott for­dert nicht ein Men­schen­op­fer, er gibt sich selbst. Spä­tes­tens hier wird auch deut­lich, dass das Blut Chris­ti Sym­bol für den Tod ist. Es war nicht das phy­si­sche Blut, das uns ret­tet, son­dern sein Tod an unse­rer Stel­le, das durch sein Blut­ver­gie­ßen sym­bo­li­siert wird. Um Got­tes wil­len muss und soll kein Blut flie­ßen![15]

Es ist nicht biblisch, den Tod Jesu so zu deu­ten, als for­der­te Gott selbst Blut, Gewalt oder Opfer. Gewalt und Blut­ver­gie­ßen fin­det Gott vor. Sie sind Teil unse­rer Wirk­lich­keit, in der Jesus uns auf­sucht. Jesus ist von Men­schen zum Opfer gemacht wor­den (die eng­li­sche Spra­che ist hier prä­zi­ser: vic­tim – das lei­den­de, pas­si­ve Opfer). Opfer in die­sem Sinn ist kei­ne Meta­pher, son­dern Rea­li­tät. Men­schen haben ihn hin­ge­rich­tet. Aber nicht mit ihrem mör­de­ri­schen Tun iden­ti­fi­ziert sich Gott, son­dern mit den Hin­ge­rich­te­ten – in die­sem Sinn macht Gott sich in sei­nem Sohn selbst zum „Opfer“ (die eng­li­sche Spra­che ist hier prä­zi­ser: sacri­fice – das akti­ve Selbst­op­fer, die Selbst­hin­ga­be).[16]

Evan­ge­li­sche Kir­che in Hes­sen und Nassau

Der Klar­heit der theo­lo­gi­schen Argu­men­ta­ti­on dient es aller­dings, wenn von Anfang an ein Ver­ständ­nis des Kreu­zes­to­des Jesu aus­ge­schlos­sen wird, das die­sen Tod als Mit­tel, Gott zu ver­söh­nen, in Ana­lo­gie zur hel­le­nis­ti­schen Opfer­pra­xis ver­steht. Nicht Gott, son­dern der Mensch muss ver­söhnt wer­den. Gott ist das Sub­jekt, nicht das Objekt des Ver­söh­nungs­ge­sche­hens.[17]

Wil­fried Här­le[18]

„Für­wahr, er trug uns­re Krank­heit und lud auf sich uns­re Schmer­zen. Wir aber hiel­ten ihn für den, der geplagt und von Gott geschla­gen und gemar­tert wäre. Aber er ist um uns­rer Mis­se­tat wil­len ver­wun­det und um uns­rer Sün­de wil­len zer­schla­gen. Die Stra­fe liegt auf ihm, auf dass wir Frie­den hät­ten, und durch sei­ne Wun­den sind wir geheilt“ (Jes 53,4 f.). Wohl gemerkt: Hier wird nicht gesagt, Gott habe ihn geschla­gen und gemar­tert, erst recht nicht wird gesagt, Gott habe die­ses Lei­den, die­ses Blut, die­sen Tod gebraucht, um sich unse­rer zu erbar­men, son­dern es wird gesagt, dass wir Men­schen ihn für einen gehal­ten haben, der von Gott geschla­gen und gemar­tert wur­de. Irr­tüm­lich! Jesus Chris­tus bekommt nicht Got­tes Zorn (den es sehr wohl gibt) zu spü­ren und zu tra­gen, son­dern er bekommt unse­re Lieb­lo­sig­keit, unse­re Unwahr­haf­tig­keit, unse­re Lebens­feind­lich­keit und deren Kon­se­quen­zen zu tra­gen und zu spü­ren. Wenn es rich­tig ist, dass in Jesus Chris­tus Got­tes Lie­be mensch­li­che Gestalt genom­men hat, und die­se Über­zeu­gung steht im Zen­trum des christ­li­chen Glau­bens, dann besagt der Kreu­zes­tod Jesu Chris­ti, dass die­se mensch­ge­wor­de­ne Lie­be Got­tes ans Kreuz geschla­gen wur­de, aber auch dar­in nicht umschlägt in Hass, Ver­gel­tung oder Rache, son­dern die­se gesam­mel­te Bos­heit auf sich nimmt, bis zum bit­te­ren Ende trägt und noch für sei­ne Pei­ni­ger betet.

Was im Kreu­zes­tod Jesu Chris­ti geschieht, lässt sich erah­nen und erspü­ren. Es ist das unschul­di­ge, unver­schul­de­te Erlei­den und Ertra­gen des Bösen, das samt sei­nen Aus­wir­kun­gen in die­ser Welt eine bit­te­re Rea­li­tät ist. Was damit geschieht, ent­zieht sich weit­ge­hend einer theo­re­ti­schen Beschrei­bung durch unse­re begriff­li­che Spra­che. Des­we­gen ver­wen­det schon das Neue Tes­ta­ment Ver­glei­che, Bil­der, Meta­phern, Sym­bo­le, wenn es vom Tod Jesu Chris­ti und von des­sen Heils­be­deu­tung spricht. Und es ver­wen­det meh­re­re, zahl­rei­che, ganz unter­schied­li­che Ver­glei­che, Bil­der, Meta­phern Sym­bo­le, um über das nicht schwei­gen zu müs­sen, was im Tod Jesu Chris­ti gesche­hen ist.[19]

Immer dann, wenn eine Aus­sa­ge über die Heils­be­deu­tung des Todes Jesu Chris­ti vor­aus­setzt oder den Ein­druck erweckt, durch den Kreu­zes­tod Jesu Chris­ti sei Gott erst ver­söhnt wor­den, dann hat das mit der neu­tes­ta­ment­li­chen Bot­schaft nichts mehr zu tun. Gott ist das Sub­jekt des Ver­söh­nungs­ge­sche­hens, nicht ihr Objekt. Gott muss nicht ver­söhnt wer­den, son­dern er war in Chris­tus und ver­söhn­te die Welt mit sich selbst (2. Kor 5,19). Dass das Böse (s)ein Opfer for­dert, ist rich­tig, aber das Beson­de­re und Cha­rak­te­ris­ti­sche der Rede vom (Sühn-)Opfer im Neu­en Tes­ta­ment besteht gera­de dar­in, dass nicht (mehr) wir Men­schen Gott Opfer brin­gen, um ihn gnä­dig zu stim­men, son­dern dass Gott sich in Jesus Chris­tus zu unse­ren Guns­ten, uns zu Lie­be opfert. Was für eine Ver­tau­schung! Hier wird die reli­gi­ons­ge­schicht­li­che Insti­tu­ti­on des Opfers auf den Kopf gestellt, und damit – ein für alle Mal, wie der Hebrä­er­brief ger­ne sagt – selbst geop­fert.[20]

Karl‐Heinz Men­ke[21]

Kein Gerin­ge­rer als der gegen­wär­ti­ge Papst[22] hat die Satis­fak­ti­ons­theo­rie als abstru­ses Kon­strukt ver­wor­fen. Denn was ist das für ein Vater, der dem Sün­der sei­nen Sohn wie ein Zah­lungs­mit­tel in die Hand drückt, damit der sei­ne Ehre wie­der­her­stel­len kann? Wenn der Sün­der nicht selbst zum Sohn wird, was nutzt es dann, dass er sich der Sohn­schaft Jesu Chris­ti wie eines Geld­stücks bedient, um sei­ne Schuld beim Vater „aus­zu­lö­sen“? Und über­haupt ist zu fra­gen: Wie kann der gött­li­che Vater zulas­sen, dass der Sün­der sei­ne Schuld mit den Ver­diens­ten des unschul­di­gen Soh­nes bezahlt?

Im Neu­en Tes­ta­ment gibt es kei­ne ein­zi­ge Stel­le, die von Gott sagt, er ver­lan­ge das Kreu­zes­op­fer sei­nes Soh­nes, um sich so die Schuld der Sün­der bezah­len zu las­sen. Im Gegen­teil: Im Sohn setzt sich auch der Vater dem kreu­zi­gen­den Hass der Sün­der aus (1. Brief des Johan­nes 4,10). So betrach­tet steht nicht Gott gegen Gott, nicht der opfern­de Vater dem geop­fer­ten Sohn gegen­über. Im Gegen­teil: Wer Jesus Chris­tus sieht, sieht den Vater, wie es im Johan­nes­evan­ge­li­um (10,30; 14,9) heißt. Pau­lus bezeich­net im Römer­brief (3,25) Jesus Chris­tus als die „neue kap­po­ret“, als die wah­re Stel­le der Anwe­sen­heit Got­tes.[23]

Joseph Ratz­in­ger[24]

Für sehr vie­le Chris­ten und beson­ders für jene, die den Glau­ben nur ziem­lich von wei­tem ken­nen, sieht es so aus, als wäre das Kreuz zu ver­ste­hen inner­halb eines Mecha­nis­mus des belei­dig­ten und wie­der­her­ge­stell­ten Rech­tes. Es wäre die Form, wie die unend­lich belei­dig­te Gerech­tig­keit Got­tes mit einer unend­li­chen Süh­ne wie­der ver­söhnt wür­de. So erscheint es den Men­schen als Aus­druck einer Hal­tung, die auf einem genau­en Aus­gleich zwi­schen Soll und Haben besteht; zugleich behält man das Gefühl, dass die­ser Aus­gleich den­noch auf einer Fik­ti­on beruht. Man gibt zuerst im Gehei­men mit der lin­ken Hand, was man fei­er­lich mit der rech­ten wie­der ent­ge­gen­nimmt. Die »unend­li­che Süh­ne«, auf der Gott zu bestehen scheint, rückt so in ein dop­pelt unheim­li­ches Licht. Von man­chen Andachts­tex­ten her drängt sich dem Bewusst­sein dann gera­de­zu die Vor­stel­lung auf, der christ­li­che Glau­be an das Kreuz stel­le sich einen Gott vor, des­sen unnach­sich­ti­ge Gerech­tig­keit ein Men­schen­op­fer, das Opfer sei­nes eige­nen Soh­nes, ver­langt habe. Und man wen­det sich mit Schre­cken von einer Gerech­tig­keit ab, deren fins­te­rer Zorn die Bot­schaft von der Lie­be unglaub­wür­dig macht. So ver­brei­tet die­ses Bild ist, so falsch ist es. In der Bibel erscheint das Kreuz nicht als Vor­gang in einem Mecha­nis­mus des belei­dig­ten Rech­tes; in ihr steht das Kreuz viel­mehr ganz umge­kehrt da als Aus­druck für die Radi­ka­li­tät der Lie­be, die sich gänz­lich gibt, als der Vor­gang, in dem einer das ist, was er tut, und das tut, was er ist; als Aus­druck für ein Leben, das ganz Sein für die ande­ren ist. Für den, der genau­er zusieht, drückt sich in der Kreu­zestheo­lo­gie der Schrift­wahr­haft eine Revo­lu­ti­on aus gegen­über den Sühne‐ und Erlö­sungs­vor­stel­lun­gen der außer­christ­li­chen Reli­gi­ons­ge­schich­te, wobei frei­lich nicht zu leug­nen ist, dass im spä­te­ren christ­li­chen Bewusst­sein die­se Revo­lu­ti­on weit­ge­hend wie­der neu­tra­li­siert und sel­ten in ihrer gan­zen Trag­wei­te erkannt wor­den ist. In den Welt­re­li­gio­nen bedeu­tet Süh­ne gewöhn­lich die Wie­der­her­stel­lung des gestör­ten Got­tes­ver­hält­nis­ses mit­tels süh­nen­der Hand­lun­gen der Men­schen. Fast alle Reli­gio­nen krei­sen um das Pro­blem der Süh­ne; sie stei­gen auf aus dem Wis­sen des Men­schen um sei­ne Schuld vor Gott und bedeu­ten den Ver­such, die­ses Schuld­ge­fühl zu behe­ben, die Schuld zu über­win­den durch Süh­ne­leis­tun­gen, die man Gott anbie­tet. Das süh­nen­de Werk, mit dem Men­schen die Gott­heit ver­söh­nen und gnä­dig stim­men wol­len, steht im Mit­tel­punkt der Reli­gi­ons­ge­schich­te. Im Neu­en Tes­ta­ment sieht die Sache fast genau umge­kehrt aus. Nicht der Mensch ist es, der zu Gott geht und ihm eine aus­glei­chen­de Gabe bringt, son­dern Gott kommt zum Men­schen, um ihm zu geben. Aus der Initia­ti­ve sei­ner Lie­bes­macht her­aus stellt er das gestör­te Recht wie­der her, indem er durch sein schöp­fe­ri­sches Erbar­men den unge­rech­ten Men­schen gerecht macht, den Toten leben­dig. Sei­ne Gerech­tig­keit ist Gna­de; sie ist akti­ve Gerech­tig­keit, die den ver­krümm­ten Men­schen rich­tet, das heißt zurecht­biegt, rich­tig macht.[25]

Mehr­fach sind wir schon zu spre­chen gekom­men auf den grund­le­gen­den Text in Röm 3,25, in dem Pau­lus … den gekreu­zig­ten Jesus als “Hilas­ter­ion” bezeich­net. Damit ist, wie wir sahen, der Deckel der Bun­des­la­de gemeint, auf den am gro­ßen Ver­söh­nungs­tag beim Ver­söh­nungs­op­fer das Süh­ne­blut gesprengt wur­de. Sagen wir gleich, wie die Chris­ten die­sen archai­schen Ritus nun ver­stan­den: Nicht die Berüh­rung von Tier­blut mit einem hei­li­gen Gerät ver­söhnt Gott und Mensch. In der Pas­si­on Jesu berührt der gan­ze Schmutz der Welt den unend­lich Rei­nen, die See­le Jesu Chris­ti und damit den Sohn Got­tes selbst. Wenn sonst das Unrei­ne durch Berüh­rung das Rei­ne ansteckt und ver­un­rei­nigt, so ist es hier umge­kehrt: Wo die Welt mit all ihrem Unrecht und ihren Grau­sam­kei­ten, die sie ver­un­rei­ni­gen, in Berüh­rung tritt mit dem unend­lich Rei­nen – da ist er, der Rei­ne, zugleich der Stär­ke­re. In die­ser Berüh­rung wird wirk­lich der Schmutz der Welt auf­ge­so­gen, auf­ge­ho­ben, umge­wan­delt im Schmerz der unend­li­chen Lie­be.[26]

Der Logos selbst, der Sohn, wird Fleisch; er nimmt einen mensch­li­chen Leib an. So ist ein neu­er Gehor­sam mög­lich, ein Gehor­sam, der über alle mensch­li­che Erfül­lung der Gebo­te hin­aus­reicht. Der Sohn wird Mensch und trägt in sei­nem Leib das gan­ze Mensch­sein zu Gott zurück. Erst das fleisch­ge­wor­de­ne Wort, des­sen Lie­be sich am Kreuz voll­endet, ist der voll­kom­me­ne Gehor­sam. In ihm ist nicht nur die Kri­tik der Tem­pel­op­fer end­gül­tig gewor­den, son­dern auch die ver­blie­be­ne Sehn­sucht erfüllt: Sein leib­haf­ti­ger Gehor­sam ist das neue Opfer, in das er uns alle mit hin­ein­zieht und in dem zugleich all unser Unge­hor­sam auf­ge­ho­ben ist durch sei­ne Lie­be.[27]

Hans Kess­ler[28]

Das Kreuz Jesu ist eine Tat der sich gegen Gott ver­schlie­ßen­den Men­schen.[29]

Im Licht der Auf­er­we­ckung (nur in ihm!) wird das Kreuz zum Zei­chen von Got­tes unbe­irr­ba­rem Heils­wil­len. Daher die Suche nach Schrift­hin­wei­sen, die … Aus­sa­ge vom „Muss“ des Lei­dens (Mk 8,31 par; Lk 17,25; 22,37; 24,7.26.44) und die Aus­sa­gen von der (durch Men­schen erzwun­ge­nen, von Gott zuge­las­se­nen!) Dahin­ga­be Jesu durch Gott. Sie besa­gen kei­nes­wegs, dass der gewalt­sa­me Tod Jesu das von Gott (gar aus Lie­be zur Welt) geplan­te Ziel gewe­sen wäre. Eine sol­che sadis­ti­sche Vor­stel­lung stün­de im Wider­spruch zum Got­tes­bild Jesu und des Juden­tums: Gott will kein ein­zi­ges Men­schen­op­fer (sol­che sind ihm ein Gräu­el: Lev 18,21; 20,2–5; Dtn 12,31; 18,10; Jer 7,30 f.; 32,35; Ez 16,20 f.; 20,26), und er hat sei­nen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er von ihr umge­bracht wer­de, son­dern damit sie sich von ihm ret­ten las­se (vgl. Joh 3,17).

Die Kreu­zi­gung Jesu war des­halb nicht von Gott gewollt oder gar initi­iert. Man darf nicht Gott zuschrei­ben, was allein mensch­li­che Unrechts­ge­schich­te Jesus (und Gott) ange­tan hat. Es war nicht Got­tes Wil­le, dass Jesus grau­sam getö­tet wur­de. Aber, dass Jesus auch die­sem ihm von Men­schen zuge­füg­ten Tod noch mit sei­ner Lie­be zu Gott und den Men­schen füll­te (und so Gott zu ihnen kom­men ließ), das war durch­aus Got­tes Wil­le. Der Wil­le des Vaters bezog sich dem­zu­fol­ge nur dar­auf, dass der von ihm gesand­te und in die Welt (mit allen Risi­ken) hin­ein­ge­ge­be­ne Sohn die heil­sa­me Soli­da­ri­tät mit allen Men­schen fest­hal­te, also auch noch den sich ver­kramp­fen­den Geg­nern bis ins Letz­te nach­ge­he, um ihnen so aus ihrer Welt der Ver­schlos­sen­heit und Gott­fer­ne her­aus­zu­hel­fen.[30]

Doch Jesus hat den Anspruch auf die escha­to­lo­gi­sche Samm­lung ganz Isra­els (die sich hät­te fort­set­zen sol­len in der Samm­lung der Völ­ker­welt) für Got­tes gute Herr­schaft nie auf­ge­ge­ben. Sei­ne Wei­ge­rung, sich mit unge­fähr­li­che­ren Lösun­gen zufrie­den­zu­ge­ben, und sein ent­schie­de­ner Wil­le, allen und sei es in stell­ver­tre­ten­der Ent­äu­ße­rung und Ein­sam­keit das Heil der Gemein­schaft mit Gott und unter­ein­an­der offen­zu­hal­ten, führ­te ihn dazu, dem dro­hen­den gewalt­sa­men Tod nicht nur bewusst und gewalt­los ent­ge­gen­zu­ge­hen, son­dern ihn als äußers­ten Dienst für das Kom­men der Güte Got­tes (auch zu sei­nen Fein­den) als Ster­ben für vie­le zu ver­ste­hen.[31]


Fußnoten

  1. Fran­zö­si­scher Jour­na­list und Autor.
  2. Jac­ques Duques­ne, Der Gott Jesu, 1998, S. 159.
  3. 1974–2006 Pro­fes­sor für Neu­es Tes­ta­ment an der Evangelisch‐Theologischen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Heidelberg.
  4. Klaus Ber­ger, Wozu ist Jesus am Kreuz gestor­ben, 1998, S. 36.
  5. 1982–2012 Pro­fes­sor für Exege­se des Neu­en Tes­ta­ments an der Theo­lo­gi­schen Fakul­tät Luzern.
  6. Wal­ter Kirch­schlä­ger, Hat Gott sei­nen Sohn in den Tod gege­ben? in: Erlöst durch Jesus Chris­tus, hg. von Edu­ard Chris­ten und Wal­ter Kirch­schlä­ger, Frei­burg, Schweiz, 2000, S. 52–53.
  7. Deut­scher evan­ge­li­scher Theo­lo­ge, Pfar­rer, Pre­di­ger und Autor.
  8. Ulrich Par­za­ny in sei­ner Pre­digt vom 6. März 2013 zum The­ma Leid im Rah­men von pro christ 2013 in Stuttgart.
  9. Unter ande­rem 2003–2009 Rats­vor­sit­zen­der der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutschland.
  10. Wolf­gang Huber, Der christ­li­che Glau­be: Eine evan­ge­li­sche Ori­en­tie­rung, 3. Auf­la­ge Güters­loh 2008, S. 126.
  11. Katho­li­scher Pries­ter, Fun­da­men­tal­theo­lo­ge und Religionsphilosoph.
  12. Eugen Biser, Jesu Tod – eine Süh­ne: Rhei­ni­scher Mer­kur Nr. 15 / 2009, S. 24.
  13. 2003–2013 Prä­ses der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rheinland.
  14. Gott braucht kei­ne Süh­ne­op­fer, denn er muss nicht besänf­tigt wer­den … Inter­view mit Niko­laus Schnei­der, Prä­ses der rhei­ni­schen Kir­che in: chris­mon plus rhein­land 04.2009, S. 44.
  15. Evan­ge­li­sche Kir­che im Rhein­land: “Aus Lei­den­schaft für uns. Zum Ver­ständ­nis des Kreu­zes­to­des Jesu”, 2010; S. 32. (http://​www​.ekir​.de/​w​w​w​/​d​o​w​n​l​o​a​d​s​/​e​k​i​r​2​0​1​0​b​r​o​s​c​h​u​e​r​e​-​k​r​e​u​z​e​s​t​h​e​o​l​o​g​ie.pdf)
  16. Ebd. S. 34.
  17. Evan­ge­li­sche Kir­che in Hes­sen und Nas­sau, Stel­lung­nah­me des Lei­ten­den Geist­li­chen Amtes zur umstrit­te­nen Deu­tung des Todes Jesu als ein Gott ver­söh­nen­des Opfer, 2008, Punkt A.14.
  18. 1995 bis 2006 Pro­fes­sor für Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie (Ethik) an der Uni­ver­si­tät Heidelberg.
  19. Wil­fried Här­le, „ …gestor­ben für unse­re Sün­den“. Die Heils­be­deu­tung des Todes Jesu Chris­ti in: Evan­ge­li­sche Kir­che in Hes­sen und Nas­sau: Deu­tun­gen des Todes Jesu. Eine Hand­rei­chung zu Kar­frei­tag 2012, S. 14–15.
  20. Ebd. S. 15–16.
  21. Pro­fes­sor für Dog­ma­tik an der Katholisch‐Theologischen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Bonn.
  22. Gemeint ist Bene­dikt XVI (Joseph Ratz­in­ger); sie­he das fol­gen­de Dokument.
  23. Karl‐Heinz Men­ke, Umwer­fen­de Erfah­rung: Rhei­ni­scher Mer­kur Nr. 15/2009; S. 24.
  24. 2005–2013 Papst Bene­dikt XVI.
  25. Joseph Ratz­in­ger, Ein­füh­rung in das Chris­ten­tum, Mün­chen 1968, S. 235–236 (http://​de​.scribd​.com/​d​o​c​/​5​3​6​8​9​3​1​1​/​E​i​n​f​u​h​r​u​n​g​-​i​n​-​d​a​s​-​C​h​r​i​s​t​e​n​t​u​m​-​B​e​n​e​d​i​kt-XVI).
  26. Joseph Ratz­in­ger – Bene­dikt XVI, Jesus von Naza­reth. Zwei­ter Teil. Vom Ein­zug in Jeru­sa­lem bis zur Auf­er­ste­hung, Frei­burg im Breis­gau 2011, S. 255–256.
  27. Ebd. S. 259.
  28. 1987–2003 Pro­fes­sor für Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie in Frank­furt am Main.
  29. Hans Kess­ler, Chris­to­lo­gie in: Hand­buch der Dog­ma­tik, Hg. von Theo­dor Schnei­der, Bd. 1, 2. Auf­la­ge, 1995, S. 411.
  30. Ebd. S. 412.
  31. Ebd. S. 414.


Fran­zö­si­scher Jour­na­list und Autor.

Jac­ques Duques­ne, Der Gott Jesu, 1998, S. 159.

1974–2006 Pro­fes­sor für Neu­es Tes­ta­ment an der Evangelisch‐Theologischen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Heidelberg.

Klaus Ber­ger, Wozu ist Jesus am Kreuz gestor­ben, 1998, S. 36.

1982–2012 Pro­fes­sor für Exege­se des Neu­en Tes­ta­ments an der Theo­lo­gi­schen Fakul­tät Luzern.

Wal­ter Kirch­schlä­ger, Hat Gott sei­nen Sohn in den Tod gege­ben? in: Erlöst durch Jesus Chris­tus, hg. von Edu­ard Chris­ten und Wal­ter Kirch­schlä­ger, Frei­burg, Schweiz, 2000, S. 52–53.

Deut­scher evan­ge­li­scher Theo­lo­ge, Pfar­rer, Pre­di­ger und Autor.

Ulrich Par­za­ny in sei­ner Pre­digt vom 6. März 2013 zum The­ma Leid im Rah­men von pro christ 2013 in Stuttgart.

Unter ande­rem 2003–2009 Rats­vor­sit­zen­der der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutschland.

Wolf­gang Huber, Der christ­li­che Glau­be: Eine evan­ge­li­sche Ori­en­tie­rung, 3. Auf­la­ge Güters­loh 2008, S. 126.

Katho­li­scher Pries­ter, Fun­da­men­tal­theo­lo­ge und Religionsphilosoph.

Eugen Biser, Jesu Tod – eine Süh­ne: Rhei­ni­scher Mer­kur Nr. 15 / 2009, S. 24.

2003–2013 Prä­ses der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rheinland.

Gott braucht kei­ne Süh­ne­op­fer, denn er muss nicht besänf­tigt wer­den … Inter­view mit Niko­laus Schnei­der, Prä­ses der rhei­ni­schen Kir­che in: chris­mon plus rhein­land 04.2009, S. 44.

Evan­ge­li­sche Kir­che im Rhein­land: “Aus Lei­den­schaft für uns. Zum Ver­ständ­nis des Kreu­zes­to­des Jesu”, 2010; S. 32. (http://​www​.ekir​.de/​w​w​w​/​d​o​w​n​l​o​a​d​s​/​e​k​i​r​2​0​1​0​b​r​o​s​c​h​u​e​r​e​-​k​r​e​u​z​e​s​t​h​e​o​l​o​g​ie.pdf)

Ebd. S. 34.

Evan­ge­li­sche Kir­che in Hes­sen und Nas­sau, Stel­lung­nah­me des Lei­ten­den Geist­li­chen Amtes zur umstrit­te­nen Deu­tung des Todes Jesu als ein Gott ver­söh­nen­des Opfer, 2008, Punkt A.14.

1995 bis 2006 Pro­fes­sor für Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie (Ethik) an der Uni­ver­si­tät Heidelberg.

Wil­fried Här­le, „ …gestor­ben für unse­re Sün­den“. Die Heils­be­deu­tung des Todes Jesu Chris­ti in: Evan­ge­li­sche Kir­che in Hes­sen und Nas­sau: Deu­tun­gen des Todes Jesu. Eine Hand­rei­chung zu Kar­frei­tag 2012, S. 14–15.

Ebd. S. 15–16.

Pro­fes­sor für Dog­ma­tik an der Katholisch‐Theologischen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Bonn.

Gemeint ist Bene­dikt XVI (Joseph Ratz­in­ger); sie­he das fol­gen­de Dokument.

Karl‐Heinz Men­ke, Umwer­fen­de Erfah­rung: Rhei­ni­scher Mer­kur Nr. 15/2009; S. 24.

2005–2013 Papst Bene­dikt XVI.

Joseph Ratz­in­ger, Ein­füh­rung in das Chris­ten­tum, Mün­chen 1968, S. 235–236 (http://​de​.scribd​.com/​d​o​c​/​5​3​6​8​9​3​1​1​/​E​i​n​f​u​h​r​u​n​g​-​i​n​-​d​a​s​-​C​h​r​i​s​t​e​n​t​u​m​-​B​e​n​e​d​i​kt-XVI).

Joseph Ratz­in­ger – Bene­dikt XVI, Jesus von Naza­reth. Zwei­ter Teil. Vom Ein­zug in Jeru­sa­lem bis zur Auf­er­ste­hung, Frei­burg im Breis­gau 2011, S. 255–256.

Ebd. S. 259.

1987–2003 Pro­fes­sor für Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie in Frank­furt am Main.

Hans Kess­ler, Chris­to­lo­gie in: Hand­buch der Dog­ma­tik, Hg. von Theo­dor Schnei­der, Bd. 1, 2. Auf­la­ge, 1995, S. 411.

Ebd. S. 412.

Ebd. S. 414.